Berliner Zoo Steckbrief & Bilder

Berliner Zoo Steckbrief & Bilder

Der Zoologische Garten Berlin ist der älteste und bekannteste Tierpark in Deutschland.

Er wurde 1844 eröffnet, ist 35 Hektar groß und liegt im Berliner Tiergarten.

Mit rund 1.380 verschiedenen Arten und über 20.200 Tieren präsentiert der Zoo eine der umfangreichsten Artensammlungen der Welt.

2017 hatten der Zoo und sein Aquarium mehr als 3,5 Millionen Besucher. Damit ist er der meistbesuchte Zoo in Europa und einer der beliebtesten weltweit.

Regelmäßige Tierfütterungen gehören zu seinen bekanntesten Attraktionen. Weltweit bekannte Tiere wie Knut, der Eisbär, und Bao Bao, der Riesenpanda, haben zum öffentlichen Image des Zoos beigetragen.
Der Zoo arbeitet mit vielen Universitäten, Forschungsinstituten und anderen Zoos auf der ganzen Welt zusammen.

Er unterhält und fördert europäische Zuchtprogramme, hilft beim Schutz mehrerer gefährdeter Arten und beteiligt sich an mehreren Programmen zur Wiederansiedlung von Arten.

Geschichte

Der am 1. August 1844 eröffnete Zoologische Garten Berlin war der erste Tierpark in Deutschland. Das Aquarium wurde im Jahr 1913 eröffnet. Die ersten Tiere wurden von Friedrich Wilhelm IV., König von Preußen, aus der Menagerie und Fasanerie des Tiergartens gestiftet.

Der nahegelegene U-Bahnhof wurde im selben Jahr eröffnet.

Das Dritte Reich

1938 entledigte sich der Berliner Zoo jüdischer Vorstandsmitglieder und zwang jüdische Aktionäre, ihre Aktien mit Verlust zu verkaufen, um sie dann wieder zu veräußern, um die Einrichtung zu „arisieren“.

Ab 1939 wurde Juden auch der Besuch des Zoos untersagt. Zoodirektor Lutz Heck wurde im Sommer 1938 von seinem Freund Hermann Göring zum Chef der Obersten Naturschütz Behörde im Reichsforstamt ernannt und war in dieser Funktion der oberste Verantwortliche für die gesamte Naturverwaltung.

Zweiter Weltkrieg

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Zoogelände am 8. September 1941 erstmals von alliierten Bomben getroffen. Der größte Schaden entstand bei den Bombardierungen am 22. und 23. November 1943.

In weniger als 15 Minuten wurden am ersten Tag 30 % der Zoobewohner getötet, am zweiten Tag wurde das Aquariengebäude durch einen Volltreffer komplett zerstört.

Von den acht Elefanten überlebte nur einer, der Bulle Siam, und der 2-jährige Nilpferdbulle Knautschke wurde in seinem Tierhaus vor den Schüssen gerettet.

Die meisten Schäden entstanden während der Schlacht um Berlin: Ab dem 22. April 1945 stand der Zoo unter ständigem Artilleriebeschuss der Roten Armee.

Bis zum 30. April fanden auf dem Zoogelände schwere Kämpfe statt, und die Tierpfleger waren aus Sicherheitsgründen gezwungen, einige Raubtiere und andere gefährliche Tiere zu töten.

Gegen Ende des Krieges wurde der Zoo mit dem Zooturm befestigt, einem riesigen Flakturm, der mit seinen Bunkern und Flugabwehrwaffen einen der letzten verbliebenen Bereiche des deutschen Widerstands gegen die Rote Armee darstellte und gegen die alliierten Luftstreitkräfte verteidigt wurde. Am Eingang des Zoos befand sich ein kleiner unterirdischer Bunker für Zoobesucher und Tierpfleger.

Während der Schlacht wurden hier verwundete deutsche Soldaten von weiblichem Personal und den Ehefrauen der Tierpfleger versorgt. Am 30. April wurde der Flakbunker des Zoos aufgegeben.

Eine Zählung am 31. Mai 1945 ergab, dass nur 91 von 3.715 Tieren überlebt hatten, darunter zwei Löwenbabys, zwei Hyänen, der asiatische Elefantenbulle Siam, Flusspferdbulle Knautschke, zehn Hamadryas-Paviane, ein Schimpanse und ein Schwarzstorch. Nach der Schlacht waren einige Tiere entkommen, während einige der getöteten Tiere anschließend von Soldaten der Roten Armee verspeist wurden. Auch ein Alligator, den sie Saturn nannten, wurde entdeckt und in einen Zoo in Moskau gebracht.

Er lebte 75 Jahre lang, bis er im Mai 2020 im Alter von 84 Jahren starb.
Nach der Zerstörung des Zoos wurde dieser und das dazugehörige Aquarium nach modernen Gesichtspunkten rekonstruiert, um die Tiere möglichst naturnah zu zeigen. Der Erfolg bei der Nachzucht von Tieren, darunter einige seltene Arten, zeigt die Wirksamkeit dieser neuen Methoden.

Nachkriegszeit

Der Zoo wurde in West-Berlin angesiedelt, daher wurde im Osten ein zweiter Zoo – der Tierpark Berlin – errichtet.

Die Geschichte des Zoos im Dritten Reich wurde in der Öffentlichkeit kaum beachtet, bis im Jahr 2000 Werner Cohn, dessen Vater ein ehemaliger Aktionär war, sich schriftlich nach dem Schicksal der Aktien erkundigte. Der Zoo leugnete zunächst, dass jüdische Aktionäre zum Verkauf ihrer Anteile gezwungen wurden, räumte dies aber im Zuge eines öffentlichen Skandals schließlich ein.

Er beauftragte einen Historiker, diese ehemaligen Aktionäre zu identifizieren und ihre Nachkommen ausfindig zu machen, so ein Bericht der AFP.

Zoo

Der Berliner Zoo ist der meistbesuchte Zoo Europas mit mehr als 3,3 Millionen Besuchern pro Jahr aus aller Welt. Er ist ganzjährig geöffnet und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Der Bahnhof Berlin Zoologischer Garten (auch einfach Zoo genannt) ist einer der wichtigsten Bahnhöfe Berlins.

Hier sind mehrere Verkehrsmittel wie U-Bahn, S-Bahn und Busse miteinander verknüpft. Besucher können den Zoo entweder durch das exotisch gestaltete Elefantentor neben dem Aquarium an der Budapester Straße oder durch das Löwentor am Hardenbergplatz betreten.

Der Zoo unterhält Zuchtbücher für Spitzmaulnashörner, Indische Nashörner und Gaurs. Die Populationen von seltenen Hirschen und Schweinen sind Teil mehrerer Nachzuchtprojekte. Der Zoo Berlin unterstützt Naturschützer in anderen Ländern (z.B. in Madagaskar) und als Partner der Stiftung Artenschutz.

Die meisten der Tiere sind in Gehegen untergebracht, die ihrem natürlichen Lebensraum nachempfunden sind.

Der Zoo beherbergt vier Arten von Menschenaffen:

Das Raubtierhaus zeigt alle Großkatzen und viele seltene kleine Raubtiere, wie Ringelschwanzmangusten und Schmalstreifenmangusten aus Madagaskar. Im Untergeschoss wird der Besucher zu einem Blick in die Welt der nachtaktiven Tiere eingeladen.

Das Vogelhaus präsentiert eine begehbare Voliere und bietet eine große Formenvielfalt, darunter mehrere regelmäßig brütende Nashornvogelarten und viele Papageien. Zahlreiche Großvolieren zeigen Watvögel, Reiher und viele andere Arten.

Der Berliner Zoo ist einer der wenigen Zoos, die Brückenechsen (im Aquarium) und Luzon-Hornvögel ausstellen.

Quelle: Wiki

Hast du gefunden, wonach du gesucht hast?

Wir geben uns die größte Mühe, mit unseren Artikeln tolle Inhalte zu erstellen und viele Fragen zu beantworten. Für alle Fälle, in denen das nicht klappt, haben wir darüber hinaus eine eigene Suchmaschine entwickelt, die dir weitere Artikel von screenhaus sowie anderen vertrauenswürdigen Seiten vorschlägt, um dir bei der Suche nach Antworten zu helfen.