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Berlin Steckbrief

Berlin Steckbrief

Berlin ist die Hauptstadt und die flächen- und bevölkerungsmäßig größte Stadt Deutschlands. Mit 3.769.495 (2019) Einwohnern ist sie die bevölkerungsreichste Stadt der Europäischen Union. Die Stadt ist eines der 16 Bundesländer Deutschlands. Sie ist vom Bundesland Brandenburg umgeben und grenzt an Potsdam, die Hauptstadt Brandenburgs. Beide Städte liegen im Zentrum der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg, die mit rund sechs Millionen Einwohnern und einer Fläche von mehr als 30.000 km² nach den Regionen Rhein-Ruhr und Rhein-Main die drittgrößte Metropolregion Deutschlands ist.

Berlin liegt an den Ufern der Spree, die im westlichen Bezirk von Spandau in die Havel (ein Nebenfluss der Elbe) mündet. Zu den wichtigsten topographischen Merkmalen der Stadt gehören die zahlreichen Seen in den westlichen und südöstlichen Bezirken, die von Spree, Havel und Dahme gebildet werden (der größte davon ist der Müggelsee). Aufgrund seiner Lage in der europäischen Tiefebene wird Berlin von einem gemäßigten saisonalen Klima beeinflusst. Etwa ein Drittel der Stadtfläche besteht aus Wäldern, Parks, Gärten, Flüssen, Kanälen und Seen. Die Stadt liegt im mitteldeutschen Dialektgebiet, wobei der Berliner Dialekt eine Variante der Lausitzer-Neu-Märzischen Dialekte ist.
Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt und an der Kreuzung zweier wichtiger historischer Handelsstraßen gelegen, wurde Berlin die Hauptstadt der Markgrafschaft Brandenburg (1417-1701), des Königreichs Preußen (1701-1918), des Deutschen Reichs (1871-1918), der Weimarer Republik (1919-1933) und des Dritten Reichs (1933-1945). Berlin war in den 1920er Jahren die drittgrößte Gemeinde der Welt. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der anschließenden Besetzung durch die Siegerländer wurde die Stadt geteilt; West-Berlin wurde de facto eine westdeutsche Exklave, umgeben von der Berliner Mauer (1961-1989) und ostdeutschem Gebiet. Ost-Berlin wurde zur Hauptstadt der DDR erklärt, während Bonn zur Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland wurde. Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 wurde Berlin wieder die Hauptstadt von ganz Deutschland.
Berlin ist eine Weltstadt der Kultur, Politik, Medien und Wissenschaft. Die Wirtschaft basiert auf High-Tech-Firmen und dem Dienstleistungssektor und umfasst ein vielfältiges Spektrum an kreativen Industrien, Forschungseinrichtungen, Medienunternehmen und Kongresszentren. Berlin dient als kontinentale Drehscheibe für den Luft- und Schienenverkehr und verfügt über ein hochkomplexes öffentliches Verkehrsnetz. Die Metropole ist ein beliebtes Touristenziel. Bedeutende Industriezweige sind auch IT, Pharmazie, Biomedizintechnik, Clean Tech, Biotechnologie, Bauwesen und Elektronik.
In Berlin befinden sich Universitäten von Weltruf wie die Humboldt-Universität zu Berlin (HU Berlin), die Technische Universität Berlin (TU Berlin), die Freie Universität Berlin, die Universität der Künste (UdK) und die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Die Stadt verfügt über zahlreiche Orchester, Museen und Unterhaltungsstätten und ist Gastgeber zahlreicher Sportveranstaltungen. Der Zoologische Garten ist der meistbesuchte Zoo Europas und einer der beliebtesten weltweit. Mit dem ältesten großen Filmstudiokomplex der Welt ist Berlin ein zunehmend beliebter Standort für internationale Filmproduktionen. Die Stadt ist bekannt für ihre Festivals, die vielfältige Architektur, das Nachtleben, die zeitgenössische Kunst und eine sehr hohe Lebensqualität. Seit den 2000er Jahren hat sich in Berlin eine kosmopolitische Unternehmerszene entwickelt.

Reichstag

Geschichte

Etymologie

Berlin liegt im Nordosten Deutschlands, östlich der Elbe, die einst zusammen mit der (sächsischen oder thüringischen) Saale (ab ihrem Zusammenfluss bei Barby) die östliche Grenze des Fränkischen Reiches bildete. Während das Frankenreich in erster Linie von germanischen Stämmen wie den Franken und Sachsen bewohnt war, wurden die Gebiete östlich der Grenzflüsse von slawischen Stämmen bewohnt. Aus diesem Grund tragen die meisten Städte und Dörfer im Nordosten Deutschlands Namen, die von slawischen Stämmen abgeleitet sind (Germania Slavica). Typische germanisierte Ortsnamenssuffixe slawischen Ursprungs sind -ow, -itz, -vitz, -witz, -witz, -itzsch und -in, Präfixe sind Windisch und Wendisch. Der Name Berlin hat seine Wurzeln in der Sprache der westslawischen Bewohner des Gebietes des heutigen Berlin und kann mit dem altpolabischen Stamm berl-/birl- („Sumpf“) verwandt sein. Da das Ber- am Anfang wie das deutsche Wort Bär klingt, erscheint im Stadtwappen ein Bär. Es ist also ein kippender Arm.
Von den zwölf Berliner Bezirken tragen fünf einen (teilweise) slawisch angelehnten Namen: Pankow (der bevölkerungsreichste), Steglitz-Zehlendorf, Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick und Spandau (bis 1878 Spandow genannt). Von den sechsundneunzig Stadtteilen tragen zweiundzwanzig einen (teilweise) slawisch abgeleiteten Namen: Altglienicke, Alt-Treptow, Britz, Buch, Buckow, Gatow, Karow, Kladow, Köpenick, Lankwitz, Lübars, Malchow, Marzahn, Pankow, Prenzlauer Berg, Rudow, Schmöckwitz, Spandau, Stadtrandsiedlung Malchow, Steglitz, Tegel und Zehlendorf. Der Ortsteil Moabit trägt einen aus dem Französischen abgeleiteten Namen, Französisch Buchholz ist nach den Hugenotten benannt.

12. bis 16. Jahrhundert

Die frühesten Zeugnisse von Siedlungen im Gebiet des heutigen Berlins sind Reste eines Hausfundaments aus dem Jahr 1174, das bei Ausgrabungen in Berlin Mitte gefunden wurde, und ein Holzbalken aus der Zeit um 1192. Die ersten schriftlichen Zeugnisse von Städten im Gebiet des heutigen Berlin stammen aus dem späten 12. Jahrhundert. Spandau wird 1197 und Köpenick 1209 erstmals erwähnt, obwohl diese Gebiete erst 1920 zu Berlin kamen. Der zentrale Teil Berlins lässt sich auf zwei Städte zurückführen. Cölln auf der Fischerinsel wird erstmals 1237 urkundlich erwähnt, und Berlin, jenseits der Spree im heutigen Nikolaiviertel, wird in einer Urkunde aus dem Jahr 1244 erwähnt. Das Jahr 1237 gilt als Gründungsdatum der Stadt. Die beiden Städte bildeten im Laufe der Zeit enge wirtschaftliche und soziale Bindungen und profitierten vom Heftklammergut direkt an den beiden wichtigen Handelsrouten Via Imperii und von Brügge nach Nowgorod. Im Jahr 1307 schlossen sie ein Bündnis mit einer gemeinsamen Außenpolitik, wobei ihre internen Verwaltungen noch immer getrennt waren. 1415 wurde Friedrich I. Kurfürst der Markgrafschaft Brandenburg, die er bis 1440 regierte. Während des 15. Jahrhunderts errichteten seine Nachfolger Berlin-Cölln als Hauptstadt der Markgrafschaft, und nachfolgende Mitglieder der Hohenzollern regierten bis 1918 in Berlin, zunächst als Kurfürsten von Brandenburg, dann als Könige von Preußen und schließlich als deutsche Kaiser. Im Jahr 1443 begann Friedrich II. Eisenzahn mit dem Bau eines neuen Königsschlosses in der Partnerstadt Berlin-Cölln. Die Proteste der Bürger der Stadt gegen den Bau gipfelten 1448 in der „Berliner Unwille“. Dieser Protest hatte keinen Erfolg und die Bürger verloren viele ihrer politischen und wirtschaftlichen Privilegien. Nachdem der Königspalast 1451 fertiggestellt war, wurde er nach und nach in Gebrauch genommen. Ab 1470, mit dem neuen Kurfürsten Albrecht III. Achilles, wurde Berlin-Cölln zur neuen königlichen Residenz. Offiziell wurde das Schloss Berlin-Cölln ab 1486, als John Cicero an die Macht kam, zur ständigen Residenz der brandenburgischen Kurfürsten der Hohenzollern. Berlin-Cölln musste jedoch seinen Status als freie Hansestadt aufgeben. 1539 wurden die Kurfürsten und die Stadt offiziell lutherisch.

Siegessäule

17. bis 19. Jahrhundert

Der Dreißigjährige Krieg zwischen 1618 und 1648 verwüstete Berlin. Ein Drittel seiner Häuser wurde beschädigt oder zerstört, und die Stadt verlor die Hälfte ihrer Bevölkerung. Friedrich Wilhelm, bekannt als der „Große Kurfürst“, der 1640 die Nachfolge seines Vaters Georg Wilhelm als Herrscher angetreten hatte, leitete eine Politik der Einwanderung und der religiösen Toleranz ein. Mit dem Potsdamer Edikt von 1685 bot Friedrich Wilhelm den französischen Hugenotten Asyl an. 1700 waren aufgrund der hugenottischen Einwanderung etwa 30 Prozent der Berliner Einwohner Franzosen. Viele weitere Zuwanderer kamen aus Böhmen, Polen und Salzburg.

Seit 1618 stand die Markgrafschaft Brandenburg in Personalunion mit dem Herzogtum Preußen. Im Jahr 1701 bildete der Doppelstaat das Königreich Preußen, als sich Friedrich III., Kurfürst von Brandenburg, als König Friedrich I. in Preußen krönte. Berlin wurde die Hauptstadt des neuen Königreichs und löste Königsberg ab. Dies war ein erfolgreicher Versuch, die Hauptstadt in dem sehr weit entfernten Staat zu zentralisieren, und es war das erste Mal, dass die Stadt zu wachsen begann. Im Jahr 1709 fusionierte Berlin mit den vier Städten Cölln, Friedrichswerder, Friedrichstadt und Dorotheenstadt unter dem Namen Berlin, „Haupt- und Residenzstadt Berlin“. 1740 kam Friedrich II., bekannt als Friedrich der Große (1740-1786), an die Macht. Unter der Herrschaft Friedrichs II. wurde Berlin zu einem Zentrum der Aufklärung, wurde aber auch während des Siebenjährigen Krieges kurzzeitig von der russischen Armee besetzt. Nach dem Sieg Frankreichs im Krieg der Vierten Koalition marschierte Napoleon Bonaparte 1806 in Berlin ein, gewährte der Stadt jedoch die Selbstverwaltung. Die Industrielle Revolution verwandelte Berlin im 19. Jahrhundert; Wirtschaft und Bevölkerung der Stadt expandierten dramatisch und die Stadt wurde zum wichtigsten Eisenbahnknotenpunkt und wirtschaftlichen Zentrum Deutschlands. 1815 wurde die Stadt Teil der neuen Provinz Brandenburg. Bald entwickelten sich weitere Vorstädte und vergrößerten Fläche und Bevölkerung Berlins. Im Jahr 1861 wurden benachbarte Vorstädte wie Wedding, Moabit und einige andere zu Berlin eingemeindet. 1871 wurde Berlin Hauptstadt des neu gegründeten Deutschen Reiches. Im Jahr 1881 wurde es ein von Brandenburg getrennter Stadtbezirk.

Quelle: Wiki

Emilia Wellington

Geschrieben von Emilia Wellington

Emila gehört zu den Gründungsmitgliedern des ScreenHaus Magazins. Sie interessiert sich für die Themen Ernährung, Reisen, Sport und neue Technologien und wird beim Black Friday regelmäßig schwach :)

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