Museumsinsel in Berlin Steckbrief & Bilder

Museumsinsel in Berlin Steckbrief & Bilder

Die Museumsinsel ist ein Museumskomplex auf dem nördlichen Teil der Spreeinsel im historischen Zentrum von Berlin.

Sie ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der deutschen Hauptstadt und eine der bedeutendsten Museumsstätten Europas.

Von 1830 bis 1930 im Auftrag der preußischen Könige nach Plänen von fünf Architekten erbaut, wurde die Museumsinsel 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.

Sie besteht aus dem Alten Museum, dem Neuen Museum, der Alten Nationalgalerie, dem Bode-Museum und dem Pergamonmuseum.

Seit der deutschen Wiedervereinigung wird die Museumsinsel nach einem Masterplan umgebaut und erweitert.

Im Jahr 2019 wurde ein neues Besucherzentrum und eine Kunstgalerie, die „James-Simon-Galerie“, eröffnet.

Übersicht

Die Museumsinsel wird nach dem Komplex von international bedeutenden Museen, die alle zu den Staatlichen Museen zu Berlin gehören, benannt, die den nördlichen Teil der Insel einnehmen:

  • Das Alte Museum, bei seiner Erbauung am 3. August 1830 noch Königliches Museum genannt, bis es 1841 umbenannt wurde. Das Museum wurde im Auftrag von Karl Friedrich Schinkel fertiggestellt.
  • Das Neue Museum wurde 1859 nach den Plänen von Friedrich August Stüler, einem Schüler Schinkels, fertiggestellt. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde es unter der Leitung von David Chipperfield für das Ägyptische Museum Berlin wiederaufgebaut und 2009 wiedereröffnet.
  • Die Alte Nationalgalerie wurde 1876, ebenfalls nach Entwürfen von Friedrich August Stüler, für die vom Bankier Joachim H. W. Wagener gestiftete Sammlung von Kunstwerken aus dem 19. W. Wagener
  • Das Bode-Museum an der Nordspitze der Insel, 1904 eröffnet und damals Kaiser-Friedrich-Museum genannt. Es zeigt die Skulpturensammlung sowie spätantike und byzantinische Kunst.
  • Das Pergamonmuseum, erbaut 1930. Es enthält mehrere rekonstruierte riesige und historisch bedeutsame Gebäude wie den Pergamonaltar und das Ischtar-Tor von Babylon.
  • Das Humboldt-Forum wurde Ende 2020 im Berliner Schloss gegenüber dem Lustgarten eröffnet und umfasst das Ethnologische Museum Berlin und das Museum für Asiatische Kunst; beides sind Nachfolgeinstitutionen der ebenfalls im Berliner Schloss ansässigen Altpreußischen Kunstkammer, die Mitte des 16. Jahrhunderts gegründet wurde.
    1999 wurde der Museumskomplex in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Geschichte

Ein erster Ausstellungssaal wurde 1797 auf Anregung des Archäologen Aloys Hirt errichtet. 1822 entwarf Schinkel die Pläne für das Alte Museum zur Unterbringung der königlichen Antikensammlung, die Einrichtung der Sammlung wurde von Wilhelm von Humboldt betreut. Die Insel, ursprünglich ein Wohngebiet, wurde 1841 von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen der „Kunst und Wissenschaft“ gewidmet.

Unter den nachfolgenden preußischen Königen weiter ausgebaut, wurden die Kunst- und Archäologiesammlungen des Museums nach 1918 in eine öffentliche Stiftung überführt. Sie werden heute von den Staatlichen Museen zu Berlin, Zweigstelle der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, betreut.

Zur Museumsinsel gehören außerdem der Lustgarten und der Berliner Dom. Zwischen dem Bode- und dem Pergamonmuseum wird sie vom Stadtbahnviadukt überspannt. Auf dem südlich angrenzenden Gelände befinden sich das ehemalige königliche und kaiserliche Berliner Schloss sowie der Palast der Republik.

Pergamommuseum

Die preußischen Sammlungen wurden während des Kalten Krieges im Zuge der Teilung der Stadt getrennt, aber nach der deutschen Wiedervereinigung wieder zusammengeführt, mit Ausnahme einiger Kunstwerke und Artefakte, die nach dem Zweiten Weltkrieg von alliierten Truppen entfernt wurden. Dazu gehört der Schatz des Priamos, auch das Gold von Troja genannt, der 1873 von Heinrich Schliemann ausgegraben, dann aus der Türkei nach Berlin und aus Deutschland nach Moskau geschmuggelt wurde. Heute wird er im Puschkin-Museum in Moskau aufbewahrt.

Was die großen Museen der Stadt betrifft, so dauerte es einen Großteil der 1990er Jahre, bis sich ein Konsens darüber abzeichnete, dass die Gebäude der Museumsinsel restauriert und modernisiert werden sollten.

Im Januar 1999 wurde schließlich der vorsichtige Nutzungsplan von Generaldirektor Wolf-Dieter Dube genehmigt. Ein halbes Jahr später übernahm Peter-Klaus Schuster das Ruder und setzte ein weitaus ehrgeizigeres Programm in Gang, das die Museumsinsel zu einem Louvre an der Spree machen sollte.

Der Bund sagte bis 2010 jährlich 20 Millionen Dollar für Projekte zu, die das Ansehen Berlins steigern sollten, und die Unesco erklärte die Insel zum Weltkulturerbe.

Die Inhalte der Museen wurden wie folgt festgelegt:

  • Das Pergamon, mit dem namensgebenden griechischen Altar, behielt einen Großteil seiner Sammlung und wurde als Museum für antike Architektur definiert.
  • Das Neue Museum präsentierte neben archäologischen Objekten auch ägyptische und etruskische Skulpturen, darunter die berühmte Büste der Königin Nofretete.
  • Das Alte Museum, das älteste auf der Insel, zeigte im ersten Stock griechische und römische Kunstobjekte und hielt im zweiten Stock Ausstellungen ab. Die Gemälde des Bode-Museums reichten von der spätbyzantinischen Zeit bis 1800.
  • Und die Alte Nationalgalerie wird wie jetzt das 19. Jahrhundert abdecken. Jahrhundert abdecken.

Wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, vielleicht bis 2020, wird die Gemäldesammlung der Gemäldegalerie in die Bode verlagert und ein neuer Anbau, die Museumsinsel, wird die gesamte Kunst von den alten Hochkulturen bis 1900 präsentieren.

Neben dem Neuen Museum entsteht die James-Simon-Galerie, ein 94 Millionen Dollar teures Besucherzentrum, entworfen vom britischen Architekten David Chipperfield. Die James-Simon-Galerie, ein 94 Millionen Dollar teures Besucherzentrum des britischen Architekten David Cipperfield, wird neben dem Neuen Museum gebaut und durch einen unterirdischen Gang mit archäologischen Objekten mit dem Neuen, Alten, Pergamon- und dem Bode-Museum verbunden sein: Die so genannte Archäologische Promenade wird nach Fertigstellung des Masterplans Museumsinsel vier der fünf Museen der Museumsinsel miteinander verbinden.

Die Promenade beginnt am Alten Museum im Süden, führt durch das Neue Museum und das Pergamonmuseum und endet am Bode-Museum, das an der Nordspitze der Insel liegt. Vor dem Zweiten Weltkrieg waren diese Museen durch oberirdische Brückendurchgänge verbunden; sie wurden durch Kriegseinwirkungen zerstört. Ein Wiederaufbau war nie geplant, stattdessen sollen die Mittelhöfe der einzelnen Museen abgesenkt werden, was im Bode-Museum und im Neuen Museum bereits geschehen ist. Sie werden durch unterirdische Gänge miteinander verbunden.

In gewisser Weise kann diese Archäologische Promenade als sechstes Museum der Insel betrachtet werden, denn sie ist nicht nur als Verbindungsgang, sondern auch als langgestreckter Ausstellungsraum für interdisziplinäre Präsentationen konzipiert.

Die Archäologische Promenade kann als eine Quersumme der Sammlungen charakterisiert werden, die in den einzelnen Museen der Insel getrennt (nach Kulturregionen, Epochen und Kunstgattungen) gezeigt werden.

Die Archäologische Promenade wird Themen aufgreifen, die den menschlichen Geist unabhängig von Zeit und Kulturraum beschäftigt haben, sei es die Frage nach dem Leben nach dem Tod oder Fragen der Schönheit u.a.

Die Museumsinsel wird in dem Lied „Auf der Museumsinsel“ des Volkskünstlers Emmy der Große erwähnt.

Der südliche Teil der Insel, südlich der Gertraudenstraße, wird im Volksmund als Fischerinsel bezeichnet und ist Standort einer Hochhaussiedlung, die gebaut wurde, als Mitte noch zu Ost-Berlin gehörte.

Quelle: Wiki

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