Rhein Steckbrief & Bilder

Der Rhein ist einer der großen europäischen Flüsse, entspringt in der Schweiz und fließt in meist nördlicher Richtung durch Deutschland und die Niederlande, um in die Nordsee zu münden.

Der Fluss beginnt im Schweizer Kanton Graubünden in den südöstlichen Schweizer Alpen, bildet einen Teil der schweizerisch-liechtensteinischen, schweizerisch-österreichischen, schweizerisch-deutschen und dann der deutsch-französischen Grenze, fließt dann durch das deutsche Rheinland und die Niederlande und mündet schließlich in die Nordsee.

Er ist der zweitlängste Fluss in Mittel- und Westeuropa (nach der Donau), mit ca. 1.230 km und einem durchschnittlichen Abfluss von ca. 2.900 m3/s.
Der Rhein und die Donau bildeten den größten Teil der nördlichen Binnengrenze des Römischen Reiches, und seit dieser Zeit war der Rhein eine lebenswichtige schiffbare Wasserstraße, die Handel und Waren tief ins Landesinnere transportierte.

Seine Bedeutung als Wasserstraße im Heiligen Römischen Reich wird durch die vielen Burgen und Befestigungen, die entlang des Rheins gebaut wurden, untermauert.
Zu den größten und wichtigsten Städten am Rhein gehören Köln, Düsseldorf, Rotterdam, Straßburg und Basel.

Geographie

Die Länge des Rheins wird konventionell in „Rheinkilometern“ gemessen, einer 1939 eingeführten Skala, die von der Alten Rheinbrücke in Konstanz (0 km) bis Hook of Holland (1036,20 km) reicht.

Der Fluss ist durch eine Reihe von Kanalisierungsprojekten im 19. und 20. Jahrhundert gegenüber seinem natürlichen Verlauf deutlich verkürzt. Die „Gesamtlänge des Rheins“ unter Einbeziehung des Bodensees und des Alpenrheins ist objektiv schwieriger zu messen; sie wurde 2010 vom niederländischen Rijkswaterstaat mit 1.232 Kilometern angegeben.

Hauptgewässer und Quellen

Vorderrhein und Hinterrhein

Die Quelle des Flusses wird allgemein nördlich des Lai da Tuma/Tomasee am Rein Anteriur/Vorderrhein gesehen, obwohl sein südlicher Nebenfluss Rein da Medel vor der Einmündung in den Vorderrhein bei Disentis eigentlich länger ist.

Der Vorderrhein entspringt am Lai da Tuma/Tomasee in der Nähe des Oberalppasses und passiert die beeindruckende Ruinaulta, die durch den größten sichtbaren Felssturz der Alpen, den Flimser Bergsturz, gebildet wird.

Der Hinterrhein entspringt am Paradiesgletscher in der Nähe des Rheinwaldhorns. Einer seiner Nebenflüsse, der Reno di Lei, entwässert das Valle di Lei auf politisch italienischem Gebiet. Nach drei Haupttälern, die durch die beiden Schluchten Roflaschlucht und Viamala getrennt sind, erreicht er die Reichenau in Tamins.

Der Vorderrhein entspringt aus zahlreichen Quellbächen in der oberen Surselva und fließt in östlicher Richtung. Eine Quelle ist der Lai da Tuma (2.345 m), durch den der Rein da Tuma fließt, der meist als Quelle des Rheins angegeben wird.

In ihn münden von Süden her teils längere, teils gleich lange Nebenflüsse, wie der Rein da Medel, der Rein da Maighels und der Rein da Curnera. Das Cadlimo-Tal im Kanton Tessin wird vom Reno di Medel entwässert, der den geomorphologischen Alpenhauptkamm von Süden her überquert.

Alle Bäche im Quellgebiet werden teilweise, manchmal auch vollständig, gefasst und in Speicherbecken für die örtlichen Wasserkraftwerke geleitet.
Der Kulminationspunkt des Einzugsgebietes des Vorderrheins ist der Piz Russein des Tödi-Massivs der Glarner Alpen auf 3.613 m ü. NN.

Er beginnt mit dem Bach Aua da Russein (wörtlich: „Wasser des Russein“), in seinem Unterlauf fließt der Vorderrhein durch die Ruinaulta (Flimser Bergsturz) genannte Schlucht.

Die gesamte Strecke des Vorderrheins bis zum Zusammenfluss mit dem Alpenrhein bei Reichenau in Tamins wird von einem Fernwanderweg namens Senda Sursilvana begleitet.

Er fließt durch die drei Täler namens Rheinwald, Schams und Domleschg-Heinzenberg. Die Täler sind durch die Rofla- und Viamala-Schlucht getrennt. Seine Quellen befinden sich in den Adula-Alpen (Rheinwaldhorn, Rheinquellhorn und Güferhorn).

Von Süden her mündet der Avers-Rhein ein. Einer seiner Quellflüsse, der Reno di Lei (gestaut im Lago di Lei), liegt teilweise in Italien.
Bei Sils mündet der Hinterrhein von Osten, aus dem Albulapassgebiet, in die Albula. Die Albula bezieht ihr Wasser hauptsächlich aus dem Landwasser mit dem Dischmabach als größtem Quellbach, aber fast ebenso viel aus der Gelgia, die vom Julierpass herabkommt.

Zahlreiche größere und kleinere Nebenflüsse tragen den Namen des Rheins oder Entsprechungen in verschiedenen rätoromanischen Redewendungen wie Rein oder Ragn. Beispiele:

Vorderrheingebiet:
Rein Anteriur/Vorderrhein, Rein da Medel, Rein da Tuma, Rein da Curnera, Rein da Maighels, Rein da Cristallina, Rein da Nalps, Rein da Plattas, Rein da Sumvitg, Rein da Vigliuts, Valser Rhein
Posteriur/Hinterrhein: Rein Posteriur/Hinterrhein, Reno di Lei, Madrischer Rhein, Avers Rhein, Jufer Rhein

Albula-Landwassergebiet:
Im Dischmatal, bei Davos, weit östlich des Rheins, gibt es einen Ort namens Am Rin. Ein Nebenfluss der Dischma wird Riner Tälli genannt. In der Nähe, auf der anderen Seite des Sertig, liegt das Rinerhorn.

Quelle: Wiki

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