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Vielfraß oder Bärenmarder Steckbrief – Herkunft des Namen, Aussehen, Lebensweise

Vielfraß oder Bärenmarder Steckbrief – Herkunft des Namen, Aussehen, Lebensweise

Der Vielfraß gehört zur Familie der Marder. Sie leben in Eurasien und Nordamerika. Er ist auch als Bärenmarder bekannt. Sie sind Bodenbewohner, können aber sehr gut klettern und schwimmen. Der Vielfraß ist ein sehr kräftiges und angriffslustiges Tier. Es wurde schon beobachtet, wie er versucht hat Bären oder Pumas vom Riss zu verscheuchen.

Herkunft des Namen

Warum der Vielfraß Vielfraß heißt ist nicht sicher zu sagen. Man nimmt an, dass der Name von dem altnorwegischen Wort „fieldfross“, was eine Figur aus einer Sage ist, abgeleitet wurde. Das bedeutet Felsenkater oder Bergkater. Dass der Vielfraß so heißt, weil er so viel frisst ist sehr umstritten.
Eine weitere Vermutung ist, dass der Name entstanden ist, weil der Vielfraß alles essbare in seiner Umgebung in sein Schlupfwinkel bringt und dort viele Vorräte anlegt.

Aussehen

Der Vielfraß sieht den Echten Mardern sehr ähnlich, nur ist er deutlich größer. Seine Kopfrumpflänge ist 65 cm bis 105 cm. Der Schwanz wird 17 cm bis 26 cm lang. Die Männchen werden wesentlich schwerer als die Weibchen. Die Männchen können ein Gewicht von bis zu 32 kg auf die Waage bringen. Weibchen hingegen nur 20 kg. Da der Kopf und die Gliedmaßen sehr massiv erscheinen, wirkt der Vielfraß wesentlich kräftiger als andere Marder. Er hat kleine Ohren und einen kleinen, buschigen Schwanz. Das Fell ist relativ lang und dicht. Es hat eine dunkelbraune bis schwarze Färbung. Sie haben eine gelbliche bis hellbraune Bandzeichnung, die von der Schulter über die Seite des Rumpfes, bis hin zur Schwanzwurzel geht.

Lebensweise

Der Vielfraß ist nachtaktiv. Sie bauen sich Nester aus Gräsern und Blättern, die sich in Höhlen, Felsspalten oder unter gefallenen Bäumen befinden. Der Vielfraß kann ohne Pause 10 bis 15 km zurücklegen und in einer Nacht schaffen sie Distanzen bis 45 km.
Ihr Revier markieren die Tiere mit Urin oder der Analdrüsen, um Feinde oder Eindringlinge fernzuhalten und um anderen Artgenossen zu markieren, wo schon ein Vielfraß lebt, da sie Einzelgänger sind. Ein Revier eines Vielfraßes kann im Winter bis zu 2000 Quadratkilometer groß sein. Das ist etwa so groß wie das Saarland.
Der Vielfraß hält keinen Winterschlaf, dafür zieht er sich aber etwas mehr in südliche Regionen zurück.

Nahrung

Das Jagdverhalten des Vielfraßes unterscheidet sich von Sommer und Winter sehr. Im Sommer gilt er als Assfresser, ernährt sich aber auch von Vogeleiern, Beeren und Baumtrieben. Selten greift er auch junge Rentiere oder Elchkälber an.
Im Winter nutzt er seine Fähigkeit sich geräuschlos auf Schnee bewegen zu können, ohne einzusinken und greift auch große Säugetiere an. Hauptnahrung sind dann Schneehasen, Mäuse, Eichhörnchen und Schneehühner. Auch Rentiere und Elche werden angegriffen.

Victoria McCallister

Geschrieben von Victoria McCallister

Victoria ist seit 2019 Mitglied des ScreenHaus Autorenteams und besonders interessiert in den Themen Reisen und Gesundheit. Vicky hat den Großteil der Welt besucht und lässt uns immer wieder daran teilhaben.

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