Gecko Steckbrief – Aussehen, Farbwechsel, Ernährung, Arten

In allen wärmeren Erdregionen kommen die GEckos oder Haftzeher vor, von denen mehr als 600 Arten beschrieben wurden, die in Steppen, Gebirgen, tropischen Regenwäldern aber auch in menschlichen Wohnungen verbreitet sind. Viele anatomische Merkmale, wie zum Beispiel Reste der Rückensaite, die bei den meisten anderen Wirbeltieren durch die knöcherne Wirbelsäule ersetzt wird, deuten auf ein in stammesgeschichtlicher Hinsicht recht hohes Alter dieser Gruppe hin.

Aussehen

Geckos sind meist kleinere Tiere, die eine Gesamtlänge von höchstens 40 cm erreichen, meist jedoch nicht länger als 15 cm werden. Ihr Körper ist abgeflacht, die Vorder- und Hinterzehen tragen auf der Unterseite oft breite Haftlamellen, auf denen unzählige, mikroskopisch kleine Häkchen sitzen, die sich auf den geringsten Unebenheiten des Untergrundes einhaken können.
Dies ermöglicht den Geckos, an glatten Wänden und sogar an senkrecht stehenden Glasscheiben hochzulaufen. Bei weniger lebhaften Arten kann man gut die Bewegungsweise der Zehen beobachten. Bevor der Fuß von der Unterlage abgehoben wird, werden die Zehen nach oben gekrümmt und dadurch die rückwärts gerichteten Häkchen der Haftlamellen aus ihrer Verankerung gelöst. Darauf wird der Fuß mit den abgebogenen Zehen nach vorne gesetzt und durch Andrücken der Lamellen wieder verankert.

Haftlamellen des Geckos

Die großen Augen des Geckos werden oft von einer durchsichtigen Schuppe überlagert, die aus den zusammengewachsenen Augenlidern im Laufe der Stammesgeschichte enstanden is. Die Pupille nachtaktiver Arten ist bei Helligkeit schlitzförmig und senkrecht gestellt, wird bei Dunkelheit jedoch sehr weit geöffnet. Nur ein VIertel aller Geckoarten ist dagegen tagaktiv. Ihre Pupillen sind rund.

Schwanzabwerfen

Geckos können ähnlich den Eidechsen ihren Schwanz abwerfen, der dann mit sienen zuckenden Bewegungen an Angreifer abzulenken vermag. Es kommt ebenfalls vor, dass der Schwanz nicht vollständig abbricht, sodass es zu Doppel- oder Mehrfachbildungen kommen kann. Regenerierte Schwänze besitzen keine Wirbelknochen mehr, diese sind durch einen stabförmigen Knorpel ersetzt.

Farbwechsel

Manche Arten besitzen ein auffallendes Farbwechselvermögen, dass ihnen ermöglicht tagsüber heller, nachts dagegen dunkler zu erscheinen.

Ernährung

Geckos ernähren sich überwiegend von Insekten, Spinnen und anderen Gliederfüßern. Große Arten fressen jedoch auch andere Echsen, junge Vögel und Mäuse, die mit der Schnauze gepackt und mit heftigen Kopfbewegungen gegen den Boden geschlagen werden. Einige tagaktive Arten verspeisen aber auch zusätzlich Früchte.

Fortpflanzung

Außer einigen lebensgebärenden neuseeländischen Arten legen die meisten Geckos Eier, doch sind es regelmäßig nur 1 bis 2 pro Gelege, die weichschalig und klebrig sind. Die Eier werden oft von den Weibchen in Spalten und an Höhlenwänden angeklebt.

Arten

Nur 5 Arten gibt es in Europa. Am bekanntesten ist der Mauergecko, der von Spanien über Südfrankreich bis nach Jugoslawien verbreitet ist und sehr häufig vorkommt. Andere europäische Arten sind der 8cm lange Europäische Blattfingergecko, dessen Zehen blattartig verbreiterte Haftlamellen tragen, und der mit 12 cm Länge etwas größere Ägäische Nacktfinger. Dieser besitzt keine Haftlamellen an den Zehen, die statt dessen sehr dünn und seitlich zusammen gedrückt sind.

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Leonie Auerbach

Verfasst von

Leonie Auerbach

Leonie ist seit 2017 Mitglied des ScreenHaus Magazin Autorenteams und ist ein absoluter Tier- und Reisefreund. Wann immer ihr ein interessantes Tier oder Reiseziel über den Weg läuft, erfahrt ihr es zuerst!

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