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Grubenotter Steckbrief – Grubenorgan, Systematik, Aussehen

Grubenotter Steckbrief – Grubenorgan, Systematik, Aussehen

Die Gruben- oder Lochotter, zu denen die bekannten Klapperschlangen zählen, sind sowohl in ihrem Bau als auch ihrer Lebensweise den Vipern sehr ähnlich. Sie werden daher gelegentlich nicht als eigene Familie sondern als Unterfamilie der Vipern geführt.

Grubenorgan

Einziges Unterscheidungsmerkmal gegenüber den Echten Vipern ist die Ausbildung eines außergewöhnlichen, sehr leistungsfähigen Sinnesorgan, des zwischen Auge und Nasenloch gelegenen Grubenorgans. Es handelt sich hierbei um eine Einbuchtung im Oberkieferknochen, die durch eine nur 0,0025 mm dünne Membarn in einer größere äußere Kammer und eine kleinere innere unterteilt wird. Eine kleine Pore, die durch Ringmuskulatur zusammengezogen oder erweitert werden kann verbindet beide Räume. Die Membran selbst ist mit außerordentlich zahlreichen freien Nervenenden durchsetzt, mit deren Hilfe Temperaturunterschiede bis zu 0,003°C wahrgenommen werden können.
Hierbei sind die Grubenottern in der Lage selbst bei völliger Dunkelheit die abgestrahlte Körperwärme eines Warmblüters pber eine Entfernung bis zu einem halben Meter wahrzunehmen. Da sich die Felder beider Gruben nach vorne überlappen, nimmt man eine stereoskopische (räumliche) Wirkung an, die der Schlange ein gezieltes Zustoßen ermöglicht. Ähnliche Wärmerezeptoren finden wir, wenn auch weniger kompliziert aufgebaut, bei Boas und Pythons. Bei diesen liegen sie in den Ober- und Unterlippenschilden.

Systematik

Die Grubenottern lassen sich in zwei deutlich getrennte Gruppen einteilen. In der einen befinden sich die mit einer Schwanzrassel ausgestatteten Klapperschlangen, in der anderen die Schlangen ohne Rassel, der Buschmeister, die Amerikanischen und Asiatischen Lanzenottern und die Dreieckskopfottern.

Aussehen

Die Grubenottern oder Lochottern sind meistens sehr kräftig gebaut. Die meisten Arten der Grubenottern bleiben unter eine Länge von etwa 2,0 Meter. Außer die südamerikanische Buschmeister, die kann schon eine Länge von 3,00 Metern erreichen.
Sie haben lange, aufrichtbare Giftzähne. Einige Arten besitzen über den Augen stachelartige Schuppen, diese Schuppen dienen zum Schutz für die Fortbewegung unter der Erde.

Leonie Auerbach

Geschrieben von Leonie Auerbach

Leonie ist seit 2017 Mitglied des ScreenHaus Magazin Autorenteams und ist ein absoluter Tier- und Reisefreund. Wann immer ihr ein interessantes Tier oder Reiseziel über den Weg läuft, erfahrt ihr es zuerst!

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