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Königskobra Steckbrief – Aussehen, Verbreitung, Fortpflanzung

Königskobra Steckbrief – Aussehen, Verbreitung, Fortpflanzung

Einordnung

Die Königskobra gehört zur Familie der Giftnattern, zu der Ordnung der Schuppenkriechtiere. Die größte aller Giftschlangen ist die Königskobra oder die Riesenhutschlange.

Aussehen

Diese Schlange wird bis zu 4 Meter lang, doch sind auch Tiere bekannt, die eine länge von 5 Metern erreicht haben. Die Grundfarbe der Schlange ist sehr variabel, je nach Vorkommen.
Der Kopf ist relativ klein und setzt sich nur wenig vom Körper ab. Die Iris der Augen ist dunkelbraun bis schwarz, die Pupillen weisen, nicht wie so oft eine schlitzförmige Form auf, sondern eine runde Form.
Das Maul ist ausgesprochen breit. Die Giftzähne im Maul können nicht nach hinten geklappt werden, sondern befinden sich fest im Kiefer. Die Giftzähne können bis zu 10 Millimeter lang werden.

Verbreitung

Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Indien bis nach China, zu den Sundainseln und den Philippinen. Innerhalb dieser Gebiete beschränkt sich ihr Vorkommen auf dichte Dschungel bis hinauf in 2000m hohe Gebirge.

Königskobra
Königskobra

Drohverhalten

Die Königkobra hat die gleiche charakteristische Drohstellung wie die anderen Kobras auch. Dabei richten sie ihren Körper meterhoch auf und spreizt ihren Hals mittels beweglicher Rippen zum sog. Hut, der jedoch keine Brillenzeichnung hat, wie die verwandte Brillenschlange. In dieser Haltung soll die Königskobra nicht nur verharren, sondern sich auch schnell vorwärts bewegen können.

Ernährung

Diese Schlange ernährt sich fast ausschließlich von anderen Schlangen. Selbst giftige Arten werden getötet und gefressen, wie z.B. andere Kobraarten und der Krait. Ihr Griechischer Gattungsname bedeutet Schlangenfresser.

Giftigkeit

Das Gift der Königkobra, welches das Nervensystem angreift enthält Neurotoxine und ist außerordentlich wirksam. Es soll beim Menschen innerhalb einer Viertelstunde zum Tode führen können.

Fortpflanzung

Besonders interessant ist es, dass die Königskobra Brutpflege betreibt. Das Weibchen rafft unter Bildung von Körperschlingen Zweige, Äste und Laub zusammen und formt daraus ein zweistöckiges Nest, in dessen unterer „Etage“ die Eier abgelegt werden. In der oberen Etage liegt dann das Tier und bewacht das Gelege bis zum Schlüpfen der etwa 50cm langen schwarzen, weißgelb gebänderten Jungtiere. Diese besitzen schon funktionsfähige Giftdrüsen und – Zähne.
Auch der Vater, das Königskobramännchen, hält sich in der Nähe des Nestes auf. Beide Tiere sind zu dieser Zeit äußerst aggressiv, so dass man in Indien die Umgebung um so ein Nest vorsorglich absperrt.

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Leonie Auerbach

Geschrieben von Leonie Auerbach

Leonie ist seit 2017 Mitglied des ScreenHaus Magazin Autorenteams und ist ein absoluter Tier- und Reisefreund. Wann immer ihr ein interessantes Tier oder Reiseziel über den Weg läuft, erfahrt ihr es zuerst!

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