Agamen Steckbrief – Körperbau, Eigentliche Agamen, weitere Agamenarten, Haltung

Agamen Steckbrief – Körperbau, Eigentliche Agamen, weitere Agamenarten, Haltung

Lebensart und Vorkommen

Die Agamen sine eine sehr artenreiche Familie der Echsen. Etwa 300 beschriebene Arten in 34 Gattungen sind in den Tropen und Subtropen der Alten Welt, von Südeuropa, Afrika und Asien, wo sie die größten Artenfülle aufweisen, bis nach Australien verbreitet. Als Lebensräume haben sich die tagaktiven Agamen sowohl Wüsten als auch Steppen und Urwälder erobert. Neben lebhaften und sehr schnellen Boden- und Felsenbewohnern treten sehr gut kletternde Baumtiere auf. In Gewässernähe lebende Arten schwimmen sehr gut und können bei Gefahr auch tauchen. Ein Gleitvermögen wie die Flughörnchen unter den Säugetieren haben die Arten der Flugdrachen entwickelt.

Körperbau

Agamen sind in der Regel kräftig gebaut mit langen Extremitäten und langem Schwanz, der meist nicht wie bei den Eidechsen abgeworfen und regeneriert werden kann. Es gibt auch abenteuerlich aussehende Formen mit kurzen und stark verdickten Schwänzen, mit Stacheln am Kopf, am Hals oder am ganten Körper. Manche tragen große abspreizbare Kehlkragen. Erregte Tiere können ebenso ihre Färbung wechseln wie zum Beispiel Anolis und Chamäleons.

Eigentliche Agamen

Die 60 Arten der Agamen leben vor allem in Afrika, aber auch im vorderasiatischen Bereich. Sie haben waagerecht abgeflachte Körper. Der Schwanz ist lang und rund. Die mittelafrikanische Siedleragame erreicht eine Länge von 30 bis 40 cm. Der oft mit einem weißen Rückenstrich gezierte Körper und die Beine sind stahlblau gefärbt. Der Schwanz ist rot mit blauer Spitze. Der Kopf ist leuchtend rot, die Kehle zeigt gelbe Flecken. Die Weibchen sind demgegenüber etwas einfacher gefärbt, graubraun mit gelben und schwarzen Flecken. Als reines Tagtier lebt die Siedleragame in der Nähe menschlicher Wohnungen. Ihre Nahrung bilden Insekten und andere Gliederfüßer.

Fortpflanzung

Die Weibchen legen in den feuchten Jahreszeiten ihre 4 bis 6 Eier in Löchern ab, die zwischen Pflanzen und Steinen selbst gegraben und hinterher wieder mit Sand aufgefüllt werden. Wie auch bei den Eidechsen werden die Eier im Laufe der Zeit durch Feuchtigkeitsaufnahme aus dem Boden zunehmend größer. Vor dem Schlüpfen der Jungen haben sie das Fünffache ihres ursprünglichen Gewichtes erreicht.
Die älteren Jungtiere schließen sich größeren Gruppen mit deutlich abgegrenzten, von einem Männchen beherrschten, Revier an. Heranwachsende Männchen werden später vertrieben und so gezwungen, eigene Reviere zu gründen.

Agamenarten Liste:

Kragenechse
Bergagame
Bartagame

Desweiteren gibt es zum Beispiel noch die Atlasagame, die Stachelagame, die Krötenkopfagame, die Winkelkopfagame, die Leierkopfagame, die Schönechse, die Sandagame, die Blaumaulagame, die Bodenagame und die Schmetterlingsagame.

Haltung

Agamen sind, wie oben auch schon erwähnt wechselwarme Tiere, daher brauchen sie in ihrem Terrarium Wärmequellen, um ihre Körpertemperatur zu regeln, aber auch genug Plätze, die kühler sind.

Damit sich die Agamen wohl fühlen, sollten sie über ausreichend Platz verfügen. Daher ist es wichtig, dass die Mindestgröße für ein Terrarium nicht unterschritten wird.

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