Wasserreh Steckbrief – Lebensraum, Lebensweise, Gefangenschaft

Wasserreh Steckbrief – Lebensraum, Lebensweise, Gefangenschaft

Das Wasserreh hat eine Widerristhöhe von etwa 50 cm bei einem Gewicht um die 15 kg. Es ist ein telemetacarpaler Hirsch. Die Böcke tragen keine Geweihe, dafür aber stark verlängerte Oberkiefer-Eckzähne, die wie Dolche aus dem Maul herausragen. Die Gestalt ist hinten überbaut. Die breiten Klauen verhindern das Einsinken in den weichen Untergrund, auf dem das Wasserreh sich vorzugsweise aufhält. Das Fell ist rauh, mit reichlich Grannen und spärlicher Unterwolle. Im Sommer ist die Farbe gelbbraun mit hellerer Rückenmitte. Die Unterseite ist weiß. Im Winter ist das Fell dunkelbraun. Der Schwanz erinnert in seiner Kürze an den des Rehs.

Lebensraum

Das Wasserreh bewohnt vor allem die feuchten Niederungen des unteren Jangtsekiang. Es ist in Ufergebüschen, Schilf- und Riedgrasbeständen anzutreffen.

Lebensweise

Wasserrehe leben einzeln, paarweise oder als Mutterfamilie, bestehend aus dem Muttertier und den Jungen des letzten Wurfes. In seinen Einständen führt das Wasserreh eine versteckte Lebensweise. Es ist vorwiegend am Tage unterwegs. Vor Gefahren drückt es sich ins Dickicht und springt erst auf, wenn sich der Gegner in unmittelbarer Nähe befindet. Die Flucht endet nach kurzer Strecke in einem neuen Versteck. Wasserrehe können gut schwimmen.

Fortpflanzung

Die Brunftzeit dieser Hirschart fällt in den Dezember. Bei Revalenkämpfen stehen die Böcke einander Kopf neben Kopf gegenüber. Sie versuchen dann, sich gegenseitig ihre Hauer in die Nacken- und Halsregion zu schlagen. Sie reißen sich dabei tiefe Wunden. Die Kämpfe enden erst, wenn einer der Widersacher das Feld räumt.
Die Tragzeit dauert 180 bis 200 Tage. Ein Wurf besteht aus bis zu 3 Jungen.

Gefangenschaft

In England und Frankreich wird das Wasserreh mancherorts als Parkwild gehalten. Es gedeiht dort so gut, dass es zum Beispiel in Südengland schon in freier Wildbahn vorgedrungen ist und sich dort behauptet. In Zoologischen Gärten Europas sind die Haltungserfolge gut. Die in ihrem Bestand bedrohten Wasserrehe Koreas werden in Familien gezüchtet, um eine Ausrottung der dortigen Unterart zu verhindern.

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