Cuxhaven Steckbrief & Bilder

Cuxhaven Steckbrief & Bilder

Cuxhaven ist eine kreisfreie Stadt und Sitz des Landkreises Cuxhaven in Niedersachsen, Deutschland.

Die Stadt umfasst den nördlichsten Punkt Niedersachsens. Sie liegt am Ufer der Nordsee an der Mündung der Elbe.

Cuxhaven hat eine Grundfläche von 14 km (Ost-West) mal 7 km (Nord-Süd). Seine Stadtteile Duhnen, Döse und Sahlenburg sind besonders beliebte Urlaubsorte an der Nordsee und Heimat von rund 52.000 Einwohnern.

In Cuxhaven befindet sich eine wichtige Fischereiwerft und Schiffsanmeldestelle für Hamburg sowie bis 2008 der Nord-Ostsee-Kanal. Auch der Tourismus ist von großer Bedeutung.

Die Stadt und ihr Vorläufer Ritzebüttel gehörten vom 13. Jahrhundert bis 1937 zu Hamburg. Die Insel Neuwerk, eine Hamburger Dependance, liegt nordwestlich von Cuxhaven in der Nordsee.

Das Wahrzeichen der Stadt, die Kugelbake, ist eine Bake, die früher als Leuchtturm diente; das hölzerne Wahrzeichen an der Elbmündung markiert die Grenze zwischen Fluss und Nordsee und ziert auch das Wappen der Stadt.

Geschichte

Ritzebüttel, heute ein Stadtteil von Cuxhaven, gehörte zum Land Hadeln, zunächst eine Exklave des jüngeren Herzogtums Sachsen und nach dessen faktischer dynastischer Teilung 1296 zum Herzogtum Sachsen-Lauenburg, das 1260 de jure gegründet wurde.

1394 eroberte die Stadt Hamburg die Festung Ritzebüttel und machte sie zu ihrer Hochburg, um die Elbmündung, die die Stadt mit dem offenen Meer verbindet, zu schützen.

Die Hamburg-Amerika-Linie baute 1900 in Cuxhaven einen großen Ozeanriesen-Terminal. Durch eine eigene Bahnlinie und einen Bahnhof direkt mit Hamburg verbunden, diente er bis zur Einstellung des Seeschiffsverkehrs 1969 als wichtiger Abfahrtsort für deutsche und europäische Auswanderer.

Die prächtige Aula und die dazugehörigen Gebäude überlebten die Kriegsschäden und den Abriss in Friedenszeiten und wurden 1998 restauriert, um als Museum und Kreuzfahrtterminal genutzt zu werden. Am 15. März 1907 erhielt Cuxhaven den Status einer Stadt innerhalb des Staates Hamburg. 1937 wurde Cuxhaven durch das Groß-Hamburg-Gesetz ein Stadtkreis des Landkreises Stade innerhalb der preußischen Provinz Hannover.

Im Jahr 1972 wurden einige Gemeinden des benachbarten Landkreises Land Hadeln in den Stadtkreis Cuxhaven eingemeindet. 1977 verlor Cuxhaven den Status als Stadtkreis und wurde in den neuen Landkreis Cuxhaven eingegliedert, dessen Hauptstadt er ist.

Während des Ersten Weltkrieges war der Fliegerhorst Nordholz mit seinen Luftschiffhallen bei Nordholz südlich von Cuxhaven eine der wichtigsten deutschen Marineluftschiffstationen. Am ersten Weihnachtstag 1914 wurde er im Cuxhavener Überfall von Wasserflugzeugen der Royal Navy angegriffen.

Während des Zweiten Weltkriegs beherbergte die Stadt einen Stützpunkt eines deutschen Militärfunknetzes mit dem Codenamen BROWN, das Daten über experimentelle Waffenentwicklungen, einschließlich Raketen, übermittelte. Von diesem Standort aus wurde am 7. Mai 1945 die letzte verschlüsselte ENIGMA-Nachricht des Krieges gesendet. Sie meldete die Ankunft britischer Truppen und endet: „Closing down for ever – all the best – goodbye.“

Zwischen 1945 und 1964 wurden in der Nähe von Cuxhaven verschiedene zivile Experimente zur Raketentechnik durchgeführt.

Tourismus

Die Anfänge des Tourismus gehen auf das Jahr 1816 zurück, als in Cuxhaven ein Seebad gegründet wurde. Seit 1964 ist Cuxhaven ein staatlich anerkanntes Luftkurort (Seeheilbad) und Zentrum der sogenannten Ferienregion Cuxland.

Kugelbacke – Wahrzeichen von Cuxhaven

Geografischer und kultureller Hintergrund

Die Stadt wird vom Bahnhof Cuxhaven bedient. Die Insel Neuwerk liegt 8 Kilometer vor der Küste von Cuxhaven.

Bei Ebbe weicht das Wasser so weit von der Küste zurück, dass die Insel entweder per Wattwanderung oder mit der Pferdekutsche erreicht werden kann.

Ein modernes Wahrzeichen Cuxhavens ist der Friedrich-Clemens-Gerke-Turm, ein Fernmeldeturm aus Beton, der für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Ein wirkliches Wahrzeichen ist er nicht, denn viele Städte in Deutschland haben einen ähnlichen Turm.

Das HTP-U-Boot U 1407 wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in Cuxhaven versenkt, von den Briten wieder aufgebaut und als HMS Meteorite in Dienst gestellt. Es war der Auslöser für eine Reihe von U-Booten mit luftunabhängigem Antrieb aus deutscher Produktion, wie das U-Boot Typ 212 und das U-Boot Typ 214.

Zwillingsstädte – SchwesterstädteCuxhaven ist verschwistert mit:

  • Binz, Deutschland (1990)
  • Hafnarfjörður, Island (1988)
  • Penzance, England, Vereinigtes Königreich (1967-1974, 2009-heute)
  • Sassnitz, Deutschland (1990)
  • Vannes, Frankreich (1963)

Berühmte Personen

  • Carsten Niebuhr (1733-1815), Mathematiker, Kartograph und Forschungsreisender
  • Joachim Ringelnatz (1883-1934), Dichter, Kabarettist und Maler. Seit 2002 beherbergt die Stadt das Joachim Ringelnatz-Museum, das von der Joachim Ringelnatz-Stiftung geführt wird.
  • Anna Strohsahl (1885-1953), erste weibliche Stadtverordnete in Cuxhaven
  • Curt Rothenberger (1896-1959), Jurist und NS-Politiker
  • Rainer Feist (1945-2007), Admiral, stellvertretender Oberbefehlshaber des NATO – Hauptquartiers
  • Jochen Fraatz (geb. 1963), Handballspieler, Mitglied der Nationalmannschaft
  • Gunnar Sauer (geb. 1964), Fußballspieler
  • Stefanie Schneider (geb. 1968), Fotografin/Künstlerin
  • Volker Neumüller (geb. 1969), Musikmanager und ehemaliges DSDS-Jurymitglied
  • Constantin Schreiber (geb. 1979), Journalist und Autor
  • Lena Petermann (geb. 1994), Fußballerin

Quelle: Wiki

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