Skolopender/ Hundertfüßer Steckbrief – Giftigkeit, Lebensweise, Fortpflanzung, Haltung

Skolopender/ Hundertfüßer Steckbrief – Giftigkeit, Lebensweise, Fortpflanzung, Haltung

Die Skolopender sind ziemlich große (5 bis 26cm), wehrhafte Hunderfüßer, die vorwiegend nachts ihre Beute suchen. Als Nahrung dienen vorallem Insekten, die am Boden umherkriechen. Die Beute wird erst nach Berührung mit den Fühlern ergriffen und durch Bisse mit den Giftklauen gelähmt.

Giftigkeit

Skolopenderbisse können auch für Menschen recht schmerzhaft sein. Das trifft vor allem für südasiatische und amerikanische Skolopenderarten zu. Der Biss von Scolopendra morsitans aus dem Mittelmeerraum wirkt ähnlich wie ein Bienenstich und die Wirkung klingt oft erst nach 2 bis 3 Tagen wieder ab.

Lebensweise

Tagsüber leben die Skolopender versteckt an feuchten Orten, unter Holz und Steinen, denn der Verdunstungsschutz ihrer Körperdecke ist wie bei den übrigen Hunderfüßlern gering. Das gilt auch für Wüstenbewohner. Von ihrem Versteck aus legen die Skolopender meist senkrechte, verzweigte Erdgänge an, in die sie sich bei Störung blitzschnell zurückziehen können. Begegnen sich zwei Skolopender, schlagen sie oft die hinteren Körperhälften gegeneinander und umklammern sich gegenseitig. Nur ganz selten kommt es dabei zu Verletzungen von Artgenossen.

Fortpflanzung

Paarungswillige Tiere betasten das Hinterende des Partners und lösen sehr schnell die Umklammerung. Nach gleichzeitigem Betrillern des Hinterendes, das einige Minuten, aber auch Stunden anhalten kann, beginnt das Männchen mit dem an der Geschlechtsöffnung liegenden Spinngriffel einige quer verlaufende Fäden zu spinnen. Auf dieses Spermanetz setzt es dann ein Samenpaket ab. Die Spermatophore wird in den Ausführgängen der männlichen Geschlechtsorgane gebildet. Während des ganzen Vorgangs beteastet das Weibchen weiterhin das Hinterende des Männchens. Wenn das Männchen schließlich nach vorn davon kriecht, gelangt das Weibchen an die eben abgesetzte Spermatophore, streckt seine Geschlechtsöffnung vor und nimmt das Samenpaket auf.
Die Eier werden alle zusammen in einer Erdkammer abgelegt und zwar auf dem eigenen Körper, wobei das Weibchen den Hinterkörper über den Kopf krümmt. Sie bleibt stets beim Gelege, ringelt sich darum und umklammert es mit den Beinen. Bis nach der dritten Häutung werden auch die jungen Skolopender vorm Muttertier bewacht. Ohne die Pflege der Mutter, die die Eier regelmäßig mit den Mundwerkzeugen säubert und anfeuchtet, gehen die Gelege zugrunde. Sie verpilzen oder vertrocknen. Die Zeit der Brutpflege, während der das Weibchen keine Nahrung aufnimmt, dauert etwa 5 Wochen.

Haltung

Für die Haltung der Skolopender sollte darauf geachtet werden, dass das Terrarium eine Mindesthöhe von 30 cm hat. Das Terrarium sollte gut gesichert sein, da die Tiere durch kleinste Schlupflöcher entkommen können. Der Boden sollte mit Erde aus einem Laubwald versehen werden, am besten ist es, wenn dieser bis zu 10 cm hoch aufgefüllt wird. Daneben sollte für genug Rückzugsorte gesorgt werden, dazu dienen Steine oder auch Baumrinde.

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