Seenadeln Steckbrief – Aussehen, Verbreitung, Brut

Seenadeln Steckbrief – Aussehen, Verbreitung, Brut

Neben den eigentlichen See- und Schlangennadeln sind mit den bizarren Seepferdchen und den geradezu abenteuerlich gestalteten Fetzenfischen durchweg nur höchst ungewöhnliche Fischgestalten in der Familie Seenadeln vereinigt.

Aussehen

Die See- und Schlangennadeln sind innerhalb einer Familie noch am wenigsten spezialisiert. Der lange, fast nadelartig dünne Körper ist mit vielen aneinandergereihten Knochenplatten gepanzert, die im Querschnitt gewöhnlich zu einem Sechseck zusammengefügt sind. Trotzder starren Panzerung können sich die Tiere, vor allem im Schwanzbereich, recht gut krümmen.

Einige Formen benutzen ihren Schwanz sogar nach Art der Seepferdchen als Greiforgan. Die Kiefer- und Schädelknochen im maulbereich sind, wie bei allen Seenadelähnlichen, zu einem starren Röhrensaugmaul verwachsen. Die Flossen sind bis auf eine winzige Schwanzflosse, die auch gänzlich fehlen kann, und eine kleine Rückenflasse reduziert.

Die ganze Gestalt der Seenadeln ist nicht auf schnelles, wendiges Schwimmen eingerichtet, sondern dient dem regungslosen Lauern im Seegrasdickicht, in dem die Tiere vorzüglich getarnt sind.

Verbreitung

Die weitaus meisten Seenadeln leben marin in küstennahen Tang- und Seegraswiesen, wobei die Artenzahl von den Tropen zu den gemäßigten Breiten hin abnimmt. Besonders auffällig gezeichnete Formen finden wir in Korallenriffen.

Eine Art Syngnathus pelagicus, bewohnt die riesigen freischwimmenden Algenfelder der Sargasso-See. Im Gegensatz zu den Seenadeln auch Süßwasserbewohner.

Brut

Das Balzverhalten, die Paarung und die Brutpflege verlaufen im wesentlichen wie bei den Seepferdchen. Anders als diese besitzen Seenadeln jedoch keine richtigen geschlossenen Bruttaschen, sondern weisen alle Übergänge zwischen einem offenen Brutfleck bis hin zur halb geschlossenen Brufalte auf.

Ganz ähnlich wie bei den südamerikanischen Wabenkröten beginnt das Brutfaltengewebe nach Aufnahme der Eier schwammartig zu wachsen, so dass die jungen Embryonen wie von einer Plazenta mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt weren.

Vorraussetzung für das Gelingen einer Paarung ist, dass beide Partner etwa gleichlang sind. Ist der eine Partner kleiner, so fallen bei der Eiübergabe die Eier neben die Bruttasche und sind verloren. Während der Eiaufnahme vollführen die Männchen ganz absonderliche Verrenkungen. Sie verteilen die eben aufgenommenen Eier in der Brutfalte und schaffen so Platz für nachfolgende Eier. Das Männchen der Gochrüsseligen Seenadel übernimmt sogar die Eier von mehreren Weibchen, wenn es noch Platz im Brutraum hat.

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