Skalare Steckbrief – Systematik, Lebensweise, Haltung

Die Skalare oder Segelflosser aus dem Orinoco- und Amazonasstromgebiet gehören zu unseren beliebtesten und repräsentativsten Zierfischen.

Systematik

Nach der gängigen Literatur unterscheidet man meist 3 bis 4 Arten:
Den eigentlichen Skalar, den Hohen Segelflosser und den Dumeril-Skalar; 1963 kam noch P. leopoldi hinzu. Inwieweit die hier aufgeführten verschiedenen „Arten“ eine Berechtigung haben oder ob es sich nur um Varianten einer Art handelt, bedarf dringend einer Klärung. Die Art P. eimekei der älteren Literatur gilt heute bereits als mit P. scalare identisch: Der wuchtige, große „scalare“ verschmolz mit dem zierlichen „eimekei“ in Aquarienzuchten zum heutigen (sehr zierlichen) „Skkalar“. Jedenfalls ist weder eine spitze Schnauze noch eine Knickschnauze ein gültiges Artmerkmal, da sich alle diese Merkmale, oft sogar nebeneinander, bei Populationen von P. scalare finden lassen. Dasselbe gilt für alle möglichen Varietäten in der Streifung und das Verhältnis von Körperhöhe zu Flossenhöhe.
Sehr große, wissenschaftliche noch nicht erfasste Pterophyllum sollen in ausgewachsenen Bodenmulden hinter Stromschnellen und Wasserfällen gefangen werden und (wie auch die kleinen Skalare) beliebte Speisefische sein. In unseren Aquarien wird ebenfalls ausschließlich P. scalare und seine Zuchtformen gepflegt.

Lebensweise

Der Lebensraum der stellenweise sehr häufigen Skalare sind stehende Gewässer oder ruhige Wasserläufe mit dichter Uferbepflanzung, die den Tieren reichlich Deckung bietet. Nach Ladiges leben sie in Guayana auch in klippenreichen Flüssen.
Skalare sind Offenbrüter, die ihre Eier aber nicht in Bodengruben oder auf Steinen ablaichen, sondern an Wasserpflanzen anheften. Bei ihnen kommt es oft zur Paarbildung; ein solches Päarchen kann auf Lebenszeit, etwa 15 Jahre zusammenbleiben. Beide Elterntiere bewachen aufopfernd ihre Brut, die mitunter 1000 Jungfische zählt.

Arabischer Skalar

Haltung

Skalare sind im Gegensatz zu vielen anderen Buntbarschen sehr friedlich und daher ausgezeichnet für das Gesellschaftsaquarium geeignet. Nur während der Laichzeit kann es zu Ruppigkeiten kommen. Sie fühlen sich am wohlsten in hohen, geräumigen Aquarien mit hoch aufstrebender Bepflanzung. Die Fütterung erfolgt mit allem gängigen Lebend- und Trockenfutter. Skalare sind sehr anspruchslose Kostgänger und ausgesprochen langlebig. Sie brauchen im Aquarium ruhige Unterstände zwischen schmalblättrigen Pflanzen. Man sollte sich hüten, sie mit Fischen zu vergesellschaften, die dauernd an ihren Flossen zupfen (zum Beispiel Sumatrabarben, Blutsalmler), dann werden Skalare ausgesprochen scheu und schreckhaft.

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Victoria McCallister

Verfasst von

Victoria McCallister

Victoria ist seit 2019 Mitglied des ScreenHaus Autorenteams und besonders interessiert in den Themen Reisen und Gesundheit. Vicky hat den Großteil der Welt besucht und lässt uns immer wieder daran teilhaben.

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