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Anemonenfisch oder Clownfisch Steckbrief – Arten, Symbiose

Anemonenfisch oder Clownfisch Steckbrief – Arten, Symbiose

Wohl jedem sind die bunten Anemonenfische oder Clownfische der Gattung Amphiprion bekannt. Diese bis zu 12 cm langen Korallenbarsche gehen mit Aktinien (Seeanemonen) eine höchst erstaunliche Lebensgemeinschaft ein. Viele Arten werden regelmäßig in Schauaquarien gepflegt.

Symbiose

Während andere Fische von den Seeanemonen stark genesselt oder sogar gefressen werden, bleiben die Anemonenfische völlig unbehelligt. Im Gegenteil, sie benutzen die Aktinie als Wohnung und schlafen sogar in ihr. Die Eier der Fische werden ebenfalls am Fuß des Seeanemone oder doch ganz dicht in der Nähe abgelegt.
Der Sinn dieser Wohngemeinschaft scheint einleuchtend. Die Anemonenfische genießen den Schutz der nesselnden Fangarme und sind so vor Raubfischen sicher, während auf der anderen Seite die Seeanemone Nahrungsreste ihrer Untermieter vertilgen. Dennoch ist das Verhältnis Anemonenfisch-Blumentier nicht ganz geklärt. Einige Amphiprion-Arten kommen nur in ganz bestimmten Aktinien vor, andere, wie Amphiprion percula, sind nicht so wählerisch.

Warum bleiben die Clownfische vom Nesselgift verschont?

Die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass die Anemonenfische einen Stoff ausscheiden, der das Ausschleudern dr Nesselkapseln verhindert. Dafür spricht auch der Umstand, das nach längerer Isolierung von der Anemone der Fisch zunächst genesselt wird, einige Zeit später aber nicht mehr. Der Schutzstoff muss erst neu gebildet werden.

Arten

Die meisten Anemonenfische sehen sich auf den ersten Blick mit ihren weißen Querbinden auf orangerotem Grund recht ähnlich. Häufig werden Amphiprion percula bis 8 cm und Amphiprion bicintus bis 14 cm groß.
Sehr hübsch ist auch der Glühkohlenfisch, der mit seinem dunklen Fleck auf der Seite tatsächlich an eine glühende Kohle mit einer erkalteten Stelle erinnert. Nicht zu verwechseln mit anderen Arten ist Amphiprion akallopisus, bis 7 cm, der nicht quergestreift ist, sondern einen einzigen langen Längsstreifen am Rücken zeigt. Nahe verwandt ist der Samtkorallenfisch, der sich von Amphiprion durch den Besitz von zwei Stacheln unter den Augen unterscheidet. Aus Beobachtungen in Aquarien weiß man heute, dass auch viele andere Fische, wie zum Beispiel Lippfische oder Barsche, zu einer Gewöhnung an Seeanemonen, ja zu einer ähnlichen Symbiose wie die Gattung der Clownfische fähig sind, sodass die Bezeichnung „Anemonenfische“ wahrscheinlich zu eng gefasst ist.

Victoria McCallister

Geschrieben von Victoria McCallister

Victoria ist seit 2019 Mitglied des ScreenHaus Autorenteams und besonders interessiert in den Themen Reisen und Gesundheit. Vicky hat den Großteil der Welt besucht und lässt uns immer wieder daran teilhaben.

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