Die großen Einzelpolypen der Seerosen fallen meist durch eine kräftige Färbung auf. Gelbe, rote, grüne, blaue und mehrfarbige Formen kommen vor, wobei nur die Fäbrung oft innerhalb einer Art variiert.

Lebensweise

Die meisten Seerosen sitzen auf festem Untergrund, nur wenige Arten mit zugespitztem Hinterende bohren sich in Sand und Schlick ein. Bei Beunruhigung werden die Tentakeln eingezogen, und durch Zusammenziehen der längsverlaufenden Muskelfasern im Magenepithel der Septen schrumpfen die Polypen unter Wasserausstoß zu unscheinbaren Klümpchen zusammen. Manche Arten können sich mit einer Fußscheibe oder auch mit den Tentakeln langsam fortbewegen.

Nahrung

Zwar sind alle Seerosen Fleischfresser, doch neben Schlingern, die sich größere Beutetiere im ganzen einverleiben gibt es auch Partikelfresser, die sehr kleine Meeresorganismen über einen Wimperstrom auf Tentakeln und Mundrohr in den Magen befördern.

Vergesellschaftung

Manche Seerosen leben eng mit anderen Tieren zusammen:
Der Wohnsitz auf der Schneckenschale eines Einsiedlerkrebses bietete den Seerosen Calliactis und Adamsia mühelose Ortsveränderungen mit besserem Nahrungsangebot, dem Einsiedlerkrebs aber Schutz vor Feinden.

In anderen Fällen leben Anemonenfische wie Premnas und Amphiprion zwischen den Tentakeln großer Seerosen. Sie ventilieren das Wasser zwischen den Tentakeln. Vor den gefährlichen Nesseln ihrer Beschützer bleiben sie durch die chemische Beschaffenheit ihrer Haut bewahrt, jedoch müssen sich beide Tiere erst in einer kurzen Frist an das Zusammenleben gewöhnen.

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Verfasst von

Leonie Auerbach

Leonie ist seit 2017 Mitglied des ScreenHaus Magazin Autorenteams und ist ein absoluter Tier- und Reisefreund. Wann immer ihr ein interessantes Tier oder Reiseziel über den Weg läuft, erfahrt ihr es in ihren Steckbriefen zuerst!