Balz – Balzrituale, Balzverhalten

Balz – Balzrituale, Balzverhalten

Was man unter Balz verstehen, d.h. wie weit man den Begriff fassen soll, herrscht keine Einigkeit:

Balz ist das Paarungsvorspiel zum Zweck der Paarbindung und Paarbildung. Die Balz ist somit eine Kontaktsuche der Geschlechter zum Zwecke der Fortpflazung einschließlich der Begattung.

Über das Balzverhalten konnten durch Untersuchungen an vielen Tiergruppen vielfältige Erkenntnisse zusammen getragen werden, auf die in diesem Rahmen nur im Zusammenhang mit der Beschreibung der einzelnen Arten eingegangen werden kann.
Entgegen älteren Darstellungen gilt der Begriff Balz für bestimmte Verhaltensweisen im ganzen Tierreich und nicht aussschließlich für die Klasse der Vögel, wo ja das Balzverhalten gerade durch die meist auffälligen Bewegungen besonders ins Auge fällt.

Der Pfau zeigt während der Balz sein schönes Federkleid

Der Mensch ahmt sogar verschiedene Balzformen der Vögel nach. So gehen bestimmte Rituale der nordamerikanischen Indianer auf den Tanz „Tanz der Präriehühner“ zurück, der „Tanz der Kraniche“ wurde von den Eskimos übernommen. Ähnliches gilt sogar für bestimmte Volkstänze in zivilisierten Ländern, wo durch Begegnungen und die farbenprächtige Bekleidung der Tänzer Verhaltensweisen aus dem Tierreich nachgeahmt werden. Der ursprüngliche Sinn ist häufig in der menschlichen Ausdrucksform erhalten geblieben. Selbst die modernen „Gesellschaftstänze“ sind in diesem Zusammenhang zu sehen.

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Treten Balzhandlungen auf, so sind sie als Auslöser für eine Paarbildung mit dem Ziel der Fortpflanzung zu werten. Sie sind artspezifisch, d.h. innerhalb einer Art genau festgelegt, damit jeder Partner seinen Artgenossen leicht erkennt, haben dadurch aber gleichzeitig bezüglich der stammesgeschichtlichen Entwicklung eine artisolierende Wirkung. Stellt nämlich einer der Partner während der Balz das Fehlen oder den unvollständigen Vortrag bestimmter sexueller Auslöser fest, wird die Balz vorzeitig beendet, obwohl der Paarungstrieb bei beiden Individuen vorhanden ist. So wird die Balz auch als psychologische Schranke oder als nur von Artgenossen verstandene Sprache aufgefasst.

Für die Paarbildung können Balzhandlungen unterschieden werden, die entweder nur von einem Partner ausgehen oder von beiden Partnern in gleicher Weise bzw. unterschielich ausgeübt werden. Sie dienen dem Erkennen der Partner untereinander und besonders bei Arten, deren Männchen und Weibchen sich im Aussehen nicht unterscheiden, dem Erkennen des Geschlechtes.

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Häufig ist nicht eine einzige Balzhandlung, sondern eine ganze Serie von Auslösesituationen festgelegt, bis die Paarbildung bzw. die Kopulation vollzogen wird. In vielen Fällen kann auch Aggressionsverhalten umgelenkt werden. Eine wesentliche Rolle spielt durch die Balz auslösende Synchronisation der Tätigkeit der Geschlechtsorgane, ebenso muss die Kopulationsbereitschaft des Partners geweckt werden.

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