Zweiflügler Steckbrief – Merkmale, Entwicklung

Zweiflügler Steckbrief – Merkmale, Entwicklung

Mit etwa 85000 bekannten Arten bilden die Zweiflügler, also jene Insektenordnung, in der die allbekannten Gestalten der Mücken und Fliegen zusammengefasst sind, eine der sehr großen, aber keineswegs die größte Insektenordnung, wie es manchmal den Anschein hat. Dieser eindruck wird durch den oft ungeheuren Individuenreichtum bewirkt, mit dem einzelnen Arten auftreten können- es sei hier nur an Mückenschwärme oder das Gewimmel von Fliegen auf Aas erinnert.

Merkmale

Allen Zweiflüglern ist gemeinsam, dass ihre Hinterflügel zu Schwingkölbchen reduziert sind. Die Vorderflügel weisen nur eine geringe Zahl von Adern und geschlossenen Zellen auf, ein Merkmal für eine recht abgeleitete und moderne Insektengruppe. Ferner sind die Mundwerkzeuge zu Tupf- und Leck- oder Stechrüsseln umgebildet. Mit diesen Mundwerkzeugen haben sich wohl das breiteste Nahrungssprektrum erschlossen, das man unter Insekten findet. Von Fäulnisstoffen und Kadavern über Pflanzenstoffe aller Art bis hin zum Blut lebender Tiere fehlt keine Substanz. Es leuchtet ein, dass die Gruppe damit die unterschiedlichsten Schädigungsmöglichkeiten für den Menschen birgt, und vom einfachen Nahrungskonkurrenten bis zum Parasiten und Überträger gefährlicher Krankheitserreger findet man auch nahezu jede denkbare Schadform.

Entwicklung

Wie die Imagines sind auch die Larven in den unterschiedlichsten Lebensräumen zu finden, und es gibt keine andere Insektengruppe, die ein ähnlich reiches Nahrungssprektrum erschlossen hat. Die Larven der Zweiflügler sind immer beinlos und ihre typische, allgemein bekannte Gestalt ist die einer kopf- und fußlosen Made, die in sich zersetzenden Substanz lebt. Doch gibt es auch eine ebenfalls recht bekannte Larvengestalt, bei der ein deutlich abgesetzter Kopf vorhanden ist. Es sind dies die vorwiegend im Wasser lebenden Mückenlarven.
Die Verpuppung erfolgt je nach Gruppe nach dem 3. bis 5. Larvenstadium frei oder aber in der letzten Larvenhaut, die zu einem festen, schützenden Tönnchen wird. Die Entwicklungsdauer ist ganz unterschiedlich- von einem Jahr bis zu wenigen Tagen ist jede Möglichkeit vertreten. Die rasche Generationenfolge hat zum Beispiel die Essigfliegen zum Kardinalobjekt der klassischen Vererbungsforschung gemacht.

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