Muränen Steckbrief – Aussehen, Lebensweise, Arten

Muränen Steckbrief – Aussehen, Lebensweise, Arten

Für viele Menschen verbindet sich mit dem Wort Muränen die Vorstellung von angriffslustigen, höchst gefährlichen und giftigen Meereslebewesen. Tatsächlich greifen einige Arten leicht an, und es stimmt auch, dass Muränen giftig sind. An wirklich gefährlichen Arten, deren Giftbiss tödlich sein kann, gibt es unter den 100 bekannten aber nur 5 Vertreter, zu denen allerdings auch die Mittelmeermuräne gehört.

Aussehen

Die schlangenähnliche Gestalt verrät deutlich, dass wir es hier mit aalartigen Fischen zu tun haben. Der schuppenlose Körper ist bei den meisten Arten sehr muskulös. Am großen Kopf fallen die kräftige Kiefermuskulatur, die andeutet, dass Muränen sehr fest zubeißen können, und die stechend wirkenden Augen auf.

Viele Arten sind auffällig gefärbt, mit bunter Flecken- oder Bänderzeichnung, andere sind einfarbig grün oder braun. Muränen besitzen einspitzige, oft etwas hakenförmig gebogene Zähne. Die Giftdrüsen sitzen in der Mundschleimhaut.

Lebensweise

Muränen sind ganz an das Leben in Höhlen und Spalten angepasst, sie sind typische Bewohner von Felsklippen und Korallenriffen warmer Meere. Ihr schlangenähnlicher Körper erlaubt ihnen, das Eindringen in kleinste Spalten, sodass sie überall leicht Unterschlupf finden. Oft besiedeln sie Unterwasserfelsen in großer Zahl, der vorbeischwimmende Taucher bemerkt sie dennoch nicht.

Tagsüber versteckt, gehen Muränen nachts auf Beutefang. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Fischen und Weichtieren. Wenige Arten, deren Gebiss in entsprechender Weise eingerichtet ist, leben von Muscheln, deren Schalen sie zerbeißen können.

Arten

Bei einigen Vertretern sind die Nasenöffnungen verlängert oder tragen eigenartige blattförmige Anhänge, so z. B. bei der aus der Südsee bekannten Drachenmuräne oder den Blattnasenmuränen aus dem Pazifik und dem Indischen Ozean.

Muscheln und Krustentiere fressende Arten finden sich in der Gattung Echidna, in der die ansehnlichsten Muränen zu finden sind. Aquarienbesuchern ist die hübsch braun-weiß geringelte Zebramuräne ein Begriff.

Die größte Art ist der Pampan oder Pompa, der 3 m lang werden kann. Diese Muräne ist an den Küsten des Pazifiks und des Indischen Ozeans beheimatet; es kommt vor, dass die Flüsse aufwärts schwimmt.

Die vielleicht bekannteste Muräne ist die Mittelmeermuräne, die schon zu Römerzeiten als Delikatesse galt. Bei ihrem Fang ist größte Vorsicht geboten, sie gehört zu den giftigsten Arten. Ihr Blut ist, wie das von allen Aalen und Muränen, ebenfalls giftig.

Durch Erhitzen über 75°C wird das Gift aber unwirksam geamcht. Die Römer mästeten die Muränen in eigens dafür angelegten Becken und fütterten die Tiere sogar mit Sklavenfleisch, weil dies ihrer Meinung anch den Wohlgeschmack des Muränenfleisches noch steigerte.

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