Pudu Steckbrief – Südpudu, Nordpudu, Lebensraum

Pudu Steckbrief – Südpudu, Nordpudu, Lebensraum

Von diesen kleinsten Mitgliedern der Hirschfamilie gibt es zwei Arten:

1. Der Südpudu: Seine Widerristhöhe beträgt nur 34 cm, sein Gewicht nur um die 8 kg. Der kleine Hirsch hat ein rauhes, dichtes, braunschwarzes Fell und kurze Geweihspieße. Der Schwanz ist klein, die Voraugendrüse groß.

2. Der Nordpudu: Er ist mit 35 cm Widerristhöhe und einem Gewicht von 8 bis 10 kg etwas mächtiger als der Südpudu. Die Geweihspieße sind ebenfalls kurz, die Ohren klein und rund. Die Fellfarbe ist am Rumpf rotbraun, der Hals ist gelbbraun, der Kopf schwärzlich, die Voraugendrüse ist klein.

Lebensraum

Der Nordpudu bewohnt die kalten Hochsteppen, die Paramos von Ekuador und die Punas von Peru, in 3000 bis 4000 m Höhe. Südpudus leben an den Andenhängen Argentiniens und Chiles bis zur Meeresküste. Sie leben in Wäldern und treten zur Nahrungssuche auf offenes Gelände heraus.

Lebensweise

Über den Nordpudu ist nur wenig bekannt. Der Südpudu lebt in Familienverbänden oder in kleinen Trupps. Seine Wechsel erinnern an Tunnel in der dichten Vegetation. Südpudus sind besonders in den Morgen- und Abendstunden aktiv. Auf der Flucht versuchen sie sich zu drücken. Wenn sie von Hunden verfolgt werden, schlagen sie Haken. Pumas, Andenkatzen und große Eulen sind ihre tierischen Feinde.

Fortpflanzung

Nach Beobachtungen an gefangenen Pudus vertreiben die Männchen ihre Nebenbuhler aus dem von ihnen besetzten Revier. Nach 210 Tagen Ttragzeit setzt das Weibchen ein geflecktes Junges. Im Alter von 3 Monaten schiebt ein Hirschkalb die ersten Knopfspieße. Mit einem Jahr sind Pudus geschlechtsreif.

Nahrung

Pudus sind wählerisch. Südpudus fressen Laub von Südbuchen, Fuchsien, Berberitzen und anderen Gehölzen. Außerdem schälen sie Rinde. Kräuter, Früchte und Samen werden ebenfalls aufgenommen.

Naturschutz und Gefangenschaft

Durch starke Bejagung und die Rodung von Wäldern ist der Südpudu in seinem Bestand stark zurückgegangen.
Südpudus werden nur in wenigen Tiergärten gehalten. In den Zoologischen Gärten von Berlin, Wuppertal und Köln ist die Zucht wiederholt gelungen.

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