Japaner in Düsseldorf – Steckbrief & Bilder

Japaner in Düsseldorf – Steckbrief & Bilder

Es gibt eine japanische Gemeinde in Düsseldorf, Deutschland.

Im Jahr 2008 gab das Japanische Generalkonsulat Düsseldorf an, dass etwa 11.000 Japaner, darunter sowohl ständige und vorübergehende Einwohner als auch in Deutschland geborene Bürger japanischer Abstammung, in Düsseldorf leben.

Seit den 1950er Jahren hat Düsseldorf über 500 japanische Unternehmen beherbergt.

1985 stellte der Geschäftsführer der japanischen Industrie- und Handelskammer in Düsseldorf, Akira Arikawa, fest, dass Düsseldorf von allen Städten der Welt außerhalb Japans die höchste Konzentration japanischer Einwohner hat.

Geschichte

Im Jahr 1950 war in Düsseldorf ein Japaner als Einwohner registriert. Ab Mitte der 1950er Jahre siedelten sich die in der Nachkriegszeit nach Deutschland zurückkehrenden japanischen Unternehmen vor allem in Düsseldorf an, während sich die japanische Bevölkerung in der Vorkriegszeit in Hamburg konzentrierte.

Arikawa erklärte, dass die japanische Ansiedlung begann, als zehn Geschäftsleute aus Tokio, die Metallerze und Maschinen für Japan kaufen wollten, ihre Geschäfte in Düsseldorf gründeten.

Durch diese Ansiedlung zirkulierten Informationen über das Ruhrgebiet innerhalb der japanischen Firmen. Bis 1960 waren 300 Japaner in der Stadt registriert.

1966 wurde die Japanische Handelskammer gegründet. Aufgrund der zentralen Lage Düsseldorfs innerhalb Europas und der Nähe zu anderen Gebieten in Europa, der Lage im Ruhrgebiet und der Nähe zum Seehafen Duisburg, bevorzugten japanische Unternehmen in den 1970er Jahren Düsseldorf bei der Ansiedlung von europäischen Unternehmen.

Bereits 1973 waren 2.000 Japaner in Düsseldorf gemeldet, 200 japanische Unternehmen waren hier ansässig.

Bis 1980 stieg die Zahl der japanischen Unternehmen auf 300 an. Ab 1985 gab es 6.000 japanische Einwohner. Im Jahr 1990 gab es 30 japanische Produktionsstätten in der Stadt. Durch die Wiedervereinigung Deutschlands, die Berlin zur Hauptstadt machte, den Niedergang der japanischen Wirtschaft und den europäischen Binnenmarkt, der japanische Firmen dazu veranlasste, an Orte mit niedrigeren Kosten zu ziehen, gab es seit 1992 einen Rückgang der japanischen Gemeinde.

Viele der japanischen Unternehmen waren in die Niederlande abgewandert. Ende der 1990er Jahre waren im Raum Düsseldorf 520 japanische Unternehmen ansässig. Im Jahr 1999 lebten etwa 4.500 Japaner in und um Düsseldorf.

Ende der 1990er Jahre gab es in Düsseldorf, wie auch in ganz Deutschland, fast keine japanischen Produktionsstätten mehr. Aufgrund der Infrastruktur und der Unterstützung durch die japanische Gemeinde, einschließlich der japanischen Schule und des buddhistischen Zentrums, begannen viele Unternehmen, die Anfang der 1990er Jahre aus Düsseldorf weggezogen waren, insbesondere diejenigen, die nach Berlin gezogen waren, Ende der 1990er Jahre wieder nach Düsseldorf zurückzukehren.

2001 schrieben Harold Kerbo und Patrick Ziltener, Autoren des Artikels „Japanese Business in Germany“, dass „Düsseldorf das Zentrum für japanische Geschäftsaktivitäten in Deutschland bleibt.“

Geographie

Ab 1985 hatte die Immermannstraße eine Konzentration von japanischen Unternehmen. Mark Heinrich von der Associated Press (AP) stellte 1985 fest, dass das Hotel Nikko Düsseldorf an der Immermannstraße das Zentrum der japanischen Gemeinde war.

Japan Airlines hatte das Hotel 1978 eröffnet. Die Japanische Internationale Schule in Düsseldorf befindet sich in Niederkassel, zuvor hatte sie einen Campus in Oberkassel.

Medien

Im Jahr 1977 wurde eine japanische Wochenzeitung gegründet. Der Düsseldorfer Tsunejiro Takagi war der Herausgeber von „Life in Europe“, der ersten japanischsprachigen Zeitung Europas, die 1985 eine Auflage von 6.000 Exemplaren hatte. Die Berichterstattung umfasste Entwicklungen in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), Verbrauchernachrichten, eine Kolumne über japanische Firmenvertreter, japanische Sportarten und Reisenachrichten.

Wirtschaft

Im Jahr 1985 waren 300 japanische multinationale Unternehmen im Raum Düsseldorf tätig und hatten über 600 Millionen US-Dollar in diesem Gebiet investiert.

Zu den multinationalen Unternehmen gehörten in diesem Jahr unter anderem Mitsubishi und Nippon Steel.2010 waren etwa 421 japanische Unternehmen im Raum Düsseldorf tätig.

Eine Auswahl einiger japanischer Unternehmen in Düsseldorf:

  • Sumitomo Deutschland GmbH (Industrie),
  • Asahi Kasei Europe GmbH (Chemie),
  • Hitachi Europe GmbH (Elektronik),
  • Sompo International (Versicherung),
  • Daikin (Chemie), Komatsu Deutschland GmbH (Industrie),
  • Tokio Marine Europe S.A., Düsseldorf (Versicherung).

Düsseldorf ist der wichtigste Standort für japanische Finanzinstitute. Drei der größten japanischen Kreditinstitute haben ihren deutschen Hauptsitz am Finanzplatz Düsseldorf:

  • MUFG Bank (Europe) N.V. Niederlassung Deutschland,
  • Sumitomo Mitsui Banking Corporation, Niederlassung Düsseldorf,
  • SMBC EU AG, Niederlassung Düsseldorf und
  • Mizuho Bank Ltd. Niederlassung Düsseldorf.

Darüber hinaus ist die Chartered Investment Germany (CIG) eine deutsche Tochtergesellschaft der japanischen Wertpapierhandelsbank PWM Japan Securities.

Quelle: Wiki

Hast du gefunden, wonach du gesucht hast?

Wir geben uns die größte Mühe, mit unseren Artikeln tolle Inhalte zu erstellen und viele Fragen zu beantworten. Für alle Fälle, in denen das nicht klappt, haben wir darüber hinaus eine eigene Suchmaschine entwickelt, die dir weitere Artikel von screenhaus sowie anderen vertrauenswürdigen Seiten vorschlägt, um dir bei der Suche nach Antworten zu helfen.