Bayerischer Wald Steckbrief & Bilder

Bayerischer Wald Steckbrief & Bilder

Der Bayerische Wald ist ein bewaldetes Mittelgebirge in Bayern, Deutschland.

Er hat eine Länge von etwa 100 Kilometern. Er verläuft entlang der tschechischen Grenze und wird auf tschechischer Seite durch den Böhmerwald fortgesetzt.

Der größte Teil des Bayerischen Waldes liegt im Bundesland Niederbayern, der nördliche Teil in der Oberpfalz. Im Süden erreicht er die Grenze zu Oberösterreich.

Geologisch und geomorphologisch ist der Bayerische Wald ein Teil des Böhmerwaldes – der höchsten der stumpfen Hochflächen des Böhmischen Massivs.

Das Gebiet entlang der tschechischen Grenze ist als Nationalpark Bayerischer Wald (240 km2) ausgewiesen, der 1970 als erster Nationalpark in Deutschland eingerichtet wurde. Weitere 3.008 km2 sind als Naturpark Bayerischer Wald (seit 1967) und weitere 1.738 km2 als Naturpark Oberer Bayerischer Wald (seit 1965) ausgewiesen.

Der Bayerische Wald ist ein Überbleibsel des Herkynischen Waldes, der sich in römischer Zeit über das südliche Germanien erstreckte. Er ist das größte Waldschutzgebiet Mitteleuropas, der höchste Berg der Region ist der Große Arber (1.456 m).

Der Hauptfluss ist der Regen, der aus dem Zusammenfluss von Weißem und Schwarzem Regen entsteht und aus dem Gebirge in Richtung der Stadt Regensburg fließt.

Übersicht

Zusammen mit dem angrenzenden Oberpfälzer Wald auf der anderen Seite der Cham-Furth-Senke und dem Neuburger Wald südlich von Passau bildet der Bayerische Wald das größte zusammenhängende Waldgebiet Bayerns und zusammen mit dem Böhmerwald und dem Sauwald (seine südöstliche Fortsetzung in Richtung Oberösterreich) einen der größten zusammenhängenden Wälder Europas.

Der Bayerische Wald wird hauptsächlich durch die Flüsse Regen und Ilz in die Donau entwässert, ein kleines Einzugsgebiet bei Tschechien entwässert über die Moldau in die Elbe.

Die höchsten Berge des Bayerischen Waldes sind der Große Arber mit 1.456 m und der Große Rachel (1.453 m). Im östlichen Teil des Gebirges wurde 1970 der erste Nationalpark Deutschlands, der Nationalpark Bayerischer Wald, eingerichtet. Er wurde 1997 erweitert und ist zusammen mit dem Nationalpark Böhmerwald (Sumava-Nationalpark) in Tschechien eines der größten Schutzgebiete in Europa.

In älteren kartographischen und lexikalischen Werken bezieht sich der Begriff „Bayerischer Wald“ nur auf die Gebirgsregion der Donauhügel, auch Vorderer Bayerischer Wald oder Vorderer Wald genannt, zwischen Donau und Regen, die im Einödriegel ihre höchste Erhebung hat. Der „Hohe Wald“ oder Hintere Bayerische Wald zwischen Regen und der böhmischen Grenze mit den Bergen des Arber, Rachel und Lusen gehörte früher zum Böhmerwald.

Der Sprachgebrauch der deutsch-bayerischen Behörden, der Einfluss des Tourismus und die frühere Präsenz des Eisernen Vorhangs trugen dazu bei, dass der Begriff „Bayerischer Wald“ zunehmend auf die gesamte Mittelgebirgsregion auf der deutschen Seite der Grenze zwischen Bayern und Böhmen ausgedehnt wurde. Durch die politische Entwicklung nach 1989, zuletzt durch den Beitritt der Tschechischen Republik zum Schengen-Raum, ist jedoch ein Trend erkennbar, das Mittelgebirge an der deutsch-tschechischen Grenze als Einheit zu sehen, vor allem in touristischer Hinsicht.

Der Tourismus ist wichtig für den Bayerischen Wald. Wanderer, die Forstwirtschaft und mehrere Skigebiete teilen sich den Naturraum. Darüber hinaus ist der Bayerische Wald bekannt für die Glasbläserei im Raum Zwiesel und ist auch im Bereich der Geowissenschaften durch die Grundstation Wettzell bei Bad Kötzting bekannt.

Geomorphologie

Der Kern des Bayerischen Waldes (im weiteren Sinne) gliedert sich in den Hinteren oder Hohen Bayerischen Wald im Zentrum des Böhmerwaldes, das Regental und den Vorderen Bayerischen Wald. Hinzu kommen die Ausläufer der beiden Hauptkämme im Südosten und die des Vorderen Bayerischen Waldes im Nordwesten.

Die kammartigen Bergrücken verlaufen fast alle von Nordwest nach Südost; ansonsten sind die wichtigsten lokalen Landschaften in der Regel durch ihren natürlichen regionalen und geomorphologischen Charakter geprägt:

Hoher Bayerischer Wald und Regental

Das Zentrum des Böhmerwaldes liegt zwischen Zwiesel im Westen und Vimperk im Osten. Er ist ein Flachrelief, das sich fast überall auf über 1.000 m erhebt. Nordwestlich, zum Großen Falkenstein (1.315 m) hin, steigt die Reliefenergie an; auf der anderen Seite des Großen Regentals setzt sich diese Linie kamm- oder sogar kammartig in das Kunische Gebirge mit dem Seewand/Zwercheck fort. (bis 1.343 m) und Osser (bis 1.293 m), die direkt an der deutsch-tschechischen Grenze liegen. Der tiefer gelegene Fahrenberg (893 m) führt schließlich zum Hohen Bogen (bis 1.079 m), der in die Cham-Furth-Senke abfällt.

Die höchsten Gipfel des Mittelgebirges befinden sich jedoch auf einem zweiten Höhenzug, der südwestlich des Hauptkammes liegt und ebenfalls von Nordwest nach Südost verläuft. Der Arber (bis 1.456 m) ist im Norden durch einen Bergrücken mit der Seewand verbunden; im Nordwesten überquert die Kammlinie das Schwarzeck (1.236 m) und verläuft bis zum Kaitersberg (1.133 m); das obere Tal des Weißen Regens, der sogenannte Lamer Winkel, trennt diesen Kamm von dem des Kunischgebirges.

Südöstlich des Arbers wird dieser Kamm zunächst durch das Zwieseler Becken unterbrochen, in dem die Stadt Zwiesel liegt, setzt sich aber auf der anderen Seite des Beckens mit dem Rachel (bis 1.453 m), dem Lusen (1.373 m) und dem Dreisesselberg (1.333 m), den anderen höchsten Bergen des Bayerischen Waldes und auch des gesamten Böhmerwaldes, fort. Der Kamm setzt sich über die Grenzen Bayerns hinaus entlang der Grenze zu Tschechien und Österreich fort und überquert die Berge des Plöckensteins (1.379 m) und des Hochfichts (1.338 m).
Das Zeller Tal (Zellertal), das sich von Bad Kötzting über Bodenmais und nordöstlich von Langdorf bis zur Bettmannsäge erstreckt und relieftechnisch bis Spiegelau fortsetzt, trennt eine dritte, etwas niedrigere Kammlinie, die den Hohen Bayerischen Wald im Südwesten begrenzt. Unmittelbar südwestlich dieses Tales verläuft die Kammlinie vom Wurzer Spitz (817 m) über den Weigelsberg (898 m) und den Wolfgangriedel (876 m) zum Kronberg (984 m) und hinter dem Tal des Schwarzen Regens über den Eschenberg (1.043 m) zum Kreuzberg (788 m) bei Oberkreuzberg.

Südwestlich dieses dritten Kammes grenzt das Hügelland der Regeniederung an. Viele der bedeutendsten Siedlungen des inneren Bayerischen Waldes wie Viechtach, Teisnach, Regen, Rinchnach und Kirchdorf im Wald liegen hier am Lauf des Schwarzen Regens. Etwa in der Mitte der Senke verläuft die als Pfahl bezeichnete Quarzader, die der hercynischen Hauptrichtung folgt.

Quelle: Wiki

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