Riga ist die Hauptstadt Lettlands und beherbergt 627.487 Einwohner (2020), das ist ein Drittel der lettischen Bevölkerung. Riga ist deutlich größer als andere Städte Lettlands und damit die Primatstadt des Landes. Sie ist auch die größte Stadt in den drei baltischen Staaten und beherbergt ein Zehntel der Gesamtbevölkerung der drei baltischen Staaten. Die Stadt liegt am Golf von Riga an der Mündung des Flusses Daugava, wo dieser in die Ostsee mündet. Das Territorium von Riga umfasst 307,17 km2 und liegt 1-10 m über dem Meeresspiegel auf einer flachen und sandigen Ebene. 1201 wurde Riga gegründet und ist ehemaliges Mitglied der Hanse. Das historische Zentrum von Riga gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist bekannt für seine Jugendstil-/Jugendstilarchitektur und die Holzarchitektur des 19. Zusammen mit Umeå in Schweden war Riga 2014 Kulturhauptstadt Europas. Riga war Gastgeber des NATO-Gipfels 2006, des Eurovision Song Contest 2003, der IIHF-Eishockey-Weltmeisterschaft der Männer 2006 und der Curling-Weltmeisterschaft der Frauen 2013.

In Riga befindet sich das Büro der Europäischen Union der Europäischen Regulierungsbehörden für elektronische Kommunikation (GEREK). Im Jahr 2017 wurde sie zur Europäischen Region der Gastronomie ernannt.
Im Jahr 2016 empfing Riga über 1,4 Millionen Besucher. Die Stadt wird vom Riga International Airport, dem größten und verkehrsreichsten Flughafen in den baltischen Staaten, angeflogen. Riga ist Mitglied von Eurocities, der Union der baltischen Städte (UBC) und der Union der Hauptstädte der Europäischen Union (UCEU).

Etymologie

Es gibt zahlreiche und spekulative Theorien über den Ursprung des Namens Riga:

Es handelt sich um eine korrumpierte Anleihe aus der livländischen Ringa-Bedeutungsschleife, die sich auf den antiken natürlichen Hafen bezieht, der durch die Zuflussschleife der Daugava gebildet wird.
Er könnte von Riege abgeleitet sein, dem deutschen Namen für den Fluss Rīdzene, einem Nebenfluss der Daugava.
Bischof Albert beanspruchte aus seinem Feldzug zur Eroberung und Bekehrung der örtlichen Bevölkerung den Kredit, der aus dem Lateinischen rigata („bewässert“) stammt, was eine „Bewässerung trockener heidnischer Seelen durch das Christentum“ symbolisiert. Am zuverlässigsten dokumentiert ist jedoch die Bestätigung des deutschen Historikers Dionysius Fabricius (1610), dass der Name Riga von seiner bereits etablierten Rolle im Handel herrührt. Der Name Riga ergibt sich aus der großen Menge an Gebäuden oder Kornspeichern, die entlang der Ufer der Duna zu finden waren und die die Livs in ihrer eigenen Sprache Rias zu nennen pflegen, das „j“ im Lettischen rīja (REE-eh) verhärtete sich im Deutschen zu einem „g“. Der englische Geograph Richard Hakluyt (1589) bestätigt diese Darstellung und nennt Riga Rie, wie es im Lettischen ausgesprochen wird.

Geschichte

Gründung

Der Fluss Daugava ist seit der Antike eine Handelsroute, die Teil der Schifffahrtsroute der Wikinger von Dvina-Dnieper nach Byzanz ist. Ein geschützter Naturhafen 15 km flussaufwärts von der Mündung der Daugava – dem Ort des heutigen Riga – wurde als Duna Urbs bereits im 2. Sie wurde von den Livs, einem alten finnischen Stamm, besiedelt.

Riga begann sich im frühen Mittelalter als Handelszentrum der Wikinger zu entwickeln.
Die livländische Heinrichs-Chronik bezeugt, dass Riga im 12. Jahrhundert schon lange ein Handelszentrum war, bezeichnet es als portus antiquus (alter Hafen) und beschreibt Wohnhäuser und Lagerhäuser, in denen vor allem Flachs und Felle gelagert wurden. Deutsche Händler begannen Riga zu besuchen und errichteten 1158 einen nahegelegenen Außenposten.
Zusammen mit deutschen Händlern kam der Mönch Meinhard von Segeberg, um die livländischen Heiden zum Christentum zu bekehren.

Das katholische und orthodoxe Christentum war bereits mehr als ein Jahrhundert zuvor in Lettland angekommen, und viele Letten waren getauft worden. Meinhard ließ sich unter den Liven nieder, baute ein Schloss und eine Kirche in Uexküll (heute bekannt als Ikšķile), flussaufwärts von Riga, und errichtete dort sein Bistum. Die Liven praktizierten jedoch weiterhin das Heidentum, und Meinhard starb 1196 in Uexküll, nachdem er bei seiner Mission gescheitert war. 1198 traf Bischof Berthold mit einem Kontingent von Kreuzrittern ein und begann eine Kampagne der Zwangschristianisierung. Bald darauf starb Berthold und seine Truppen wurden besiegt. Die Kirche mobilisierte sich, um diese Niederlage zu rächen. Papst Innozenz III. verkündete in einer Bulle einen Kreuzzug gegen die Livonier. Bischof Albert wurde 1199 von seinem Onkel Hartwig von Uthlede, dem Fürsterzbischof von Bremen und Hamburg, zum Bischof von Livland ausgerufen. Albert landete 1200 mit 23 Schiffen und 500 westfälischen Kreuzrittern in Riga. Im Jahr 1201 verlegte er den Sitz des livländischen Bistums von Uexküll nach Riga und erpresste die Ältesten von Riga gewaltsam dazu.

Quelle: Wiki

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Verfasst von

Emilia Wellington

Emilia gehört zu den Gründungsmitgliedern des ScreenHaus Magazins. Sie interessiert sich für die Themen Ernährung, Reisen, Sport und neue Technologien, schreibt unheimlich gerne Steckbriefe und wird beim Black Friday regelmäßig schwach :)