Nyhavn Steckbrief & Bilder

Nyhavn Steckbrief & Bilder

Nyhavn ist ein Hafen-, Kanal- und Vergnügungsviertel in Kopenhagen, Dänemark, aus dem 17. Jahrhundert.

Es erstreckt sich vom Kongens Nytorv bis zur Hafenfront südlich des Königlichen Schauspielhauses und ist gesäumt von bunten Stadthäusern aus dem 17. und frühen 18.

Der Kanal beherbergt viele historische Holzschiffe.

Geschichte

Der Nyhavn wurde von König Christian V. von 1670 bis 1675 erbaut, gegraben von schwedischen Kriegsgefangenen aus dem Dänisch-Schwedischen Krieg 1658-1660.

Er ist ein Tor vom Meer zur alten Innenstadt am Kongens Nytorv (Königsplatz), wo Schiffe ihre Fracht und den Fang der Fischer umschlugen. Es war berüchtigt für Bier, Matrosen und Prostitution.

Der dänische Schriftsteller Hans Christian Andersen lebte etwa 18 Jahre lang am Nyhavn.

Die erste Brücke über Nyhavn wurde 1874 eröffnet. Es war ein provisorischer Holzsteg. Sie wurde 1912 durch die heutige Brücke ersetzt.
Als die Hochseeschiffe größer wurden, wurde Nyhavn vom innerdänischen Kleinschiffsfrachtverkehr übernommen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm der Landverkehr diese Rolle und der Kleinschiffsverkehr verschwand aus dem Kopenhagener Hafen, so dass Nyhavn weitgehend von Schiffen verlassen wurde.

Mitte der 1960er Jahre wurde die Nyhavn-Gesellschaft (dänisch: Nyhavnsforeningen) mit dem Ziel gegründet, das Gebiet wiederzubeleben. 1977 wurde Nyhavn von Kopenhagens Oberbürgermeister Egon Weidekamp als Veteranenschiffs- und Museumshafen eingeweiht.

1980 wurde der Nyhavn-Kai zur Fußgängerzone umgestaltet; in den Jahren zuvor war er als Parkplatz genutzt worden, was mit einem Schwinden der Hafenaktivitäten einherging.

Seitdem ist er zu einem beliebten Ort für Touristen und Einheimische geworden, der nach den Architekten Jan Gehl und Lars Gemzøe die Funktion eines Platzes hat.

Gebäude

Die Nordseite des Nyhavn wird von bunten Stadthäusern gesäumt, die mit Holz, Ziegeln und Putz gebaut wurden.
Das älteste Haus, Nr. 9, stammt aus dem Jahr 1681.

Zwischen 1845 und 1864 wohnte Hans Christian Andersen in Nr. 67, wo heute eine Gedenktafel steht.

Von 1871 bis 1875 wohnte Andersen im Haus Nyhavn 18, in dem sich heute ein Souvenirladen mit Andersen-Thema befindet.

Auf der südlichen Seite des Nyhavn säumen prächtige Villen den Kanal, darunter Schloss Charlottenborg an der Ecke zum Kongens Nytorv.

Veteranenschiff und Museumshafen

Der Veteranenschiffs- und Museumshafen Nyhavn, der den inneren Teil des Nyhavn zwischen der Nyhavn-Brücke und dem Kongens Nytorv einnimmt, ist von alten Schiffen gesäumt.

Seit der Gründung des Veteranenhafens im Jahr 1977 ist die Südseite des Kanals für Museumsschiffe im Besitz des dänischen Nationalmuseums reserviert, das eine Spende von sorgfältig restaurierten Schiffen von A. P. Møller erhielt, während die Nordseite des Kanals der Nyhavn-Gesellschaft und privaten, noch brauchbaren Holzschiffen zur Verfügung gestellt wurde.
Zu den Schiffen im Hafen gehören:

  • Feuerschiff XVII Gedser Rev – 1895 in Odense gebautes Feuerschiff, das bis 1972 in Betrieb war, dann vom Nationalmuseum erworben wurde und jetzt als Museumsschiff dient.
  • Svalan af Nyhavn – Galeere, gebaut 1924 in Jungfrusund
  • Anna Møller – Galeere, gebaut 1906 in Randers
  • MA-RI – 1920 gebautes Schmuggelschiff; 1923 mit Schmuggelware an Bord von den Zollbehörden vor Elsinore geentert, dann beschlagnahmt und versteigert, danach sowohl als Fischereifahrzeug als auch als Fähre zwischen Polen und Bornholm, wiederum als Schmuggelschiff, betrieben.
  • Mira – Zweimastschoner, 1898 in Fåborg gebaut, galt als eines der besten Schiffe der damaligen dänischen Kleinschifffahrt. Viele Jahre lang transportierte es Kreide aus Stevns. Das erste Schiff auf der Nordseite des Nyhavn, von Kongens Nytorv kommend.
  • Das Theaterboot – ein 1898 in Kopenhagen gebauter Leichter, der seit 1972 als Theaterboot betrieben wird.

Der Gedenkanker

Der große Gedenkanker am Ende des Nyhavn, wo er auf den Kongens Nytorv trifft, ist ein Denkmal zum Gedenken an die mehr als 1.700 dänischen Offiziere und Matrosen, die im Dienst der Marine, der Handelsflotte oder der Alliierten Streitkräfte standen und im Zweiten Weltkrieg ihr Leben opferten.

Der Anker wurde 1951 eingeweiht und ersetzte ein provisorisches Holzkreuz, das 1945 an dieser Stelle errichtet worden war, und trägt eine Gedenktafel mit dem Monogramm von König Frederik VII.

Der Gedenkanker stammt aus dem Jahr 1872 und wurde auf der Fregatte Fünen verwendet, die während des Zweiten Weltkriegs im Marinestützpunkt Holmen angedockt war. Jedes Jahr am 5. Mai – dem Tag der Befreiung Dänemarks 1945 – findet eine offizielle Zeremonie zu Ehren und zum Gedenken an die Gefallenen am Gedenkanker statt.

Bars und Restaurants

Entlang seiner nördlichen, sonnigeren Seite ist der Nyhavn von vielen Bars und Restaurants gesäumt, die auf den Hafen ausgerichtet sind. Nyhavn dient als Drehscheibe für Kanaltouren, aber es kann kühl sein.

Quelle: Wiki

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