Die Leuchtkäfer haben durch ihr leuchtorgan, das sowohl die Larven wie auch die Käfer besitzen, eine große Popularität erlangt und viele volkstümliche Namen wie Glühwürmchen oder Johanniswürmchen erhalten. „Würmchen“ deshalb, weil einige der Gattung, wie auch die heimischen Lampyris und Phausis, flügellose, am Boden lebende Weibchen haben und so Larven recht ähnlich sehen.

Leuchtorgane

Durch das gelbliche oder grünliche Licht finden die Geschlechtspartner in der Dämmerung zueinander. Die wenigen heimischen Arten geben von den etwa 2000 meist tropischen Vertretern nur einen schwachen Abglanz. Die Exoten leuchten nicht dauernd, sondern lassen ihr Leuchtorgan in bestimmten, oft recht komplizierten, für eine Art typischen Rythmen aufstrahlen. So finden die Partner einer Art zueinander. Das chemische Leuchten entsteht in besonderen Organen, die meist von einer reflektierenden Schicht umgeben sind. Durch die Oxidation des eiweißartigen Luciferase entsteht viel Licht und so gut wie keine Wärme. Besonders in wärmeren Ländern, wo mehrere Arten gemeinsam oft in großen Zahlen auftreten, bietet sich dem Betrachter ein eindrucksvolles Bild in der Dämmerung. Viele der Tiere scheinen für Vögel und andere Insektenfresser unangenehme Stoffe zu enthalten, denn sie werden oft von ihnen verschont.

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Nahrung und Larven

Die Larven der Leuchtkäfer kann man beim Vertilgen von Schnecken beobachten, wie sie sich langsam immer weiter in das Haus hineinfressen. Aber auch andere Tiere, zum Teil auch größer als die selbst, werden erbeutet.

Glühwürmchen

In Mitteleuropa gibt es 2 einheimische Arten:
Das Große Glüh- oder Johanniswürmchen wird 11-18 mm lang. Die fliegenden Männchen leuchten nicht. Dafür entwickeln die Weibchen in der Leuchtstellung einen gewaltigen stahlenden Leuchtpunkt.
Das Kleine Glühwürmchen wird nur 8-10 mm lang. Auch die Männchen die Eier und die Larven leuchten; ein Grund ist nicht bekannt.

Beide Arten nehmen als erwachsene Tiere keine Nahrung zu sich und sind, wie auch die schneckenfressenden Larven, nachts aktiv.

Lyctiden

Eine enge Verwandtschaft besteht zur Familie der Lyctidae, die durch die netzartigen Chitinleisten auf den Flügeldecken und dem Halsschild gekennzeichnet sind. Die Körper der 3500 meist exotischen Arten sind schwarz, die Flügeldecken leuchten aber in gelben und roten Tönen, nicht selten von Binden unterbrochen.

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Verfasst von

Leonie Auerbach

Leonie ist seit 2017 Mitglied des ScreenHaus Magazin Autorenteams und ist ein absoluter Tier- und Reisefreund. Wann immer ihr ein interessantes Tier oder Reiseziel über den Weg läuft, erfahrt ihr es zuerst!