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Löffler Steckbrief – Aussehen, Vorkommen, Zugverhalten, Fortpflanzung

Löffler Steckbrief – Aussehen, Vorkommen, Zugverhalten, Fortpflanzung

Aussehen

Die 85-87 cm langen Löffler sind mit ihrem weißen Gefieder und dem 18-23 cm langen schwwarzem Schnabel mit seinem löffelartig verbreiterten vorderen Ende ganz unverwechselbare Stelzvögel. Beide Geschlechter haben im Brutkleid schopfartig, verlängerte bis 12 cm lange Haubenfedern, die bei starker Erregung aufgestellt werden können, sowie einen gelblichen Kehlfleck am Halsansatz. Im Ruhekleid fehlen diese Bildungen; das Jugendgefieder unterscheidet sich nur durch die schwarzen Spitzen der Handschwingen sowie die ebenfalls dunklen Schaftansätze der meisten Konturfedern. Auch haben Jungvögel einen rosafarbenen Schnabel und fleischfarbende Beine.

Verbreitung

Löffler brüten kolonieweise in Sumpfgebieten, schilfbestandenen Uferzonen und deckungsreichen, buschbetandenen Bruchlandschaften Nordamerikas, West und Südeuropas und Asiens. In Europa existieren 3 voneinander unabhängige Brutvorkommen: An der Mündung des Guadalquivir brüteten 1962 noch etwa 40 Paare; in den drei größeren niederländische nKolonien insgesamt etwa 380 Paare, während wahrscheinlich noch mehrere 100 Paare am Neusiedler See, in den Donauregionen Ungarns , Jugoslawiens und Rumäniens sowie in Mazedonien nisten.

Zugverhalten

Den Winter verbringen europäische Löffler in Afrika. Die holländischen Brutvögel ziehen entlang der Atlantikküste, wo sie an den Mündungen der größeren französischen und spanische Flüsse Rast machen. Die östlichen Populationen wandern bis nach Südindien, Malaya und Südchina.

Fortpflanzung

Im März bis Mai treffen die Löffler wieder in ihren Brutgebieten ein, wo beide Brutpartner gemeinsan ein 25-30 cm hohes Nest auf niederliegendem Schilf oder auf Bäumen errichten. Die Bodennester bestehen aus Schilf, während Baum- und Buschnester aus Zweigen und Ästen zusammengefügt sind. Auch wenn bereits große Junge im Nest hocken, bringen Löffler immer noch mehr Nistmaterial im Mundwinkel herbei und verbessern die Unterlage.

Das Gelege besteht aus 3-5 Eiern und wird 21 Tage lang von beiden Partnern bebrütet. Die Jungen bilden zwei weißliche Dunenkleider aus, deren erstes, recht dünn ist und vom nachfolgenden erst verdrängt wird, wenn bereits die ersten Kpnturfedern durchbrechen. Die Nesthocker werden von beiden Eltern gefüttert und gegen allzu intensive Sonneneinstrahlung geschützt. Im Alter von 4 Wochen verlassen sie das Nest und sammeln sich an den nächstgelegenden Wasserflächen, wie sie noch weitere 4 Wochen lang gefüttert werden.
Geschlechtsreif werden Löffler wahrscheinlich im Alter von 3-4 Jahren. Die ältesten Wiederfunde beringter Wildvögel waren 13 und 14 Jahre alt.

Leonie Auerbach

Geschrieben von Leonie Auerbach

Leonie ist seit 2017 Mitglied des ScreenHaus Magazin Autorenteams und ist ein absoluter Tier- und Reisefreund. Wann immer ihr ein interessantes Tier oder Reiseziel über den Weg läuft, erfahrt ihr es zuerst!

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