Kagu Steckbrief – Aussehen, Lebensweise, Brutverhalten

Kagu Steckbrief – Aussehen, Lebensweise, Brutverhalten

Ein sehr eigentümlicher Vogel ist der 51 -55 cm große Kagu aus den regennassen Gebirgswäldern Neukaledoniens. Seine systematische Einordnung bereiett den Zoologen einige Schwierigkeiten, zeigt er doch Ähnlichkeiten mit Reihern, Kranischen und Rallen, wie die Namen „Rallenkranich“ bezeugen. Meist wird der Kagu in eine eigene Familie der Kranichvögel gestelt.

Aussehen

Als anatomische Besonderheit haben die Nasenlöcher an der Basis des langen, spitzen Schnabels Horndächer, sodass beim Bohren und Stochern in feuchtem Waldboden (nach Würmen, Insekten und Larven) keine Erde in die Atemöffnungen dringen kann. Der rote Schnabel und die ebenfalls roten Beine heben sich gut von dem einheitlichen hellgrauen Gefieder ab. Nur der Schwanz und die Handschwingen sind schwarz-weiß gezeichnet. Auf dem Kopf steht ein langer Federschopf, dessen gebogene Federn bis auf den Rücken fallen. Bei der Balz wird diese Haube eindruckvoll aufgerichtet. Durch starke Absonderungen der Puderdunen wirkt das gesamte Federkleid matt „verstaubt“.

Lebensweise

Die hauptsächlich dämmerungsaktiven Kagus sind flugunfähig, ihre Flügel benutzen sie nur während der Balz, in dem sie mit seitlich nach unten abgespreizten Flügeln und steil aufgerichteter Kopfhaube einander umschreiten, sich steil von einander hochrecken, um sodann den „Tanz“ von neuem zu beginnen. Während der Balzzeremonien lassen beide Geschlechter, die äußerlich nicht von einander zu unterscheiden sind, besonders häufig ihre tiefen, weiten schallenden und fast wohl klingenden Rufe hören, nach denen Kagus ihren lautmalerischen Namen erhielten.

Brutverhalten

Das Nest legen bei Partner auf dem Boden aus Zweigwerk an, die Nistmulde wird mit Laub ausgekleidet. Das einzige 70g schwere Ei wird von beiden Altvögeln etwa 36 tage erbrütet, bis das bräunlichgelb bedunte Junge schlüpft.
Bis jetzt gelang die nachzucht von Kagus in Zoos außerhalb ihrer Heimat nur zweimal.

Gefährdete Tierart

In Neukaledonien ist der freilebende Bestand dieser flugunfähigen, interssanten Vögel seht stark durch die von Europäern eingeführten Hunde, Katzen und Ratten sowie durch die fortschreitende Zerstörung des Lebensraumes bedroht.

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