Eckernförde Steckbrief &  Bilder

Eckernförde Steckbrief & Bilder

Eckernförde (niederdeutsch: Eckernför, manchmal auch Eckernföör) ist eine deutsche Stadt in Schleswig-Holstein, Kreis Rendsburg-Eckernförde, an der Ostseeküste etwa 30 km nordwestlich von Kiel.

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 23.000. Eckernförde ist ein beliebtes touristisches Ziel in Norddeutschland.

Name

Der Name von Eckernförde ist gemischten Ursprungs, leitet sich aber vom Namen einer dänischen Burg ab, die früher in der Nähe der heutigen Stadt stand, was sich auch im Namen des Stadtteils Borby widerspiegelt.

Diese Festung wird im Liber Census Daniæ aus dem 13. Jahrhundert als Ykærnæburgh aufgeführt.

1441 verwendete die Stadt ein offizielles Siegel, das ihren Namen als Eherneborgh angibt. Die erste Silbe entspricht dem modernen dänischen Wort „egern“ für Eichhörnchen, während „-förde“ niederdeutsch ist und Fjord bedeutet.

Die Endung -förde ist in latinisierter Form auf zwei offiziellen Siegeln der Stadt aus den Jahren 1602 und 1624 belegt.

Die Etymologie des Stadtnamens spiegelt sich in der Anwesenheit eines Eichhörnchens im Stadtwappen wider, was erstmals auf dem Siegel von 1441 dokumentiert ist.

Geschichte

Im Jahr 1197 wurde Eckernförde erstmals erwähnt.
Im Jahr 1302 wurde Eckernförde erstmals explizit als Stadt erwähnt, aber schon 1288 wurden die Einwohner als oppidani (Stadtbürger) bezeichnet.

Im Jahr 1628 wurde sie von Christian IV. von Dänemark von den Truppen des Heiligen Römischen Reiches eingenommen.

Während des Ersten Schleswigschen Krieges versuchten im April 1849 zwei dänische Schiffe, die Christian VIII. und die Fregatte Gefion, in Eckernförde zu landen.

Sie wurden vom Ufer aus mit Kanonen beschossen. Die Christian VIII. explodierte, die Gefion kapitulierte und wurde gekapert. Theodor Preusse, der Oberbefehlshaber der südlichen Truppen, starb bei der Rettung der dänischen Truppen von der Christian VIII.

Am 13. November traf die Ostseeflut von 1872 die Ostseeküste von Dänemark bis Pommern. Von allen deutschen Küstensiedlungen wurde Eckernförde aufgrund seiner Lage an der nach Nordosten weit geöffneten Eckernförder Bucht am stärksten beschädigt.

Die gesamte Stadt wurde überflutet, 78 Häuser wurden zerstört, 138 beschädigt und 112 Familien wurden obdachlos.

Der Graf Saint-Germain wurde in Eckernförde in der Nähe der St. Nicolai-Kirche beigesetzt. Sein Grab wurde bei der Sturmflut 1872 zerstört.

Im Jahr 1934 wurde das Seebad Borby eingemeindet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich in der Nähe von Eckernförde ein Displaced Persons Camp der Vereinten Nationen für Esten, in dem ein Teil des Herrenhauses Hohenstein zu einer Entbindungsstation umgebaut wurde.

Wirtschaft

Im frühen 20. Jahrhundert war Eckernförde bekannt für seinen Hafen, die Fischerei, den Handel mit landwirtschaftlichen Produkten und die Herstellung von Salz und Eisenwaren.

Alle U-Boote der Deutschen Marine gehören zum 1. Ubootgeschwader und sind in Eckernförde stationiert.

Es ist der Sitz des 1792 gegründeten Familienunternehmens BEHN, das alkoholische Getränke herstellt.

Auch der Hauptsitz von SIG Sauer befindet sich dort.

Bildung

Zu den Schulen der Stadt gehört die Richard-Vosgerau-Schule. Die Richard-Vosgerau-Schule ist eine öffentliche Grundschule in Eckernförde. Das Schulgebäude besteht aus einem weißen Haupthaus und einem kleinen Nebengebäude, sowie einem Fußballplatz und einer Sporthalle. Auf dem Schulhof können sich die Schulkinder mit verschiedenen Aktivitäten beschäftigen, die von Rutschen bis zum Klettern reichen. Weitere Schulen in Eckernförde sind:

  • Fritz-Reuter-Schule (Grund- und Regionalschule)
  • Waldorfschule
  • Gudewerdt Schule (Grund- und Gemeinschaftsschule)
  • Pestalozzi Schule (Förderschule)
  • Schule am Noor (Förderschule)
  • Jungmannschule (Oberschule)
  • Peter-Ustinov-Schule (Gemeinschaftsschule)
  • Sprottenschule (Grundschule)

Transport

Die Bahnlinie Kiel-Flensburg führt durch die Stadt, die Züge halten am Bahnhof Eckernförde, der westlich des Stadtzentrums liegt. Der zentrale Busbahnhof (ZOB) der Stadt ist direkt an den Bahnhof angeschlossen.
Die Betreibergesellschaft des Schienennetzes ist die Deutsche Bahn.

Eckernförde verfügt über 4 Buslinien für innerstädtische Verbindungen, die mit einstöckigen Bussen betrieben werden. Straßenbahnen oder O-Busse gibt es in Eckernförde nicht. Für die Beförderung gilt der landesweite Schleswig-Holstein-Tarif.

Ein Taxistand befindet sich am Busbahnhof.
Eckernförde verfügt über zwei Fahrradverleihe, einer befindet sich in Strandnähe und einer in der Fußgängerzone.

Der nächstgelegene internationale Flughafen ist der Hamburger Flughafen.

Tourismus

Eckernförde ist ein beliebter Kurort für schöne, erholsame und entspannte Tage, die man in gemütlichen Ferienwohnungen in der Altstadt verbringen kann oder auch auf Campingplätzen in der näheren Umgebung.

Durch die Lage direkt an der Eckernförder Bucht, läd die Ostesee zum Baden und verweilen am stadtnahem Strand ein.

Man kann sich gemütliche Strandkörbe mieten und auch bei frischer Brise erholsame Zeit am Strand verbringen.

Bei schlechtem Wetter bietet Eckernförde auch Aktivitäten für Drinnen, wie zum Beispiel das Eckernförder Museum, das Meerwasserwellenbad oder das Ostsee-Informations-Zentrum.

Auch viele Fahrrad- oder Wanderwege befinden sich in unmittelbarer Nähe, sowie der Altenhofer Klettergarten.

Quelle: Wiki

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