Seepocken Steckbrief – Lebensweise, Fortpflanzung

Seepocken Steckbrief – Lebensweise, Fortpflanzung

Die scharfkantigen Seepocken finden sich an fast allen felsigen Küsten, an Kaimauern und am Rumpf von Schiffen, deren Geschwindigkeit sie durch die erhöhte Reibung bis über 30% herabsetzen können.

Lebensweise

Nur im Meer war es diesen Krebsen möglich, zu der eigentümlichen, festsitzenden Lebensweise überzugehen, da ihnen hier stets neue Nahrung in Form von kleiner Partikel zugetragen wird. Mit ihren beborsteten Beinen sieben sie durch eine gleichförmig schlagende Bewegung vor allem kleine Larven aus dem Meerwasser. Im stark bewegtem Wasser werden die Siebbeine auch längere Zeit ruhig gehalten. Dabei sind manche Seepockenarten äußerste genügsam. Die Sternseepocke und die Gewöhnliche Seepocke besiedeln die oberste Gezeitenzone, wo sie bei Flut zum Teil nur kurze Zeit vom Wasser bedeckt und mit Nahrung versorgt werden. Der feste Verschluss der Kalkplatten hilft Trockenheit und Süßwasser zu überdauern. Einzelne Vertreter wie Balanus improvisus vertragen auch Brackwasser. In der Ostsee bildet diese Art den Seepockensaum der Wassergrenze.

Fortpflanzung

Die Seepocken sind im allgemeinen zwittrig. Die männlichen Keimdrüsen münden am Hinterleibsende in einen langen Penis und bei Balanus wurde beobachtet, dass der Penis einem benachbarten Artgenossen in den Mantelspalt geschoben wurde.
Aus den befruchteten Eiern, die im mantelraum aufbewahrt werden, schlüpfen Naupliuslarven (Krebse) mit ovalem oder dreieckigem Rückenschild. Diese Larve macht Häutungen durch, bevor sie sich als Cyprisstadium auf einer geeigneten Unterlage festsetzt und mit der komplizierten Umwandlung zur Seepocke beginnt. Die gesamte Umwandlung geht relativ schnell vor sich und benötigt bei Balanus nur 24 Stunden. Dabei zeichnen sich noch im Inneren der Larve zwei Kränze von Chitinplatten ab, die später verkalkten, nachdem die Larvenhaut abgeworfen ist. Der endgültige Mauerkranz der Seepocke besteht aus 6 Kalkplatten; zwei Paare beweglicher Platten umstehen die schlitzförmige Öffnung.
Die großen Seepocken werden 11 bis 26 cm hoch bei 7 bis 11 cm Durchmesser.

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