Schloss Gripsholm Steckbrief & Bilder

Schloss Gripsholm Steckbrief & Bilder

Schloss Gripsholm ist ein Schloss in Mariefred, Södermanland, Schweden.

Es liegt am See Mälaren im südlichen Mittelschweden, in der Gemeinde Strängnäs, etwa 60 km westlich von Stockholm.

Seit Gustav Vasa gehörte Gripsholm der schwedischen Königsfamilie und wurde bis ins 18. Jahrhundert als eine ihrer Residenzen genutzt.

Heute ist es ein Museum, gilt aber immer noch als Palast, der dem König zur Verfügung steht, und gehört als solcher zu den Kronschlössern in Schweden.

Geschichte

Frühgeschichte

In den 1370er Jahren wurde an dieser Stelle eine Festung von Bo Jonsson Grip errichtet. Sie wurde 1404 an Königin Margarete verkauft und blieb im Besitz der Krone, bis sie 1472 von Sten Sture dem Älteren, dem Regenten, durch einen Landtausch erworben wurde, wodurch sie zu privatem, erblichem Land mit Allodialstatus wurde und in den Besitz der eigenen Familie des Regenten Steen überging. Steen schenkte die Nutzung des Ortes 1498 einem Kloster für Männer des Kartäuserordens, und das Gut Gripsholm fungierte fast dreißig Jahre lang als Kloster.

1526 wurde das Kartäuserkloster im Zuge der schwedischen Reformation von König Gustav I. aufgelöst, und das Gut ging an seinen erblichen Besitzer, den Erben des verstorbenen Sten Sture des Alten, zurück. In den Registern der Jahre 1500 und 1600 ist Gripsholm als Teil des sogenannten Kungens Arv och Eget verzeichnet.

Der König riss das Klostergebäude und die alte Burg ab und errichtete zu Verteidigungszwecken eine befestigte Burg mit runden Ecktürmen und einer Mauer. Von der ursprünglichen mittelalterlichen Festung ist nur noch die Fassade einer Mauer erhalten.

Als privates Familienerbe vom Regenten Steen Sture dem Alten schätzte die königliche Vasafamilie Gripsholm als Erinnerung an die Abstammung der Royals von früheren Herrschern sehr und nutzte den Ort häufig.

Königliche Residenz

König Gustav ließ es als eine der Hauptresidenzen des Königshauses errichten. Das Schloss wurde zwischen 1537 und 1545 erbaut und diente oft als Residenz des königlichen Hofes: Während des Dackekrieges waren z.B. die königlichen Kinder dort untergebracht.

Zwischen 1563 und 1567 hielt König Eric XIV. seinen Bruder Johann und dessen Gemahlin Katharina Jagiellon im Schloss gefangen. Johanns Sohn Sigismund, der spätere König von Polen und Schweden, wurde am 20. Juni 1566 im Schloss geboren. Als Eric XIV. von John abgesetzt wurde, diente Schloss Gripsholm als eines der Schlösser, in denen John Eric gefangen halten ließ. Der abgesetzte König Eric wurde hier von 1571 bis 1573 gefangen gehalten.

Die königliche Familie nutzte Schloss Gripsholm auch im 17. Jahrhundert. Es war der Witwensitz der Witwe von Gustavus Adolphus von Schweden, Maria Eleonora von Brandenburg, die hier von 1636 bis 1640 lebte.

Zwischen 1654 und 1715 gehörte Schloss Gripsholm zum Mitgiftbesitz der Königin Hedvig Eleonora, die hier schon vor ihrer Verwitwung 1660 oft mit ihrem Hofstaat wohnte und das Schloss mehrfach um- und ausbaute. Nach ihrem Tod wurde das Schloss jedoch für einige Zeit vom Hof verlassen. Im 18. Jahrhundert wurde es eine Zeit lang als Gefängnis genutzt.

Im Jahr 1773 wurde Schloss Gripsholm von König Gustav III. im Auftrag seiner Gemahlin Sophia Magdalena renoviert. Während der Regierungszeit von Gustav III. wurde das Schloss häufig vom königlichen Hof genutzt, der es bevorzugte und jedes Jahr mehrere Monate dort verbrachte. Die vielleicht berühmteste Erweiterung des Schlosses während seiner Herrschaft war ein Theater, das in einem der Schlosstürme angebaut wurde. Es diente sowohl als Bühne für das Laientheater des königlichen Hofes als auch für das Französische Theater Gustavs III. in den Jahren 1781-1792.

Nach dem Putsch von 1809 wurde auch Gustav IV. Adolf nach seiner Absetzung vom Thron mit seiner Familie im Schloss gefangen gehalten. Er musste dort seine Abdankungsurkunde unterschreiben.

Museum

Ab 1822 beherbergte das Gebäude die Nationale Porträtgalerie (Schweden), die in den 1860er Jahren dem Nationalmuseum unterstellt wurde.
Zwischen 1889 und 1894 wurde das Schloss einer umfangreichen und umstrittenen Restaurierung durch den Architekten Fredrik Lilljekvist unterzogen, bei der viele der Veränderungen aus dem 17. und 18. Jahrhundert entfernt wurden.

Die größte Veränderung war die Aufstockung um ein drittes Stockwerk; der geplante Abriss eines Flügels fand nicht statt.

Heute ist das Schloss ein öffentlich zugängliches Museum, in dem Gemälde und Kunstwerke ausgestellt sind. Ein Teil des Schlosses beherbergt die Nationale Porträtgalerie (Statens porträttsamlingar), eine der ältesten Porträtsammlungen der Welt.

Zum Museum gehört auch ein schlecht ausgestopfter Löwe, der in den letzten Jahren berüchtigt geworden ist.

Quelle: Wiki

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