Opernhaus Oslo Steckbrief & Bilder

Opernhaus Oslo Steckbrief & Bilder

Das Osloer Opernhaus ist die Heimat der Norwegischen Nationaloper und des Norwegischen Balletts und das nationale Opernhaus Norwegens.

Das Gebäude befindet sich im Stadtteil Bjørvika im Zentrum von Oslo, an der Spitze des Oslofjords.

Betrieben wird es von Statsbygg, der staatlichen Behörde, die die Immobilien der norwegischen Regierung verwaltet.

Das Gebäude umfasst 1.100 Räume auf einer Gesamtfläche von 49.000 m2. Der Hauptsaal bietet Platz für 1.364 Personen, zwei weitere Säle für 200 und 400 Personen. Die Hauptbühne ist 16 m breit und 40 m tief.

Die schrägen Außenflächen des Gebäudes sind mit Marmor aus Carrara (Italien) und weißem Granit verkleidet und lassen es aus dem Wasser aufsteigen.

Es ist das größte Kulturgebäude, das in Norwegen seit der Fertigstellung des Nidarosdomen um 1300 errichtet wurde.

Geschichte

1999 beschloss der norwegische Gesetzgeber nach einer langen nationalen Debatte, ein neues Opernhaus in der Stadt zu bauen.

Es wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, und die Jury entschied sich unter den 350 eingegangenen Entwürfen für den des norwegischen Architekturbüros Snøhetta.

Die Bauarbeiten begannen 2003 und wurden 2007 abgeschlossen, d. h. früher als geplant und 300 Millionen NOK unter dem Budget von 4,4 Milliarden NOK.

Die feierliche Eröffnung am 12. April 2008 fand in Anwesenheit Seiner Majestät König Harald, der dänischen Königin Margrethe II. und der finnischen Präsidentin Tarja Halonen sowie weiterer führender Persönlichkeiten statt.

Im ersten Betriebsjahr wurden 1,3 Millionen Besucher gezählt, und das Opernhaus wurde beim Weltarchitekturfestival in Barcelona im Oktober 2008 mit dem Kulturpreis und 2009 mit dem Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur ausgezeichnet.

Das Gebäude

Das Dach des Gebäudes ist bis zum Boden abgewinkelt, so dass ein großer Platz entsteht, der die Fußgänger einlädt, hinaufzugehen und den Panoramablick auf Oslo zu genießen.

Während ein Großteil des Gebäudes mit weißem Granit und La Facciata, einem weißen italienischen Carrara-Marmor, verkleidet ist, ist der Bühnenturm nach einem Entwurf von Løvaas & Wagle, der an alte Webmuster erinnert, mit weißem Aluminium verkleidet.

Das Foyer ist von 15 m hohen Fenstern mit minimaler Rahmung und Spezialglas umgeben, die einen maximalen Blick auf das Wasser ermöglichen. Das Dach wird von dünnen, abgewinkelten Säulen gestützt, die ebenfalls so konzipiert sind, dass sie die Aussicht nicht beeinträchtigen.

Die Innenflächen sind mit Eichenholz verkleidet, um den Räumen Wärme zu verleihen, die im Kontrast zur Kühle des weißen Äußeren steht. Der Hauptsaal hat die Form eines Hufeisens und wird von einem ovalen Kronleuchter mit 5.800 handgefertigten Kristallen beleuchtet.

Die Sitze sind mit Monitoren für das elektronische Librettosystem ausgestattet, so dass das Publikum die Opernlibretti nicht nur in der Originalsprache, sondern auch auf Norwegisch und Englisch verfolgen kann.

Kunst

Für die Innen- und Außengestaltung des Opernhauses wurden mehrere Kunstprojekte in Auftrag gegeben. Das bemerkenswerteste ist „She Lies“, eine Skulptur aus rostfreiem Stahl und Glasplatten von Monica Bonvicini.

Sie ist dauerhaft auf einer Betonplattform im Fjord neben dem Opernhaus installiert und schwimmt auf dem Wasser, wobei sie sich in Abhängigkeit von den Gezeiten und dem Wind bewegt und dem Betrachter ein sich ständig veränderndes Gesicht bietet. Das Werk wurde am 11. Mai 2010 von Ihrer Majestät Königin Sonja enthüllt.

Ein perforiertes Wandpaneel, das die Dachstützen in der Lobby bedeckt, wurde von Olafur Eliasson entworfen. Sie weist sechseckige Öffnungen auf und wird von unten und von hinten beleuchtet, um die Illusion von schmelzendem Eis zu erzeugen. Weitere an der Konstruktion beteiligte Künstler sind

Kristian Blystad, Jorunn Sannes und Kalle Grude, die die Form der Pflastersteine auf dem Vorplatz und dem Dach entwarfen; Bodil Furu und Trine Lise Nedreaas, die ein Film- und Videoprojekt schufen; Marte Aas, Talleiv Taro Manum, Tom Sandberg, Gerd Tinglum und Nina Witoszek Fitzpatrick, die das Kunstbuch Site Seeing schufen; sowie Linus Elmes und Ludvig Löfgren, die den Grundstein schufen.

Der Hauptbühnenvorhang ist das Werk von Pae White, die ihn so gestaltet hat, dass er wie zerknitterte Aluminiumfolie aussieht. White scannte ein zerknittertes Stück Folie in einen Computer ein, der die Informationen auf einen Webstuhl übertrug, der den Vorhang aus Wolle, Baumwolle und Polyester webte, um einen dreidimensionalen Effekt zu erzielen. Der Vorhang wurde von der in Deutschland ansässigen Firma Gerriets GmbH für Theatertechnik hergestellt. Der fertige Vorhang ist 23 m breit, 11 m lang und wiegt 500 kg.

Quelle: Wiki

Hast du gefunden, wonach du gesucht hast?

Wir geben uns die größte Mühe, mit unseren Artikeln tolle Inhalte zu erstellen und viele Fragen zu beantworten. Für alle Fälle, in denen das nicht klappt, haben wir darüber hinaus eine eigene Suchmaschine entwickelt, die dir weitere Artikel von screenhaus sowie anderen vertrauenswürdigen Seiten vorschlägt, um dir bei der Suche nach Antworten zu helfen.