Leipzig Steckbrief & Bilder – Freizeit, Geschichte

Leipzig Steckbrief & Bilder – Freizeit, Geschichte

Leipzig ist die bevölkerungsreichste Stadt im deutschen Bundesland Sachsen.

Mit 605.407 Einwohnern (Stand 2021) (1,1 Mio. Einwohner im Stadtgebiet) ist sie die achtbevölkerungsreichste Stadt Deutschlands und nach (Ost-)Berlin die zweitbevölkerungsreichste Stadt auf dem Gebiet der ehemaligen DDR.

Zusammen mit Halle (Saale), der größten Stadt des benachbarten Bundeslandes Sachsen-Anhalt, bildet die Stadt den polyzentrischen Ballungsraum Leipzig-Halle.
Zwischen den beiden Städten (in Schkeuditz) liegt der Flughafen Leipzig/Halle.

Leipzig liegt etwa 160 Kilometer südwestlich von Berlin in der Leipziger Bucht, die den südlichsten Teil der Norddeutschen Tiefebene bildet, am Zusammenfluss der Weißen Elster (Verlauf: Saale→ Elbe→ Nordsee) und zweier ihrer Nebenflüsse: der Pleiße und der Parthe.

Der Name der Stadt sowie die Namen vieler ihrer Stadtteile sind slawischen Ursprungs.

Leipzig ist spätestens seit der Zeit des Heiligen Römischen Reiches eine Handelsstadt. Die Stadt liegt an der Kreuzung der Via Regia und der Via Imperii, zwei wichtigen mittelalterlichen Handelsstraßen. Leipzig war einst eines der wichtigsten europäischen Zentren für Bildung und Kultur in Bereichen wie Musik und Verlagswesen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und während der Zeit der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) blieb Leipzig ein wichtiges städtisches Zentrum in Ostdeutschland, aber seine kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung ging zurück. Die Ereignisse in Leipzig im Jahr 1989 spielten eine wichtige Rolle bei der Auslösung des Zusammenbruchs des Kommunismus in Mittel- und Osteuropa, vor allem durch die von der Nikolaikirche ausgehenden Demonstrationen.

Zu den unmittelbaren Auswirkungen der Wiedervereinigung Deutschlands gehörten der Zusammenbruch der lokalen Wirtschaft (die von der stark umweltbelastenden Schwerindustrie abhängig geworden war), hohe Arbeitslosigkeit und die Verödung der Stadt. Ab dem Jahr 2000 wurde der Niedergang jedoch zunächst gestoppt und dann umgekehrt, und seitdem hat sich Leipzig durch die Restaurierung bedeutender historischer Gebäude, den Abriss baufälliger Immobilien von geringem historischem Wert und die Entwicklung neuer Industrien und einer modernen Verkehrsinfrastruktur erheblich verändert.

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Leipzig ist heute ein Wirtschaftszentrum, wird vom Marktforschungsinstitut GfK als die lebenswerteste Stadt Deutschlands eingestuft und hat laut dem Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) und der Berenberg Bank die zweitbesten Zukunftsaussichten aller Städte in Deutschland. Die Stadt ist einer von zwei Sitzen der Deutschen Nationalbibliothek sowie Sitz des Bundesverwaltungsgerichts.

Freizeit

Der Leipziger Zoo ist einer der modernsten Zoos in Europa und steht an erster Stelle in Deutschland und an zweiter Stelle in Europa. Seit der Eröffnung des Leipziger City-Tunnels im Jahr 2013 bildet Leipzig das Herzstück des S-Bahn-Systems Mitteldeutschland. Leipzig wird derzeit vom Globalization and World Cities Research Network als „Sufficiency“-Stadt gelistet, ist Deutschlands „Boomtown“ und war 2019 Europäische Stadt des Jahres.

Altes Rathaus in Leipzig

Leipzig ist seit langem ein bedeutendes Zentrum für Musik, sowohl für klassische als auch für moderne „Dark Alternative Music“ oder Darkwave-Genres.

Die Oper Leipzig ist eines der bekanntesten Opernhäuser in Deutschland. In Leipzig befindet sich auch die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“.

Das 1743 gegründete Gewandhausorchester Leipzig ist eines der ältesten Sinfonieorchester der Welt. Johann Sebastian Bach ist einer von vielen bedeutenden Komponisten, die in Leipzig lebten und wirkten, und Friedrich Schiller schrieb während eines Aufenthalts in der Stadt sein Gedicht „Ode an die Freude“.

Geschichte

Name

Der Name Leipzig leitet sich vom slawischen Wort Lipsk ab, was so viel bedeutet wie „Siedlung, wo die Linden (britisches Englisch: lime trees; amerikanisches Englisch: basswood trees) stehen“. Eine ältere Schreibweise des Namens im Englischen ist Leipsic. Der lateinische Name Lipsia wurde ebenfalls verwendet. Der Name ist verwandt mit Lipetsk (Липецк) in Russland und Liepāja in Lettland.

Park in Leipzig

1937 wurde die Stadt von der NS-Regierung offiziell in Reichsmessestadt Leipzig umbenannt.
Seit 1989 wird Leipzig informell als „Heldenstadt“ bezeichnet, in Anerkennung der Rolle, die die dortigen Montagsdemonstrationen beim Sturz des DDR-Regimes gespielt haben – der Name spielt auf den Ehrentitel an, der in der ehemaligen Sowjetunion an bestimmte Städte vergeben wurde, die eine Schlüsselrolle beim Sieg der Alliierten im Zweiten Weltkrieg gespielt haben. Die bis heute übliche Verwendung dieses Spitznamens für Leipzig spiegelt sich beispielsweise im Namen des Kunst- und Kulturblogs Heldenstadt.de wider.

In jüngerer Zeit wird die Stadt auch als „Boomtown Ostdeutschlands“, „Hypezig“ oder „Das bessere Berlin“ bezeichnet und von den Medien als hippes urbanes Zentrum für ihren vitalen Lebensstil und ihre kreative Szene mit vielen Start-ups gefeiert.

Quelle: Wiki

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