Greifensteine Steckbrief

Die Greifensteine sind ein Felsturm im Erzgebirge.

Der Felstürme befinden sich in Deutschland, zwischen den Ortschaften Geyer, Ehrenfriedersdorf und Jahnsbach. Der höchste der sieben Granitfelsen erreicht 731 m.

Weitere sechs Felstürme wurden durch den 1923 beendeten Abbau abgerissen.

Geologie

Geologisch gesehen handelt es sich bei den Greifensteinen um die Spitze eines Plutons. Während der variszischen Orogenese drang Magma entlang von Strukturzonen ein, kühlte aber ab und erstarrte, bevor es die Erdoberfläche erreichte.

Als sich der Erzgebirgsblock hob, hob sich auch die entstandene Granitformation. Das umgebende weichere Material erodierte, während der härtere Granit zurückblieb, wodurch die Toren der Felsformation entstanden. Die mit der Intrusion verbundenen Ablagerungen von Erzen gaben dem Gebiet seinen Namen (Erzgebirge).

Mineralische Funde

Aufgrund der Ergiebigkeit der Erzvorkommen sind die Greifensteine auch ein bekannter Fundort für viele verschiedene Mineralien und deren Varietäten. Mit Stand 2014 wurden hier insgesamt rund 50 Mineralien und 10 Varietäten entdeckt, darunter unter anderem die bekannten Mineralien Andalusit, Beryll, Gips, Hämatit, Muskovit, Sphalerit, Pyrit, Topas, Wavellit und Zirkon sowie verschiedene Granate, Turmaline (Dravit, Elbait, Schörl) und Wolframite.

Auch seltene Minerale wie Kinderit und Natrodufrénit sowie die radioaktiven Minerale Autunit und Torbernit kommen vor.
Die Greifensteine sind auch Typlokalität für folgende Minerale: Fluorapatit, Greifensteinit, Lacroixit und Roscherit.

Geschichte

Die ersten Hinweise auf eine Besiedlung der Greifensteine stammen aus der Zeit um 1180, 1349 sind die von Waldenburg mit der Burg „Grifenstein“ belehnt. Die Burg wird 1372 als „Slosz Cryfenstein“ urkundlich erwähnt. Die Burg wurde im 14. Jahrhundert durch einen Brand zerstört und danach wieder aufgebaut.

Im 15. Jahrhundert wurde sie aufgegeben, das Gelände wurde als Steinbruch genutzt und alle Spuren der ehemaligen Burg wurden beseitigt. Von den ursprünglich 13 Felstürmen wurden sechs abgerissen und im Laufe der Jahre zur Gewinnung von Granit verwendet. Diese Tätigkeit wurde 1928 eingestellt, und das Gebiet ist heute ein Naturschutzgebiet.

Tourismus

Heute sind die Greifensteine ein Naturschutzgebiet und eine beliebte Touristenattraktion. Das Areal verfügt über ein Restaurant, ein kleines Museum und ein Freilichttheater, das die Felstürme als dramatische Kulisse nutzt.

Eine Treppe führt hinauf zum höchsten Felsen, von dem aus man einen schönen Blick auf das umliegende Erzgebirge hat. Es gibt mehrere Klettersteige. In der näheren Umgebung befinden sich der Greifenbachstauweiher und der Röhrgraben.

Stülpner-Höhle

Karl Stülpner (1762-1842), ein lokaler Abtrünniger und Volksheld (der Robin Hood des Erzgebirges), hatte ein Versteck in einer der zahlreichen Höhlen des Greifensteingebietes. Diese Stülpner-Höhle kann noch heute besichtigt werden.

Quelle: Wiki

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