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Haubentaucher Steckbrief – Verbreitung, Lebensraum, Fortpflanzung, Nahrung

Haubentaucher Steckbrief – Verbreitung, Lebensraum, Fortpflanzung, Nahrung

Der größte Lappentaucher Europas und wohl auch die bekannteste Art ist der 48 cm große Haubentaucher. Im Brutkleid trägt er einen rostbraunen und schwarzen Kragen oder „Backenbart“, sowie einen zweiteiligen schwarzen Schopf. Beide Geschlechter unterscheiden sich äußerlich nicht. Die Weibchen bleiben meist etwas kleiner als männliche Haubentaucher.

Verbreitung

Haubentaucher sind weit in Eurasien, Afrika, Australien und Tasmanien sowie in Neuseeland verbreitet. Die einzelnen Unterarten unterscheiden sich nur geringfügig.

Lebensraum

In Mitteleuropa brüten die Haubentaucher an nicht zu tiefen, stehenden Gewässern, wo sie im Schilfdickicht flacher Uferzonen ihr manchmal frei schwimmendes Nest aus verrottendem Pflanzenmaterial errichten. In Osteuropa nisten sie jedoch auch an Brack- und Salzgewässern, deren Ufervegetationen mitunter nur sehr niedrig ist; auch im Bereich der Ostsee brüten Haubentaucher an der Küste. Mitteleuropäische Populationen ziehen nur kurze Strecken oder überwintern vor Ort, während Tiere aus Nord- und Osteuropa bis in den Mittelmeerraum, nach Nordafrika und Vorderasien wandern. Haubentaucher bevölkern auch Meeresküsten, Stauseen sowie kleine Weiher und Tümpel.

Fortpflanzung

Das Brutpaar grenzt sein Revier ab (Haubentaucher leben zumindestens während einer Brutperiode in Einehe) und baut auch das Nest gemeinsan, normalerweise dauert dies 6-8 Tage. Das Nistmaterial wird hochgetaucht oder an der Wasseroberfläche der näheren Umgebung gesammelt. Das Paarungsvorspiel der Haubentaucher findet auf der offenen Wasseroberfläche statt, die Begattung dagegen wird auf dem Nest vollzogen. Das Gelege besteht aus 2-6 Eiern, die von beiden Altvögeln 25-29 Tage lang bebrütet werden. Beim Verlassen des Nestes decken Haubentaucher ihre Eier mit Nistmaterial zu. Die frisch geschlüpften Jungen sind kurz und nicht sonderlich dick bedunt. Als ausgesprochene Nestflüchter können sie bereits vom ersten Lebenstag an schwimmen und sogar tauchen, sofern Gefahr dies notwendig macht. In der Regel aber tragen die Altvögel ihre Jungen während der ersten 20 Tage im Rückengefieder umher. Von da an nehmen junge Haubentaucher schon selstständig Nahrung zu sich, werden aber insgesamt 10-11 Wochen von den Eltern geführt.

Nahrung

Die Nahrung dieser Lappentaucher setz sich überwiegend aus kleinen, für den Menschen wirtschaftlich uninteressanten Oberflächen Fischen, Insekten und ihren Larven, Krebsen, sowie gelegentlich Amphibien zusammen. Hauptsächlich erbeuten Haubentaucher kleine Weißfische und Flußbarsche von 13 cm durchschnittlicher Länge.

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Leonie Auerbach

Geschrieben von Leonie Auerbach

Leonie ist seit 2017 Mitglied des ScreenHaus Magazin Autorenteams und ist ein absoluter Tier- und Reisefreund. Wann immer ihr ein interessantes Tier oder Reiseziel über den Weg läuft, erfahrt ihr es zuerst!

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