Feldberg im Schwarzwald  Steckbrief & Bilder – Wintersport, Naturschutzgebiete, Ausblicke

Feldberg im Schwarzwald Steckbrief & Bilder – Wintersport, Naturschutzgebiete, Ausblicke

Der Feldberg im Schwarzwald ist mit 1.493 Metern der höchste Berg in Baden-Württemberg und der höchste in Deutschland außerhalb der Alpen.

Die Ortsgemeinde Feldberg wurde nach dem Berg benannt.

Umgebung

Der Feldberg liegt südöstlich von Freiburg im Breisgau und ist umgeben von den Gemeinden Hinterzarten (Nordosten), Titisee (Osten), Menzenschwand (Süden), Bernau (ebenfalls Süden) und Todtnau (Südwesten).

Etwa zwei Kilometer südöstlich des Gipfels liegt der Ort Feldberg (1.277 Meter).

Zwischen dem Hauptgipfel (1.493 m), auch Höchste genannt, und seinem knapp zwei Kilometer entfernten Untergipfel, dem Seebuck (1.448 m), liegt ein Sattel, das Grüble, von dem ein breiter Sporn, der Baldenweger Buck (1.460 m), abzweigt.

Der Sattel fällt zunächst sanft und dann immer steiler in die Täler zu beiden Seiten ab. Vom Seebuck fällt der Feldberg steil nach Nordosten ab und mündet in den Feldsee, einen eiszeitlich entstandenen See auf etwa 1.000 m Höhe.

Tief eingeschnittene Täler verlaufen nordwestlich in Richtung Freiburg (Zastler- und St. Wilhelmer-Tal) und südwestlich in Richtung Basel (Wiesental).

Verkehr

Der Hauptparkplatz unterhalb des Seebucks ist über die Bundesstraße 317 von Titisee nach Lörrach (bei Basel) über den Feldbergpass zu erreichen. Ein Zug der Drei-Seen-Bahn bedient den Bahnhof Feldberg-Bärental, der mit 967 Metern der höchstgelegene DB-Bahnhof auf Normalspur ist.

Eine Buslinie verbindet den Bahnhof mit ihm. Der Seebuck, der von einem alten Sendeturm, dem Feldbergturm, einst Funkturm, seit 2013 Schinkenmuseum, gekrönt wird, ist von der Talstation in Feldberg-Ort mit einem kurzen Sessellift zu erreichen.

Von dort aus ist der Gipfel des Feldbergs etwa 2 Kilometer entfernt. Er ist für die Öffentlichkeit nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad zugänglich.

Die zahlreichen Richtfunkanlagen der Bundeswehr sowie der amerikanischen und französischen Armee aus der Zeit des Kalten Krieges sind inzwischen abgebaut. Heute wird der Feldberg durch den alten und neuen Fernsehturm und das Bismarck-Denkmal auf dem Seebuck geprägt.

Wintersport

Insgesamt gibt es mehr als 28 Skilifte und Pisten rund um den Feldberg. Der eigentliche Gipfel selbst liegt außerhalb der Skigebiete.

Mehrere Langlaufloipen rund um den Gipfel und um das gegenüberliegende Herzogenhorn sind bei Langläufern beliebt. Das gesamte Gebiet mit seinen Pisten mit alpinem Charakter ist ein beliebtes Ziel für Skitourengeher.

Naturschutzgebiete

Der größte Teil des Feldberggebietes hat aufgrund seiner subalpinen Vegetation den Status eines Naturschutzgebietes. Das Naturschutzgebiet Feldberg ist das älteste und größte in Baden-Württemberg und wird seit 1989 von einem hauptamtlichen Ranger betreut.

Seit 2001 ist das Naturschutzzentrum Südschwarzwald mit Sitz im Haus der Natur für die Betreuung des Gebietes zuständig. Es verfügt über eine ständige, interaktive Ausstellung und ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm im Schutzgebiet.

Im Jahr 2005 wurde unmittelbar hinter dem Haus ein neuer Naturlehrpfad angelegt.

Ausblicke

Der Feldberg bietet einen der weitläufigsten Rundblicke Deutschlands – vor allem im Winter, wenn es eine Temperaturinversion gibt.

  • Im Westen, auf der anderen Seite des Oberrheingrabens, sind die gesamten Vogesen zu sehen, vom Ballon d’Alsace bis zum Mont Donon und Mont Sainte-Odile. Darüber hinaus ist manchmal der südliche Pfälzerwald zu sehen.
  • Im Norden liegt die Hornisgrinde, im Nordosten die gesamte Kette der Schwäbischen Alb mit dem Lemberg und rechts davon die Hegau-Vulkane.
  • Im Süden reichen die Alpen von der Alpspitze und Zugspitze im Osten bis zu den Allgäuer Alpen, Verwall Alpen, Silvretta, Säntis, Glarner Alpen, Urner Alpen, Berner Alpen und Mont Blanc im Westen.
  • Vor den Westalpen und besonders rechts vom Mont Blanc ist der Schweizer Jura mit seinem höchsten Punkt, dem Chasseral, zu sehen. So reicht der Blick vom italienischen Mont Blanc bis nach Südwestdeutschland und von Österreich bis nach Frankreich.

Geologie

Das Grundgestein des Berges aus Gneis ist rund eine Milliarde Jahre alt. Das Feldberggebiet wurde dreimal gehoben und dann wieder abgetragen. Was heute existiert, kann als „dritter Feldberg“ bezeichnet werden.

  • Der „erste Feldberg“ entstand im Präkambrium als Teil eines Orogens und wurde dann vollständig abgetragen.
  • Der „zweite Feldberg“ entstand im Devon und Karbon, als Teil der variszischen Orogenese. Auch er wurde abgetragen, und im Mesozoikum und der frühen Trias lagerten sich in dem entstandenen Sedimentationsraum Schichten von Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper, Lias, Dogger und Malm ab. Einige dieser Sedimente sind maritime Ablagerungen aus interkontinentalen Ozeanen, die anderen sind kontinentalen Ursprungs.
  • Der „dritte“ und heutige Feldberg wurde während der alpinen Orogenese im Tertiär gebildet. Seitdem wurden diese Sedimente durch Wasser- und Äolenerosion immer weiter abgetragen, so dass heute nur noch das Grundgestein übrig ist.

Quelle: Wiki

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