Unabhängig voneinander haben sich innerhalb der Bussardartigen in den Urwäldern große, kräftige Greivvögel entwickelt, die aufgrund ihrer Fähigkeit selbst große Affen zu schlagen, als „Affenadler“ bezeichnet werden.

So lebt als stärkster Greifvogel der Neuen Welt die Harpyie. Die einzige Art in Afrika, die fast ausschließlich Jadg auf Affen macht, ist der Kronenadler. Erst seit 1894 bekannt ist de phillipinische Art, der eigentliche Affenadler.

Lebensweise

Die eingeschränkten Sichtverhältnisse im Urwals zwingen die Tiere zur Jagd aus dem Hinterhalt. Selten sieht man sie wie z. B. bei der Balz des Kronenadlers, über den Baumwipfeln aufsteigen. Sie lauern oft stundenlang, um sich dann zielsicher auf das Beutetier zu stürzen, das in Reichweite ihrer Fänge kommt.

Manchmal verfolgen sie ihre Beute lautlos. Angepasst an ihre Lebensweise haben die Affenadler kurze, breite Flügel und einen langen Schwanz; die starken Läufe und Zehen sind mit großen Krallen bewehrt.

Philippinischer Affenadler

Er lebte ursprünglich in den Gebirgswäldern von vier Inseln der Philippinen bis zu einer Höhe von 1200 m, heute kommt er nur noch auf Mindanao und Luzòn vor. Sein Kopf ist, einer Löwenmähne gleich, mit langen Federn geschmückt, die zu einer Krone aufstellbar sind. Der riesige, adlerartige Schnabel ist hoch und seitlich abgeflacht. Die Körperoberseite ist schwarzblau, die Unterseite weiß, zum Teil mit dunklen Streifen auf der Brust. Nur der Schwanz ist kastanienrot, die Füße und Beine sind gelb mit schwarzen Krallen.

Beide Geschlechter sind einander sehr ähnlich. Bei einer Gesamtlänge bis zu 100 cm und einer Flügellänge von über 60 cm erreichen sie ein Gewicht bis zu 4,5 kg.

Nahrung

Die Nahrung der Affenadler besteht bis zu 90% aus mittelgroßen, baumbewohnenden Säugetieren. Bevorzugte Beutetiere sind Großgleitflieger, aber auch Affen und in der Nähe von menschlichen Ansiedlungen kleinere Haustiere. Tauchen Affenadler im Wald auf, verursachen sie selbst bei Vögeln große Aufregung, da sie auch Krähen und Nashornvögel nicht verachten.

Kronenadler

Er trägt ebenfalls einen Federschopf. Als einer stärksten und angriffslustigsten Vögel Afrikas jagd er im Urwald meist in der Dämmerung vorwiegend Affen. Seine große Reviere erstrecken sich aber auch auf die Savannen, in denen er Antilopen und Klippschliefer greift. Eidechsen, Schlangen und Vögel erweitern den Speisezettel.

Entgegen seiner eigentlich versteckten Lebensweise bestimmt sich der Kronenadler während der Balz recht auffällig, wenn er über seinem Territorium kreist. Mit angelegten Flügeln lässt er sich dann steil herabstürzen, um erneut unter gellendem Rufen hoch aufzusteigen, bis er sich, ebenfalls im Sturzflug, dem Weibchen nähert.

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Verfasst von

Leonie Auerbach

Leonie ist seit 2017 Mitglied des ScreenHaus Magazin Autorenteams und ist ein absoluter Tier- und Reisefreund. Wann immer ihr ein interessantes Tier oder Reiseziel über den Weg läuft, erfahrt ihr es in ihren Steckbriefen zuerst!