Spiekeroog Steckbrief & Bilder

Spiekeroog Steckbrief & Bilder

Spiekeroog ist eine der Ostfriesischen Inseln, die der deutschen Nordseeküste vorgelagert sind.

Sie befindet sich zwischen Langeoog im Westen und Wangerooge im Osten.

Die Insel gehört zum Landkreis Wittmund, in Niedersachsen in Deutschland.

Das einzige Dorf auf der Insel heißt ebenfalls Spiekeroog. Die Insel ist Teil des Weltnaturerbes Wattenmeer der UNESCO und des Nationalparks Wittbülten.

Spiekeroog umfasst eine Fläche von 18,25 km2, die kürzeste Entfernung zum Festland beträgt 5,7 km. Die Insel ist, mit Ausnahme von Elektroautos und Feuerwehr- und Rettungsfahrzeugen, autofrei. Eine tägliche Fährverbindung vom Hafen Neuharlingersiel aus verbindet die Insel mit dem deutschen Festland. Von der Nachbarinsel Wangerooge ist die Insel durch die sogenannte Harle getrennt.

Die Herkunft des Namens „Spiekeroog“ ist umstritten. Die meisten Bewohner neigen heute zu der Annahme, dass es eine Übersetzung von „Speicherinsel“ ist.

Geschichte

Spiekeroog wurde erstmals im Jahr 1398 als Insel Spiekeroch erwähnt. Zu dieser Zeit war sie ein Versteck für Piraten. Sie wurden von den Inselbewohnern unterstützt, waren aber auch nicht abgeneigt, sie auszurauben.

Im Jahr 1625 lebten 13 Familien auf der Insel, die von der Landwirtschaft, dem Fischfang und der Produktion von Muschelkalk lebten. In späteren Jahren wurden der Walfang und die Schifffahrt immer wichtiger für die Insel. Während der napoleonischen Besatzung kam die Schifffahrt aufgrund der Blockade gegen England zum Erliegen, was zu großer Armut führte. Der Schmuggel von Waren von und nach dem damaligen englischen Helgoland war in dieser Zeit die einzige Einnahmequelle.

Im Jahr 1812 griff England die französischen Siedlungen auf der Insel an, wurde aber zurückgeschlagen.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts setzte sich die aus England stammende Idee der Küstenbäder auch auf den deutschen Nordseeinseln durch. Das erste Seebad wurde 1797 auf der Insel Norderney gegründet. Seit 1820 nutzen die Gäste Spiekeroog als Urlaubsort. 1792 wurde ein wöchentlicher Fährbetrieb von Neuharlingersiel aus eingerichtet, seit 1842 verkehrt der Fährdienst täglich.

Um den Komfort der Touristen und Gäste zu verbessern, wurde 1885 eine 1,7 km lange Pferdeeisenbahn zwischen dem Ort und dem Weststrand gebaut. Sie wurde 1892 bis zum neu erbauten Hafen im Südwesten der Insel verlängert. Diese Pferdeeisenbahn wurde am 31. Mai 1949 durch Dieselzüge ersetzt und ist damit die letzte Pferdeeisenbahn in Deutschland.

Tourismus

Spiekeroog war ein häufiges Urlaubsziel für verschiedene Bundespräsidenten. Gustav Heinemann, Richard von Weizsäcker und Johannes Rau (der auf der Insel heiratete) verbrachten hier ihren Urlaub.

Als Nordseebad beherbergt die Insel verschiedene Gesundheitseinrichtungen, darunter ein Wellness-Center, ein Mutter-Kind-Gesundheitszentrum und ein Inselbad.

Spiekeroog verfügt über eine Kapazität von 3.500 Gästebetten – alle Hotels, Pensionen, Privatzimmer, Ferienwohnungen sowie Gesundheits- und Freizeiteinrichtungen mitgezählt. Nach einer Erhebung aus dem Jahr 2003 besuchen jährlich 64.000 Touristen die Insel, davon 554.000 Übernachtungen und 81.000 Tagesgäste.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer auf der Insel beträgt 5,8 Tage.
Neben Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen gibt es im westlichen Teil der Insel einen Campingplatz. Er ist von Mai bis September geöffnet.

Sehenswürdigkeiten

Die „Alte Inselkirche“ (evangelisch) wurde 1696 erbaut und ist damit die älteste aller Kirchen auf den Ostfriesischen Inseln. Das Marienbildnis im Inneren der Kirche soll von einem Schiff der spanischen Armada stammen, das 1588 auf Spiekeroog gestrandet war.

Der Drinkeldodenkarkhof, auch bekannt als „Friedhof der Heimatlosen„, ist der Friedhof für die 84 Opfer des Untergangs des Schiffes Johanne im Jahr 1854. Das Inselmuseum zeigt historische Artefakte der Insel, die Entwicklung des Seebades und die Natur auf der Insel.
Das Muschelmuseum im Kogge-Haus zeigt eine Ausstellung von 2000 Muscheln aus aller Welt.

Seit 2007 steht die Bronzeskulptur „De Utkieker“ (Höhe 3,50 m) des deutschen Bildhauers Hannes Helmke auf einer Düne und blickt auf das Meer. Sie ist ein Symbol für den Erhalt der Insel als Naturjuwel.
Das Nationalparkzentrum Wittbülten liegt zwei Kilometer östlich des Dorfes Spiekeroog, umgeben von Sanddünen und Salzwiesen, die mit Meerlavendel bewachsen sind. Die Ausstellung zeigt ein Pottwalskelett und viele interaktive und multimediale Objekte, die die Lebensräume der Insel erklären.

Die Wattwanderungen sind eine weitere Hauptattraktion der Insel.
Von April bis September (je nach Ferienzeiten) verkehrt eine Pferdeeisenbahn zwischen dem alten Bahnhof und Westend.

Quelle: Wiki

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