Seelöwen Steckbrief – Kalifornischer Seelöwe, Aussehen, Lebensweise

Seelöwen Steckbrief – Kalifornischer Seelöwe, Aussehen, Lebensweise

Zwei Gruppen von Seelöwen unterscheiden wir rein nach ihrem äußeren Erscheinungsbild. Zur ersten Gruppe, die insgesamt seltenere Vertreter aufweist, gehören die Mähnenrobbe, der Auckland-Seelöwe, der Australische Seelöwe und der Steller-Seelöwe. Sie alle zeichnen sich durch ihre Größe, die beim Männchen bis 3.50 m betragen kann, durch den oft beträchtigen Größenunterschied zwischen Männchen und Weibchen, die Mähnen der Männchen und deren „löwenartiges“ Gebrüll aus. Ihr Fell ist einfarbig braun und besitzt keine Unterwolle, weshalb es für die Pelzindustrie ohne Bedeutung ist. Lediglich die beiden australischen Arten, Auckland- und Australischer Seelöwe, vermittelndiesbezüglich zu den Seebären.
Bei ihnenbesitzen die Jungen noch eine dichte Unterwolle. Die zweite bekanntere und häufigere Gruppe umfasst die Seelöwen der Gattung Zalophus.

Kalifornischer Seelöwe

Zur zweiten, bekannteren, aber äußerlichund verhaltensmäßig andersartigen Gruppe gehören der Kalifornische Seelöwe und der mit ihm verwandte Galapagos-Seelöwe. Sie besitzen im Gegensatz zur kurzen Bulldogschnauze der anderen Seelöwen eine lange, schlanke Schnauze, keine Mähne und bellen hundeartig. Auch sind sie weniger massig und behender in ihren Bewegungen an Land. Ähneln die erstgenannten Seelöwen in ihrem Verhalten den Seebären, bilden der Kalifornische und der Galapagos Seelöwe viel lockerere Verbände ohne straffe Organisation.

Fortpflanzung

Nach 342 bis 365 Tagen bringen die Weibchen ein kastanienbraunes Junges zur Welt, das in stillen Buchten mit anderen Jungen das Schwimmern erlernt.

Lebensweise

Alle erwachsenen Seelöwen sind im trockenen Zustand einheitlich mehr oder weniger dunkelbraun, teilweise mit hellerer Unterseite und hellen Abzeichen am Kopf. Sie ernähren sich von Fischen, wie zum Beispiel Lachsen, sowie von Krebsen und Tintenfischen. Der Australische Seelöwe jagt ausschließlich Pinguine. Alle sind sehr gewandte Schwimmer, die sich von hohen Klippen ins Wasser stürzen und teilweise hoch aus dem Wasser herausspringen können. Kalifornische Seelöwen tauchen bis zu 100 m Tiefe und bis zu 15 Minuten lang. Seelöwen gelten als sehr intelligent und spielfreudig, weshalb sie gern für Zirkusvorstellungen abgerichtet werden. Kalifornischer- und Galapagos-Seelöwen sind im Bestand nicht , dagegen andere Arten zumindest teilweise, gefährdet.

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