Olympiapark Steckbrief & Bilder

Olympiapark Steckbrief & Bilder

Der Olympiapark in München, Deutschland, ist ein Olympiapark, der für die Olympischen Sommerspiele 1972 errichtet wurde. Der Park befindet sich im Münchner Stadtteil Oberwiesenfeld und dient weiterhin als Veranstaltungsort für kulturelle, soziale und religiöse Veranstaltungen, wie z. B. Gottesdienste.

Er verfügt über ein modernes Glockenspiel. Verwaltet wird der Park von der Olympiapark München GmbH, einer Holdinggesellschaft, die sich zu 100 Prozent im Besitz der Landeshauptstadt München befindet.

Lage und Struktur

Für das Gesamtareal hat sich der Begriff Olympiapark als halboffizielle Bezeichnung durchgesetzt, eine offizielle Bezeichnung für das gesamte Areal existiert nicht.

  • Das Gesamtareal besteht aus vier separaten Teilbereichen:
  • Olympic Area: Beinhaltet die olympischen Sportstätten wie das Olympiastadion und die Olympiahalle mit Olympiaturm. Außerdem befinden sich in diesem Bereich das Aquatic Center und die Olympic Event Hall.
  • Olympisches Dorf: Umfasst zwei Dörfer, eines für männliche und eines für weibliche Athleten.
  • Olympia-Pressestadt, in der sich heute das Olympia-Einkaufszentrum befindet. Streng genommen gehört dieser Teil zum Gebiet des Stadtteils Moosach.
  • Olympiapark, grenzt südlich an das Olympiagelände an und umfasst den Olympiahügel und den Olympiasee.

Der Park liegt im Stadtteil Milbertshofen-Am Hart in der Nähe der BMW-Group-Zentrale und des „Uptown“-Hochhauses von O2. Der Georg-Bräuchle-Ring trennt das Gebiet in zwei Hälften: Olympisches Dorf und Olympia Pressestadt im Norden und Olympiagelände und Olympiapark im Süden.

Geschichte

Das Dritte Reich

In den 1930er Jahren plante die NSDAP, München als „Hauptstadt der Bewegung“ zu entwickeln, wobei dieses Gebiet als zentraler Schlachthof und Marktplatz der Stadt dienen sollte. Der Zweite Weltkrieg verhinderte die Umsetzung dieses Plans.
Bis 1939 wurde das Oberwiesenfeld überwiegend als Flugplatz genutzt.

Nachkriegsjahre

Nach 1945 lag das Oberwiesenfeld brach und wurde als „Trümmerberg“ bezeichnet, ein Hügel, der aus den Trümmern der Kriegszerstörungen errichtet wurde.

Nach dem Krieg besetzte die US-Armee dieses Gebiet und hatte Einrichtungen auf dem Oberwiesefeld. Im Oktober 1957 brachte die Armee die meisten Flüchtlinge der ungarischen Revolution in einem Lager auf dieser Anlage unter.

Abgesehen von Infrastrukturprojekten wie der Eissporthalle Oberwiesenfeld blieb das Areal in den Nachkriegsjahrzehnten weitgehend ungenutzt und bot einen idealen Standort für den Bau des Olympiastadions und des Olympiageländes.

Vorbereitungen für die Olympischen Spiele

Nachdem das Internationale Olympische Komitee München 1966 den Zuschlag für die Olympischen Spiele erteilt hatte, konkretisierten sich die Pläne für die städtebauliche Neugestaltung des Oberwiesenfeldes.

Der alte Flugplatz, der bis 1939 intensiv genutzt wurde, verlor mit der Eröffnung des Flughafens München-Riem im selben Jahr seine Bedeutung und wurde in den folgenden drei Jahrzehnten ausgebaut. In der Folge blieb der Flugplatz Oberwiesenfeld weitgehend ungenutzt.

Deutschland entschied sich für das Konzept einer „grünen Olympiade“, bei der die demokratischen Ideale im Vordergrund standen. Die Verantwortlichen wollten Zukunftsoptimismus mit einer positiven Einstellung zur Technik verbinden und dabei Erinnerungen an die Vergangenheit, wie die Olympischen Spiele 1936 in Berlin unter Hitler, beiseite schieben.

Das Architekturbüro Günther Behnisch und seine Partner entwickelten einen umfassenden Masterplan für das Sport- und Erholungsgelände, das von 1968 bis 1972 im Bau war.

Die landschaftliche Gestaltung wurde von dem Landschaftsarchitekten Günther Grzimek entworfen. Die auffällige Spannkonstruktion, die einen Großteil des Parks überspannt, wurde von dem deutschen Architekten und Ingenieur Frei Otto mit Günther Behnisch entworfen. Insgesamt kostete das Projekt 1,35 Milliarden Mark.

Der Name „Olympiapark“ knüpfte an die Praxis der städtischen Verwaltungskommission zur Benennung von U-Bahnhöfen entlang der U- und S-Bahnstrecken im Stadtgebiet an. Sie hatte am 3. November 1969 den Namen „Olympiapark“ für die U-Bahn-Station am Olympischen Dorf gewählt, die an der Linie U3 der Münchner U-Bahn liegt.

Dieser Namensentscheidung lag der Gedanke zugrunde, dass der Name „Olympiapark“ gut zum Leitgedanken einer „grünen Olympiade“ passte. Er bezog sich auch auf die zentrale Funktion des U-Bahnhofs, der zusammen mit dem Busbahnhof alle Sportstätten und wichtige Bereiche des Areals bediente.

Der Begriff ging schnell in den quasi-offiziellen Sprachgebrauch und damit auch in die Medien ein. In den meisten Fällen wird die von der Verwaltungskommission festgelegte Bedeutung für das gesamte Gebiet verwendet, nicht nur für den U-Bahnhof, wie es ursprünglich beabsichtigt war.

Verkehrsmittel

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln bietet die Münchner U-Bahn-Linie U3 einen direkten Weg: Von der Münchner Freiheit (einem Platz im Münchner Stadtteil Schwabing, gelegen an der Leopoldstraße) führt die Linie über Schwabing und die Innenstadt zum Olympiapark.

Im Jahr 2007 wurde die Linie U3 bis zur Station Oberwiesenfeld am nördlichen Ende des Olympischen Dorfes und zum Olympia-Einkaufszentrum im hinteren Bereich des Parks verlängert.

Die Weiterführung nach Moosach, wo die Linie an die S-Bahn-Linie S1 anschließt, wurde 2010 fertiggestellt. Der U-Bahnhof Olympiazentrum ist eine zentrale Haltestelle für die Buslinie der MVG.

Der südliche und westliche Teil des Olympiaparks wird ebenfalls über die Münchner Straßenbahnlinien 12, 20, 21 und 27 erschlossen. Da diese Bereiche vom nördlichen Teil des Olympiaparks abgelegen sind, sind sie vor allem für das dort alljährlich im Sommer stattfindende Musikfestival Tollwood von Interesse.

Nach den Olympischen Spielen 1972 wurde die Station Olympiastadion vom regulären Netz abgekoppelt. Er wurde für einige Veranstaltungen genutzt, doch 1988 wurde der Bahnhof geschlossen und die Gleise 2003 abgebaut. Er wurde aufgegeben und verfällt weiter.

Der Olympiapark ist mit dem Auto über die Autobahn Mittlerer Ring erreichbar. Das Olympische Dorf ist für den Autoverkehr gesperrt.

Quelle: Wiki

Hast du gefunden, wonach du gesucht hast?

Wir geben uns die größte Mühe, mit unseren Artikeln tolle Inhalte zu erstellen und viele Fragen zu beantworten. Für alle Fälle, in denen das nicht klappt, haben wir darüber hinaus eine eigene Suchmaschine entwickelt, die dir weitere Artikel von screenhaus sowie anderen vertrauenswürdigen Seiten vorschlägt, um dir bei der Suche nach Antworten zu helfen.

Schau mal, das haben andere zu diesem Thema gesucht: