Oktoberfest Steckbrief & Bilder

Oktoberfest Steckbrief & Bilder

Das Oktoberfest ist das größte Volksfest der Welt (Bierfest und Wanderkirmes). Es findet jährlich in München, Bayern, Deutschland statt.

Es ist ein 16- bis 18-tägiges Volksfest, das von Mitte oder Ende September bis zum ersten Sonntag im Oktober stattfindet und jedes Jahr von mehr als sechs Millionen Menschen aus der ganzen Welt besucht wird.

Lokal wird es d’Wiesn genannt, nach dem umgangssprachlichen Namen für das Festgelände, Theresienwiese. Das Oktoberfest ist ein wichtiger Teil der bayerischen Kultur und wird seit dem Jahr 1810 veranstaltet. Auch in anderen Städten der Welt wird das Oktoberfest nach dem Vorbild des Münchner Originals gefeiert.

Während der Veranstaltung werden große Mengen an Oktoberfestbier konsumiert. Während des 16-tägigen Festes im Jahr 2013 wurden zum Beispiel 7,7 Millionen Liter (66.000 US bbl; 1.700.000 imp gal) ausgeschenkt.

Darüber hinaus gibt es für die Besucher zahlreiche Attraktionen, wie Fahrgeschäfte, Buden und Spiele. Außerdem gibt es eine große Auswahl an traditionellen Speisen.

Ursprünglich fand das Münchner Oktoberfest in der 16-tägigen Periode vor dem ersten Sonntag im Oktober statt. Im Jahr 1994 wurde dieser langjährige Termin im Zuge der deutschen Wiedervereinigung geändert.

Fällt der erste Sonntag im Oktober auf den 1. oder 2. Oktober, so dauert das Fest bis zum 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit). Somit dauert das Fest nun 17 Tage, wenn der erste Sonntag auf den 2. Oktober fällt, und 18 Tage, wenn es der 1. Oktober ist.

Im Jahr 2010 dauerte das Festival bis zum ersten Montag im Oktober (4. Oktober), um das zweihundertjährige Bestehen des Festivals zu feiern.

Geschichte

Kronprinz Ludwig (1786-1868), der spätere König Ludwig I. (Regierungszeit: 1825-1848), heiratete am 12. Oktober 1810 Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen.

Zur Feier des königlichen Ereignisses wurden die Bürger Münchens zu einem Fest auf den Feldern vor den Toren der Stadt eingeladen. Zu Ehren der Kronprinzessin erhielt die Wiese den Namen Theresienwiese, den sie bis heute beibehalten hat, obwohl die Einheimischen den Namen einfach zu „Wiesn“ abkürzen.

Zu Ehren des Brautpaares wurden am 18. Oktober Pferderennen veranstaltet, die in der Tradition des Scharlachrennens am Karlstor aus dem 15. Es wird allgemein angenommen, dass Andreas Michael Dall’Armi, ein Major der Nationalgarde, die Idee dazu hatte.

Die Ursprünge der Pferderennen und des Oktoberfestes selbst könnten jedoch auf Vorschläge von Franz Baumgartner, einem Kutscher und Feldwebel der Nationalgarde, zurückgehen. Die genauen Ursprünge des Festes und der Pferderennen bleiben umstritten.

Mit dem Beschluss, die Pferderennen, das Spektakel und die Feierlichkeiten im Jahr 1811 zu wiederholen, begann jedoch die heute jährlich stattfindende Tradition des Oktoberfestes.

Der Festplatz, einst außerhalb der Stadt gelegen, wurde wegen seiner natürlichen Eignung gewählt. Der Sendlinger Berg (heute Theresienhöhe) wurde als Tribüne für 40.000 Rennzuschauer genutzt. Das Festgelände blieb bis auf das Zelt des Königs unbebaut.

Die Verkostung von „Traiteurs“ und anderem Wein und Bier fand oberhalb der Besucher auf den Tribünen auf dem Hügel statt. Vor dem Start des Rennens gab es eine Aufführung zu Ehren des Bräutigams und der königlichen Familie in Form eines Zuges von 16 Kinderpaaren in Wittelsbacher Trachten und Trachten aus den neun bayerischen Gemeinden und anderen Regionen.

Es folgte das straffe Rennen mit 30 Pferden auf einer 3.400 Meter langen Rennstrecke, das mit dem Gesang eines Schülerchors endete. Das erste Pferd, das die Ziellinie überquerte, gehörte Franz Baumgartner (einem der vermeintlichen Initiatoren des Festes). Pferderennmeister und Staatsminister Maximilian von Montgelas überreichte Baumgartner seine Goldmedaille.

Umwandlung in ein Volksfest

19. Jahrhundert

1811 wurde eine Schau zur Förderung der bayerischen Landwirtschaft hinzugefügt. 1813 wurde das Fest wegen der Verwicklung Bayerns in die Napoleonischen Kriege abgebrochen, danach wuchs das Oktoberfest von Jahr zu Jahr. Zu den Pferderennen gesellten sich Baumklettern, Kegelbahnen, Schaukeln und andere Attraktionen.

Im Jahr 1818 kamen die Schaustellerbuden hinzu, die vor allem Preise aus Silber, Porzellan und Schmuck vergaben. 1819 übernahmen die Stadtväter die Leitung des Festes, und es wurde beschlossen, das Oktoberfest zu einer jährlichen Veranstaltung zu machen.

Im Jahr 1832 wurde der Termin um einige Wochen nach hinten verlegt, da eine griechische Delegation kam. Diese inspirierte sie für die Zappas-Olympiade, aus der 1896 die modernen Olympischen Spiele wurden. Später wurde das Oktoberfest verlängert und der Termin vorverlegt, weil die Tage Ende September länger und wärmer sind.

Das Pferderennen wurde bis 1960 beibehalten, und die Landwirtschaftsschau existiert noch heute und findet alle vier Jahre im südlichen Teil des Festgeländes statt.

Zu Ehren der Hochzeit von Prinz Ludwig und Therese von Sachsen-Hildburghausen fand 1810 zum ersten Mal ein Festumzug statt. Seit 1850 ist der Festumzug ein jährliches Ereignis und wichtiger Bestandteil des Oktoberfestes. Achttausend Menschen – zumeist aus Bayern – ziehen in Tracht von der Maximilianstraße durch die Münchner Innenstadt zum Oktoberfestgelände. Angeführt wird der Marsch vom Münchner Kindl.

Seit 1850 wacht die Statue des Bayern über das Oktoberfest. Der weltgewandte bayerische Patron wurde zunächst von Leo von Klenze im klassischen Stil skizziert, Ludwig Michael Schwanthaler romantisierte und „germanisierte“ den Entwurf. Geschaffen wurde die Statue von Johann Baptist Stiglmaier und Ferdinand von Miller.

Im Jahr 1853 wurde die Bayerische Ruhmeshalle fertiggestellt. 1854 wurde das Fest abgesagt, nachdem bei einer Cholera-Epidemie 3.000 Münchner, darunter auch der königliche Gemahl, gestorben waren. Im Jahr 1866 fand kein Oktoberfest statt, da Bayern in den Österreichisch-Preußischen Krieg verwickelt war.

Im Jahr 1870 erzwang der Deutsch-Französische Krieg erneut die Absage des Festes. Im Jahr 1873 wurde das Fest wegen einer erneuten Choleraepidemie abgesagt. 1880 beleuchtete elektrisches Licht mehr als 400 Buden und Zelte. 1881 eröffneten die Bratwurststände und 1892 wurde das erste Bier in Glaskrügen ausgeschenkt.

Ende des 19. Jahrhunderts fand eine Neuorganisation statt. Bis dahin gab es in den Bierbuden Kegelspiele, große Tanzflächen und Bäume zum Klettern. Die Organisatoren wollten mehr Platz für Gäste und Musikanten und so wurden die Buden zu Bierhallen, die noch heute genutzt werden.

1887 fand zum ersten Mal der Festumzug der Oktoberfestmitarbeiter und Brauereien statt. Bei dieser Veranstaltung präsentieren sich die prächtig geschmückten Pferdegespanne der Brauereien und die Musikkapellen, die in den Festzelten spielen. Diese Veranstaltung findet immer am ersten Samstag des Oktoberfestes statt und dient als offizieller Auftakt des Oktoberfestes.

Quelle: Wiki

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