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Kuckuck Steckbrief – Bilder, Aussehen, Ruf

Kuckuck Steckbrief – Bilder, Aussehen, Ruf

Die systematische Einteilung der 130 Kuckucksarten ist sehr uneinheitlich. Viele Arten sind richtige Brutschmarotzer. Sie bauen weder die Nester selber noch brüten sie die Eier aus oder füttern die nackt und blind geschlüpften Jungen.

Verbreitung

Das Brutgebiet des Kuckucks erstreckt sich über Nordafrika und Eurasien, wo die Vögel sehr unterschiedliche Lebensräume besiedeln, darunter sowohlTundren, Moore, Wälder oder Karstgebiete.
Zum Winter hin ziehen europäische Brutvögel – überwiegend einzeln und nachts – weit nach Afrika, wobei erwachsene Kuckucke schon früher im Jahr als Jungvögel abwandern.

Brutverhalten

Der Kuckuck hat eine sehr interessante Lebensweise, denn er ist der einzige Vogel, der seine Eier von anderen Vögel ausbrüten lässt und auch die Jungtiere von anderen aufziehen lässt.
Ein Kuckucks-Weibchen legt 15 bis 20 Eier jeweils in verschiedene Nester. Dabei ist jedes einzelen Weibchen auf eine ganz spezielle Vogelart spezialisiert. Das eine Weibchen legt die Eier in das Nest von Bachstelzen und das andere in die von Sumpfrohrsängern. Die Kuckuckseier sehen denen des Wirtsvogels sehr änhlich, sind aber oft etwas größer. Die Wirtsvögel erkennen das fremde Ei nicht und brüten es zusammen mit den eigenen Eiern aus.
Sobald der junge Kuckuck geschlüpft ist, wirft er alles aus dem Nest was noch drin liegt. Ob verbliebende Eier oder junge Stiefgeschwister, alles wird über den Nestrand geworfen. Somit hat der junge Kuckuck nun das Nest für sich und wird von den Wirtsvögeln alleine groß gezogen. Oft wird dem Jungkuckuck das Nest zu klein, und die Stiefeltern können den Jungvogel nur füttern, indem sie ihm auf den Rücken klettern.

Ruf

Der wohl bekannteste Ruf unter den Vogelstimmen stammt von dem Kuckuck, denn der hat ihm auch zum Namen verholfen. Dieser Ruf ist sehr weit zu hören. Die Pausen zwischen den Rufen hängt von der Erregung des Männchens ab. Je erregter der Kuckuck ist, desto kürzer sind die Pausen.

Aussehen

Der Kuckuck ist ca. 33 cm lang. Das graue Gefieder der Altvögel mit seiner Querbänderung erinnert an Sperber oder der Turmfalke. Der abgestufte, weißgefleckte Schwanz sowie der längere Schnabel und auch der typische Flügelschlag unterscheiden sie sich deutlich vom Greifvogel.

Nahrung

Wie viele andere Vögel der Arte erbeuten auch die Kuckucke gern stark behaarte Schmetterlingsraupen, welche sie mit dem Schnabel durchkneten und hin und her schleudern, bis der Darminhalt herausspritzt. Diese sehr schädlichen Raupen werden von den meisten anderen Vögeln verschmäht, was den Kuckuck für den Menschen zu einem nützlichen Tier macht. Es stehen aber auch Käfer und Heuschrecken auf dem Speiseplan. und die Weibchen fressen auch regelmäßig die anderen Eier aus den Nestern, wo sie ihre Eier ablegt.

Leonie Auerbach

Geschrieben von Leonie Auerbach

Leonie ist seit 2017 Mitglied des ScreenHaus Magazin Autorenteams und ist ein absoluter Tier- und Reisefreund. Wann immer ihr ein interessantes Tier oder Reiseziel über den Weg läuft, erfahrt ihr es zuerst!

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