Gamla stan Steckbrief & Bilder

Gamla stan Steckbrief & Bilder

Gamla stan „Die alte Stadt“, ist die Altstadt von Stockholm, Schweden.

Gamla stan besteht hauptsächlich aus der Insel Stadsholmen.

Offiziell, aber nicht umgangssprachlich, umfasst Gamla stan auch die umliegenden Inseln Riddarholmen, Helgeandsholmen und Strömsborg.

Übersicht

Die Stadt geht auf das 13. Jahrhundert zurück und besteht aus mittelalterlichen Gassen, gepflasterten Straßen und archaischer Architektur.

Die norddeutsche Architektur hat einen starken Einfluss auf den Bau der Altstadt gehabt.

Stortorget ist der Name des malerischen großen Platzes im Zentrum von Gamla Stan, der von alten Kaufmannshäusern, darunter das Stockholmer Börsengebäude, umgeben ist.

Der Platz war der Schauplatz des Stockholmer Blutbads, bei dem schwedische Adlige im November 1520 vom dänischen König Christian II. massakriert wurden.

Der darauf folgende Aufstand und Bürgerkrieg führte zur Auflösung der Kalmarer Union und der anschließenden Wahl von König Gustav I.
Gamla stan beherbergt nicht nur den Stockholmer Dom, das Nobelmuseum und die Riddarholm-Kirche, sondern auch Kungliga slottet, Schwedens barockes Königsschloss, das im 18. Jahrhundert erbaut wurde, nachdem der vorherige Palast Tre Kronor abgebrannt war.

Das Adelshaus (Riddarhuset) befindet sich an der nordwestlichen Ecke der Gamla stan.

Das Restaurant Den gyldene freden befindet sich in der Österlånggatan. Es ist seit 1722 ununterbrochen in Betrieb und ist laut Guinness-Buch der Rekorde das am längsten betriebene Restaurant mit unveränderter Umgebung und eines der ältesten Restaurants der Welt.

Heute ist es im Besitz der schwedischen Nobelakademie, die dort jede Woche ihr „Donnerstagsmittagessen“ abhält. In der Stockholmer Kathedrale befindet sich eine Statue des Heiligen Georg und des Drachen (von Bernt Notke), während die Riddarholmskyrkan die königliche Begräbniskirche ist. In Bollhustäppan, einem kleinen Hof am Slottsbacken hinter der finnischen Kirche, gleich südlich der Hauptzufahrt zum Königspalast, steht eine der kleinsten Statuen Schwedens, ein kleiner Junge in Schmiedeeisen.

Auf der Tafel direkt unter der Statue steht der Name „Järnpojken“ („Der eiserne Junge“). Sie wurde 1967 von Liss Eriksson geschaffen.
Von der Mitte des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts galt Gamla stan als Slum, viele der historischen Gebäude waren baufällig, und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurden mehrere Häuserblocks mit insgesamt fünf Gassen für die Erweiterung des Riksdag abgerissen (siehe Brantingtorget). Seit den 1970er und 80er Jahren ist es jedoch zu einer Touristenattraktion geworden, da der Charme der mittelalterlichen Architektur, der Renaissance und der späteren Anbauten von späteren Generationen geschätzt wurde.

Die Archäologie der 370 Häuser in Gamla stan ist nur unzureichend dokumentiert. Jüngste, von Freiwilligen durchgeführte Bestandsaufnahmen haben jedoch gezeigt, dass viele Gebäude, die bisher auf das 17. und 18. Jahrhundert datiert wurden, bis zu 300 Jahre älter sein können.

Geschichte

Herkunft des Namens

Der Name Stockholm bezog sich ursprünglich nur auf Gamla Stan, aber mit der Ausdehnung der Stadt bezieht sich der Name jetzt auch auf mehrere Vororte und die Metro-Region. Der Name Stockholm bedeutet auf Schwedisch „Blockinsel“.

Die frühere Hauptstadt Schwedens befand sich in Sigtuna. Vor tausend Jahren hatte Sigtuna Probleme mit bewaffneten Banden, die die Stadt angriffen. Die Situation wurde unhaltbar, und es musste ein neuer Standort für die Hauptstadt Schwedens gefunden werden.

Der Legende nach nahmen die Anführer in Sigtuna einen Holzklotz, schnitten das gesamte Holz heraus, füllten ihn mit Gold und ließen ihn auf dem Wasser treiben. Der Stamm trieb mehrere Tage lang auf dem Wasser und landete schließlich auf der Insel, auf der sich heute Gamla Stan befindet.

Die Insel wurde Stockholm oder Blockinsel genannt, was bedeutet, dass der Baumstamm dort auf dem Boden aufschlug. Hier wurde beschlossen, die neue Hauptstadt Schwedens zu gründen. Die Insel Stockholm hatte den Vorteil, dass es sich um eine Insel handelte, die leicht gegen bewaffnete Banden zu verteidigen war, die vermutlich die Stadt angreifen wollten. Auch aus handelspolitischer Sicht hatte sie den Vorteil, dass sie direkt an der Einmündung des Mälarsees lag, eines großen Sees, der für den damaligen Handel mit der Ostsee sehr wichtig war. Eine Skulptur, die den alten Klotz symbolisiert, befindet sich heute im Stadshuset, dem Stockholmer Rathaus.

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Gamla stan einfach als själva staden („die Stadt selbst“) bezeichnet, was wohl sinnvoll war, da die umliegenden Gebiete noch überwiegend ländlich geprägt waren und als malmarna („die Bergrücken“) bezeichnet wurden. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt auf Karten und in der Literatur als staden mellan broarna („die Stadt zwischen den Brücken“) oder staden inom broarna („die Stadt innerhalb der Brücken“) bezeichnet, eine Bezeichnung, die bis 1980 offiziell blieb und ab 1934 auch die Inseln Helgeandsholmen und Strömsborg einschloss. Der Name Gamla stan stammt wahrscheinlich aus dem frühen 20. Jahrhundert und wurde damals umgangssprachlich verwendet. „Gamla“ bedeutet „(die) Alte“. Das Wort stan ist einfach eine Verkürzung des Wortes staden („sta’n“), was „die Stadt“ bedeutet. Im Jahr 1957 wurde hier eine Station der Stockholmer U-Bahn mit dem Namen Gamla stan eröffnet. Obwohl der offizielle Name 1980 in Gamla stan geändert wurde, wird das moderne Stockholm gelegentlich als „Die Stadt zwischen den Brücken“ bezeichnet.

Quelle: Wiki

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