Lüneburg Steckbrief – Lage, Stadtplan

Lüneburg Steckbrief – Lage, Stadtplan

Lüneburg ist eine Stadt im Bundesland Niedersachsen. Sie liegt etwa 50 km südöstlich der Hansestadt Hamburg und gehört zu deren Metropolregion. In der Hauptstadt des gleichnamigen Landkreises leben rund 77.000 Menschen. Das Stadtgebiet Lüneburgs, zu dem auch die umliegenden Gemeinden Adendorf, Bardowick, Barendorf und Reppenstedt gehören, hat rund 103.000 Einwohner. Seit 2007 darf Lüneburg den Titel „Hansestadt“ im Namen führen, um die Zugehörigkeit zur ehemaligen Hanse zu würdigen. Lüneburg ist auch Sitz der Leuphana Universität.

Geografie

Lage

Lüneburg liegt an der Ilmenau, etwa 30 Kilometer von deren Mündung in die Elbe entfernt. Der Fluss fließt durch die Stadt und wird im Stadtlied besungen; er wurde früher von Koggen durchquert, die Salz aus der Stadt zu den anderen, größeren Häfen der Hanse in der Nähe brachten.
Südlich der Stadt erstreckt sich die 7.400 Quadratkilometer große Lüneburger Heide, die durch großflächigen Holzeinschlag, Waldbrände und Beweidung entstanden ist. Die Überlieferung, dass die Heide durch jahrhundertelangen Holzeinschlag entstanden ist, um den ständigen Holzbedarf der Lüneburger Saline zu decken, ist historisch nicht belegt. Wahrscheinlicher ist, dass die Heide ursprünglich durch Rodungen in der Bronzezeit entstanden ist.

Die Altstadt von Lüneburg liegt über einem Salzstock, der die ursprüngliche Quelle des Wohlstandes der Stadt ist. Der ständige Abbau der Salzvorkommen, über denen die Stadt steht, hat jedoch auch zu einer mal allmählichen, mal dramatisch ausgeprägten Absenkung verschiedener Bereiche der Stadt geführt. Am westlichen Rand der Stadt befindet sich der Kalkberg, eine kleine Anhöhe und ehemaliger Gipssteinbruch.

Stadtplan

Historische Stadtteile

Das Motto Mons, Pons, Fons („Hügel, Brücke, Quelle“) prägte die Entwicklung der Stadt ab dem 8. Jahrhundert, als sie aus zunächst drei, später vier Siedlungsgebieten zusammenwuchs. Jahrhundert, als sich die Stadt aus zunächst drei, später vier Siedlungsgebieten herausbildete: der Fluchtburg auf dem – damals wesentlich höher gelegenen – Kalkberg mit der angrenzenden Siedlung (Marktviertel), dem Dorf Modestorpe zwischen der Ilmenaubrücke und dem großen Platz Am Sande (Sandviertel) und der Saline mit der ummauerten Arbeitersiedlung (Sülzviertel). Erst im 13. Jahrhundert entstand die Flusshafensiedlung (Wasserviertel) zwischen dem Marktplatz und der Ilmenau. Die so entstandene Stadtgestalt änderte sich erst mit der Stadterweiterung im späten 19. Jahrhundert und ist noch heute deutlich sichtbar.
Die sechs historischen Stadttore Lüneburgs waren das Altenbrücker Tor, das Bardowicker Tor, das Rote Tor, das Sülztor, das Lüner Tor und das Neue Tor.

Stadtteile

Lüneburg hat die folgenden Stadtteile: Altstadt, Bockelsberg, Ebensberg, Goseburg-Zeltberg, Häcklingen, Kaltenmoor (der größte Stadtteil mit rund 8.000 Einwohnern), Kreideberg, Lüne, Moorfeld, Mittelfeld, Neu Hagen, Ochtmissen, Oedeme, Rettmer, Rotes Feld, Schützenplatz, Weststadt und Wilschenbruch.
Jüttkenmoor, Klosterkamp, Bülows Kamp, In den Kämpen, Krähornsberg, Schäferfeld, Volgershall und Zeltberg sind die Namen der einzelnen Blöcke innerhalb eines Stadtteils.

Subventionen

Die Häuser im historischen Viertel zwischen der Lüneburger Saline (heute Deutsches Salzmuseum) und dem Kalkberg wurden über einem von der Saline ausgehobenen Salzstock errichtet, der bis knapp unter die Erdoberfläche reichte. Infolge der zunehmenden Salzmengen, die nach 1830 mit verbesserter Technik gefördert wurden, begann sich der Boden um mehrere Meter abzusenken. So entstand das so genannte Senkungsgebiet“. Die dortigen Häuser und die örtliche Kirche (St. Lambertus) verloren ihre Standfestigkeit und mussten abgerissen werden.

Wegen dieser Senkungen und weil der Salzabbau zunehmend unrentabel wurde, wurde die Saline 1980 endgültig geschlossen. Heute werden nur noch geringe Mengen an Sole für den Kurbetrieb in der Salztherme Lüneburg (SaLü) gewonnen. Auf der einen Seite der Saline befindet sich heute ein Supermarkt, auf der anderen das Deutsche Salzmuseum.
Die Absenkung wird seit 1946 alle zwei Jahre an rund 240 Stationen überwacht. Ganz aufgehört hat das Absinken des Geländes noch nicht, aber es ist stabil genug, dass auf ihm neu gebaut wurde und mehrere historische Gebäude, die zuvor beschädigt oder abgerissen worden waren, wiederhergestellt wurden. Die Senkungen sind auch heute noch deutlich zu sehen. Wer von der Straße Am Sande bis zum Ende der Grapengießerstraße geht, kann den Grad der Absenkung deutlich selbst spüren: Die Mulde vor ihm lag früher auf dem Niveau der Grapengießerstraße. Diese Senke reicht bis zum Lambertiplatz.
In der Frommestraße ist ein weiteres Zeichen für Erdbewegungen durch den Salzabbau zu sehen: das Tor zur Unterwelt, bei dem zwei gusseiserne Türen übereinander geschoben wurden.
In der Nähe der Kirche St. Michaelis sind weitere Folgen der Senkungen an den schrägen Säulen und dem Westflügel des Kirchenschiffs zu erkennen. Aktuelle Senkungsbewegungen sind in der Straße Ochtmisser Kirchsteig zu sehen.

Quelle: Wiki

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