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Luchs Steckbrief – Aussehen, Verbreitung, Lebensweise

Luchs Steckbrief – Aussehen, Verbreitung, Lebensweise

Neben dem Rotluchs und dem Wüstenluchs, den man heute allerdings in eine eigene Gattung stellt, prägte vor allem der Nordluchs das Bild der Luchse.

Aussehen

Er ist die größte und stämmigste Art und entspricht wetigehend unserer Vorstellung von diesen Kleinkatzen. Er weist eine Schulterhöhe von 50 bis 75 cm auf, ist hochbeinig und sehr kurzschwänzig. Der rundliche Kopf besitzt seitliche einen starken Backenbart. Der Luchs hat 28 Zähne.

Die großen Pfoten weisen als Anpassung an die kalten Lebensräume eine starke Behaarung zwischen den Zehen und um die Ballen herum auf. Das auffalleste Merkmal aller Luchse ist aber das in einem langen Haarbüschel spitz verlaufende Ohr, man nennt es auch Pinselohr. Diese Eirichtung ermöglicht den Luchsen eine genaue Schallortung, die durch Entfernung der Haarbüschel merklich verschlechtert wird. Je nach Unterart und Verbreitungsgebiet ist das Fell des Luchses langwollig gelbgrau bis kurzhaarig rötlich gelbbraun. Im Winter und am Bauch ist das Fell aufgehellt. Nebeneinander kommen stark gefleckte und nahezu fleckenlose Exemplare vor. Zum Süden des Verbreitungsgebietes hin nimmt die Fleckung zu.

Verbreitung & Bestand

Einst war der Nordluchs weit über die Nordhalbkugel verbreitet, wurde aber gebietsweise völlig ausgerottet. Heute steht er aber weitgehend unter ganzjährigem Schutz, sodass seine Bestände wieder zunehmen. Der Nordluchs geht als Kulturflüchter in den Gebirgen bis zu 4000 m hoch, vereinzeln sogar bis über die Baumgrenze hinaus.

Lebensweise

Der Luchs lebt als Einzelgänger in festen Revieren, deren Größe je nach dem vorhandenen Wildreichtum zwischen 1.000 und 10.000 Hektar schwankt. Er sucht unter Felsüberhängen oder – spalten, in hohlen Bäumen oder Erbauen anderer Tiere Zuflucht und ernährt sich von Säugetieren, von Maus bis Junghirschgröße. Dabei kommt ihm eine bedeutende gesundheitsregulatorische Aufgabe zu, indem er meist die kranken und wenig lebenstüchtigen Tiere erbeutet. Daneben ernährt er sich aber auch von allerlei kleinen Nichtsäugern.

Fortpflanzung

Im Februar und März paaren sich die Luchse und bringen nach 67 bis 74 Tagen Tragzeit 1 bis 4 Junge zur Welt, die etwa 20 -22 Wochengesäugt werden. Die Jungen öffnen nach 16 – 17 Tagen die Augen und bleiben bis zur nächsten Ranzzeit bei der Mutter.

Leonie Auerbach

Geschrieben von Leonie Auerbach

Leonie ist seit 2017 Mitglied des ScreenHaus Magazin Autorenteams und ist ein absoluter Tier- und Reisefreund. Wann immer ihr ein interessantes Tier oder Reiseziel über den Weg läuft, erfahrt ihr es zuerst!

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