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Dromedar Steckbrief – Aussehen, Zuchtrassen, Leistungsfähigkeit

Dromedar Steckbrief – Aussehen, Zuchtrassen, Leistungsfähigkeit

Das Dromedar wird auch Einhöckiges Kamel genannt. Das zweihöckige Kamel wird Trampeltier genannt.

Aussehen

Das Dromedar ist hochbeinig, der Rumpf hat eine längliche-runde Form, der Hals ist lang und wird nach unten durchgebogen getragen. Das wollige, krause Fell ist meist braun gefärbt, doch kommen zwischen Weiß und Schwarz alle möglichen Übergänge vor. Ober- und Unterlippe hängen an der Spitze über. Die Oberlippe ist gespalten, die schlitzförmigen Nasenlöcher können verschlossen werden. Im Nacken befindet sich eine Drüse mit zwei Ausführgängen, die vor allem beim brünstigen Hengst ein shmieriges übel riechendes Sekret absondert. Eine große Hornschwiel befindet sich auf dem Brustbein, weitere Schwielen hat das Dromedar an Ellbogen, Handwurzel, Knie und Ferse. Die Brustschwiele bildet die Unterlage des liegenden Kamels. Der Höcker ändert seine Form je nach Ernährungszustandes des Tieres. Sein Inneres besteht aus Binde- und Fettgewebe. Die Körperhöhe beträgt bis 2,3 m, das Gewicht bis 500 kg.

Zuchtrassen

Die vom Dromedar abgeleiteten Rassen lassen zwei Typen erkennen, die Reitkamele und die Lastkamele.

Reitkamele

Reitkamele sind groß, hochbeinig und leichter gebaut. Sie sind daher schnelle Läufer. Hinsichtlich ihres Wasser- und Nahrungsbedarfes sind sie sehr genügsam. Die Zucht edler Reitkamele wird mit ähnlicher Passion betrieben, wie die Zucht von Rassepferden.
Im Gegensatz zu den Pferden, die schreiten, sind Kamele Paßgänger, das heißt sie setzen Vorder- und Hinterfüße jeweils einer Körperseite gleichzeitig vorwärts, so auch Giraffen. Deshalb gleicht die Bewegung des Rückens durchaus dem Schlingern eines Schiffes und ein geübter Tourist kann durchaus „Seekrank“ werden. Oft werden sie auch „Wüstenschiff“ genannt.

Lastkamele

Lastkamele sind gröber und plumper gebaut als die Reitdromedare. Die schwere Rasse wurde zum Lastentragen und als Zugtier vor Karren, Pflügen oder im Göpel der Schöpfräder gezüchtet. Wasser- und Nahrungsbedarf sind vergleichsweise hoch.
Als Halfter der Dromedare wird ein Zaumzeug verwendet, das aus einer Schlinge um die Schnauze und einem Nackenband besteht.

Klimatische Ansprüche

Der eigentliche Raum der Dromedare sind heiße Wüsten und Halbwüsten. Das Verbreitungsgebiert erstreckt sich daher vornehmlich auf Nordafrika, Arabien und Teile Mittelasiens. Den Dromedaren macht die beträchtliche Kälte der Winternächte dieser Gebiete nichts aus. Als Anpassung an die klimatischen Verhältnisse kann die Schwankung der Körpertemperatur des Dromedars zwischen 34°C und 40°C angesehen werden.

Durst können Dromedare gut ertragen. Bei kühlem Wetter und saftiger Nahrung kommen sie wochenlang ohne Wasser aus. Schwere Arbeit bedingen höheren Wasserbedarf.
Ein durstiges Dromedar kann bei einer Tränkung 100 bis 150 Liter tanken.
Der Rückenhöcker dient als Wasser- und Nahrungsreserve.

Leistungsfähigkeit

Reitkamele sind sehr ausdauernd. Sie laufen im Passgang und halten einen Trab stundenlang durch. Beim Galopp ermüden sie jedoch schnell. Mit Reiter trabt ein Dromedar bis zu 80 km weit an einem Tag.

Lastkamele tragen etwa 150 kg Lasten und legen dabie 4 km in einer Stunde zurück. So beladem, können sie an einem Tag bis zu 50 km Entferung überwinden.

Nahrung

Aufgrund ihrer Genügsamkeit sind Dromedare in der Lage, in Wüsten zu leben. Ihre Nahrung besteht aus harten, dornigen Pflanzen wie den verschiedenen Akazienarten und harten Gräsern. Zu den Futterpflanzen der Kamele zählen Tamarisken, Johannesbrotbaum und Klettergras. Dornige Pflanzennahrung macht den Tieren nichts aus.

Leonie Auerbach

Geschrieben von Leonie Auerbach

Leonie ist seit 2017 Mitglied des ScreenHaus Magazin Autorenteams und ist ein absoluter Tier- und Reisefreund. Wann immer ihr ein interessantes Tier oder Reiseziel über den Weg läuft, erfahrt ihr es zuerst!

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