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Eichhörnchen Steckbrief – Bilder, Verhalten, Rassen und Arten

by Falk von Wildenradt25. März 2013

Name

Der Name „Eichhörnchen“ findet seinen Ursprung im Indogermanischen und leitet sich von dem Wort „aig“ ab, das „sich schnell bewegen“ bedeutet. Der lateinische Name „Sciuridae“ bedeutet übersetzt „schattenspendender Schwanz“ und rührt von der hornähnlichen Form des buschigen Schwanzes.

Aussehen

Die Tiere erreichen eine Körpergröße zwischen 25 und 30 cm. Zusammen mit dem buschigen Schwanz, der 15 bis 20 cm lang wird, wiegt das Eichhörnchen zwischen 210 und 500 g.
Die Pfoten sind mit langen, scharfen Krallen ausgestattet, so dass das Eichhörnchen an Baumstämmen empor und kopfüber klettern kann. Gleichzeitig dienen die Vorderpfoten als Greifwerkzeuge und die gebogenen Nagezähne als Nussknacker.
Die verschiedenen Hörnchenarten können mitunter an der Farbgebung – die sich nach Region und Jahreszeit unterscheidet – erkannt werden. Diese reicht von einem rötlichen bis schwarzen Farbton, wobei die Bauchseite heller ist als das restliche Fell.

Heimat

Die kleinen Raubtiere sind vor allem in Nordasien, Amerika und Europa – ausgenommen südlichere Regionen wie Spanien und Italien – verbreitet. In Deutschland sind Eichhörnchen häufig auch in Städten – besonders in Parks und Gärten – anzutreffen.

Lebensraum

Als natürlichen Lebensraum bevorzugen Hörnchen das gemäßigte bis fast tropische Klima in den Nadelwäldern in Amerika und Nordasien. In Europa lebt das Eichhörnchen in den weit verbreiteten Mischwäldern.

Rassen und Arten

In der Ordnung der Nagetiere findet man sieben Unterordnungen mit 15 Überfamilien und 36 Familien. Die Familie der Hörnchen teilt sich in Gleithörnchen und Erd- bzw. Baumhörnchen. Letzterer Gruppe gehören acht Gattungen – darunter Erdhörnchen, Baumhörnchen, Palmenhörnchen, Riesenhörnchen und Hörnchen – an. In der letzten Gattung findet man neben dem Grauhörnchen und Fuchshörnchen auch das Eichhörnchen.

Verhalten

Die tagaktiven flinken Tiere sind vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung unterwegs und ausgesprochene Einzelgänger. Sie finden sich nur für die Paarungszeit zusammen. Da Eichhörnchen keinen Winterschlaf halten, vergraben sie ihre Wintervorräte in der Erde. Diese Verstecke können selbst unter einer hohen Schneeschicht wiedergefunden werden.

Nachwuchs

Für Eichhörnchen gibt es pro Jahr zwei Paarungszeiten: Frühling und Frühsommer, so dass die Weibchen zwei Würfe mit etwa fünf Jungen zur Welt bringen. Wie alle Säugetiere kommen Eichhörnchen blind und nackt auf die Welt und wiegen etwa 10 g. Eichhörnchenjunge bleiben nur wenige Monate im Nest, auch Kobel genannt, und sind bereits nach einem Jahr geschlechtsreif. In der Paarungszeit werben die Männchen durch eine wilde Verfolgungsjagd in den Bäumen um das Weibchen. Die Pärchen bleiben allerdings nur während der Tragezeit, die zwischen 28 und 4 Tagen dauert, in einem gemeinsamen Nest.

Lebenserwartung

Das Eichhörnchen hat viele natürliche Feinde – wie Baummarder, Greifvögel und Wildkatzen -, so dass nur etwa 5% der Jungtiere älter als ein Jahr werden. Andere Todesursachen sind der wachsende Autoverkehr, Infektionen, Fallen oder Gift. Trotz dieser Gefährdungen können Eichhörnchen ein Alter zwischen 6 und 12 Jahren erreichen.

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