Wildschwein Steckbrief –  Lebensraum, Lebensweise, Jagd

Wildschwein Steckbrief – Lebensraum, Lebensweise, Jagd

Das Wildschwein kommt in einer Reihe von Unterarten vor und lässt sich in 10 verschiedenen einteilen.

Aussehen

Das Wildschwein hat in Mitteleuropa durchschnittlich eine Widerristhöhe von 95 cm bei einem Gewicht von 200 kg. Das Wildschwein ist kräftig gebaut, mit seitlich zusammengedrücktem Rumpf, mittelhohen Läufen und einem dunklen Borstenfell. Die Borsten sind starke Grannen, die an der Spitze gespalten sein können. Auf der Rückenmitte sind die Borsten zu einem Kamm verlängert. Unterwolle kommt bei den Tieren aus kühleren Gebieten in jahreszeitlich wechselnder Dichte vor. Die Färbung des „Schwarzwildes“ ist schwarz mit mehr oder minder graugelbem Anflug. Der Schädel ist langgestreckt keilförmig. Beim erwachsenen Keiler fallen die langen Eckzähne, Haderer (oben) und Gewehre (unten) auf, die sich gegenseitig zu scharfkantigen Waffen abschleifen.
Frischlinge tragen bis zum Alter von 6 Monaten eine Streifenzeichnungoder Livrèe. Auf dunkelbraunem Grund verlaufen etwa 8 hellgelbliche Längsstreifen, die sich teilweise in Flecke auflösen. Wildschweine werden in Sumpflandschaften verhältnismäßig groß, währen sie in trockenen Gegenden kleiner bleiben. Die kleinsten Formen stammen von Inseln.

Lebensraum

Wildschweine sind sehr anpassungsfähig. Sie bevorzugen Lebensräume, die ihnen Wasser und viel Deckung bieten. Wälder, Brüche, Sümpfe, Schilfgürtel, Hochgebirge bis 4000m und tropische Küsten werden von den verschiedenen Unterarten besiedelt. In den Tropen dringen Wildschweine in die Dörfer vor. Zuckerrohr- und Reisfelder können ihr ständiger Aufenthaltsort sein. In Mitteleuropa halten sie sich zur Nahrungssuche in Feldkulturen auf.

Lebensweise

Rotten der Wildschweine umfassen 5 bis 10 Tiere, sie können aber auch wesentlich umfangreicher sein. In einer Rotte sind erwachsene Sauen (Bachen), Jungtiere aus dem Vorjahr (Überläufer) und Frischlinge vereinigt. Geschlechtsreife Eber bilden eigene Rotten, während ältere Keiler Einzelgänger sind.
Die Bewegungen der Wildschweine sind lebhaft. Sie können einigermaßen schnell laufen (Schweinsgalopp) und dringen dabei durch dichtesten Pflanzenwuchs. Die Trittsiegel weisen außer den Schalenabdrücken auch die Eindrücke der Afterklauen auf.
Wildschweine können ebenfalls sehr gut schwimmen. Wenn eine Rotte schwimmt, geschieht das oft in einer Kette, wobei die Tiere dicht hintereinander schwimmen und dabei den Kopf auf das Hinterende des Voranschwimmenden zu legen suchen.

Wildschwein mit einem Frischling

Jagd

Wildschweine sine eine beliebte Jagdbeute. Schon die altsteinzeitlichen Jäger bildeten dieses Wild an ihren Höhlenwänden ab. Im Mittelalter galt das Wildschwein wegen seiner Wehrhaftigkeit als ein ritterliches Wild, dessen Erlegung mit der Saufeder, einem kurzen, schweren Spieß, Kraft und Mut erforderte. In der Gegenwart ist das Schwarzwild wegen seiner Vorsicht und Unberechenbarkeit immer noch ein schwierig zu erlegendes Beutetier.

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