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Weshalb veganes Katzenfutter sinnvoll sein kann

by Falk von Wildenradt21. April 2015

Während es noch vor einigen Jahren relativ unüblich war, sich vegan zu ernähren, wird diese Lebensweise mittlerweile immer mehr akzeptiert. Nicht nur Restaurants führen immer häufiger vegane Gerichte. Auch Supermärkte und Online-Shops haben vegane Lebensmittel in ihren Regalen, die guten Umsatz finden. Ein Bereich, der diesbezüglich immer noch skeptisch betrachtet wird, ist allerdings das vegane Tierfutter, das sowohl für Hunde, als auch für Katzen existiert.

Warum veganes Katzenfutter?

Es kann unterschiedliche Gründe geben, die eigene Katze vegan zu ernähren. Zum Beispiel vertragen manche Katzen Fleischfutter nicht. Die meisten Katzenbesitzer haben aber andere Beweggründe für veganes Katzenfutter. Das ist zum einen der ethische Hintergrund, der auch bei der veganen Menschenernährung zum Tragen kommt. Tiere sollen nicht leiden, damit andere ihr Fleisch, ihre Milch oder ihre Eier essen können. Außerdem sind vegane Lebensmittel umweltverträglicher, da bei ihrer Produktion weniger Treibhausgase anfallen. Zum anderen hat herkömmliches Katzenfutter aber auch einen schlechten Ruf. In ihm finden sich meist Schlachtabfälle von sehr niedriger Qualität, die oft aus Ländern stammen, in denen schlechte Hygieneverhältnisse herrschen. Nicht selten ist ihm auch Zucker zugegeben, der die Zähne der Katzen zerstört. Und es enthält meist Vitaminzugaben, die zeigen, dass das enthaltene Fleisch selbst auch nicht ausreichend Nährstoffe liefern kann. Veganes Katzenfutter ist nicht nur ethisch begrüßenswerter. Es verzichtet darüber hinaus auf derartige minderwertige Zutaten. Im Gegenteil stammen viele Inhaltsstoffe des Futters sogar aus biologischem Anbau. Die Zusammensetzung ist grundsätzlich sorgfältig gewählt und enthält Nahrungsmittel und Ergänzungen, die der Katze wirklich guttun.

Welche veganen Katzenfuttersorten gibt es?

Es gibt unterschiedliche Anbieter, die veganes Katzenfutter herstellen. Die Futtersorten haben eine unterschiedliche Zusammensetzung. Es kann deshalb sinnvoll sein, von allen Marken eine kleinere Packung zu bestellen, um zu sehen, welches Futter die Katze bevorzugt. Die Hersteller bieten zu diesem Zweck auch sehr kleine Probepackungen an. Folgende Marken bieten veganes Katzenfutter an:

1. Ami Cat
Ami Cat ist veganes Trockenfutter für die Katze. Es basiert auf Reis, Mais und Erbsen.

2. Benevo Vegan Cat
Auch Benevo Vegan Cat ist ein Alleinfuttermittel für Katzen. Seine Besonderheit liegt in der Zugabe von Bierhefe und Spirulina – zwei pflanzlichen Nährstoffquellen. Außerdem enthält das Futter Yucca-Extrakt, das Gerüche im Katzenkot bindet.

3.Vegecat
Vegacat ist kein Alleinfuttermittel. Es handelt sich hierbei um ein nahrungsergänzendes Pulver, das über vegetarisches oder veganes selbstgekochtes Katzenfutter gegeben wird und für ausreichende Nährstoffversorgung sorgen soll.

Veganes Katzenfutter vom AMI CAT bekommen Sie bei www.veganbasics.de.

Kritik am veganen Katzenfutter

Gegner veganer Katzenernährung argumentieren damit, dass die Katze – im Gegensatz zum Menschen – kein Allesfresser, sondern Fleischfresser ist. Manche halten vegane Katzenernährung aus diesem Grund sogar für Tierquälerei. Allerdings sind vegane Katzenfutter mit der Unterstützung von Tiermedizinern entwickelt worden. Sie enthalten diejenigen Nährstoffe, die eine Katze für ihre Gesundheit benötigt. Nährstoffe, die sonst aus tierischen Quellen stammen – wie Taurin oder Vitamin D – finden sich im Futter in synthetischer Form. So kann die Nährstoffversorgung der Katze auch ohne tierische Futterzugaben sichergestellt werden.

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