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Taube Steckbrief – Aussehen, Fortpflanzung

by Falk von Wildenradt26. Januar 2014

Allgemeines

Größe: ca. 30 cm
Geschwindigkeit: Bis zu 100 km/h (Brieftauben)
Gewicht: ca. 500 Gramm
Lebensdauer: 10-15 Jahre
Ernährung: Getreidekörner, Mais, Blätter, Blüten, Beeren, Erbsen, Kartoffeln, Würmer, Larven, kleine Schnecken
Feinde: Greifvögel (Wanderfalke, Sperber, Habicht)
Lebensraum: Nahezu weltweit. In Mitteleuropa leben 5 Arten (Ringel-, Hohl-, Türken-, Turtel- und Stadttaube).
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Taubenvögel (Columbiformes)
Familie: Tauben (Columbidae)
Merkmale: Mehr als 300 Arten bekannt. Brieftauben werden sportlich genutzt, Rassetauben teils nur wegen ihres schönen Aussehens gezüchtet.

Taube

Aussehen

Die meisten Taubenarten haben ein graues, graublaues oder braunes Gefieder. Am bekanntesten ist sicher die Stadttaube: Sie ist überwiegend grau gefärbt, ihr Federkleid kann aber auch weiße, dunkelgraue, grüne oder lilafarbene Elemente enthalten.
Die hübsche Türkentaube ist graubraun mit einem schwarzen Nackenring. Sie hat rötliche Augen. Rassetauben wie Formentauben, Farbentauben oder Mövchentauben kommen meist nicht in freier Wildbahn vor. Sie werden von Privatleuten gezüchtet und können auf Ausstellungen angeschaut werden.

Brieftauben – Nützliche Helfer und spannendes Hobby

Früher wurden speziell hierfür gezüchtete Haustauben als Überbringer von Nachrichten genutzt. Auch im Ersten Weltkrieg gab es Brieftauben, die wichtige Meldungen transportiert haben. Heute ist der Brieftaubensport ein Hobby. Die Züchter veranstalten regelmäßig Flugwettbewerbe. Dabei werden die Brieftauben zu einem Abflugort gefahren, von dem aus sie ihren Flug nach Hause antreten. Wie die Tauben ihren Heimatort wiederfinden, ist noch nicht vollständig geklärt, man weiß aber, dass sie sich am Erdmagnetfeld, am Stand der Sonne, an den Sternen und an einprägsamen landschaftlichen Merkmalen orientieren. Die Wettbewerbsstrecke kann zwischen 100 und 1000 km lang sein. Die Taube, die am schnellsten wieder daheim ist, gewinnt.

Tauben und die Übertragung von Krankheiten

Stadttauben gelten auch als Schädlinge, weil sie mit ihrem Kot Fassaden verschmutzen und Krankheitserreger auf den Menschen übertragen können. Dazu gehören z. B. Bakterien wie Salmonellen (verursachen u. a. Durchfälle), Chlamydien (Erreger der Papageienkrankheit) und Mykobakterien (Tuberkuloseerreger). Um eine übermäßige Vermehrung der Tauben zu verhindern, gibt es in einigen Städten spezielle Taubenhäuser mit Nestern für die Stadttauben, in denen Mitarbeiter der Stadt regelmäßig die Eier einsammeln und durch Kunststoffeier ersetzen.

Fortpflanzung

Tauben legen ein bis zwei Eier, die meist weiß gefärbt sind. Nach etwa 18 Tagen Brut schlüpfen die Jungen. Sie sind anfangs ganz nackt oder haben nur wenige gelbe Federchen. Die Jungen werden von ihren Eltern mit der sogenannten Kropfmilch gefüttert. Das ist eine Flüssigkeit, die aus Wasser, Fett, Eiweiß, Mineralstoffen und Vitaminen besteht. Bei den meisten Taubenarten verlassen die Jungen schon.

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