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Schmetterlinge Steckbrief – Bilder, Verhalten, Rassen und Arten

by Falk von Wildenradt25. März 2013

Name

Bevor sich der Name „Schmetterling“ in Deutschland weitestgehend etablierte, wurden die Schmetterlinge als Tag- beziehungsweise Nachtvögel bezeichnet. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts setzte sich die von dem slawischstämmigen Begriff „Schmetten“ abstammende Bezeichnung Schmetterling durch. Dieser geht auf den Schmand zurück, welcher häufig viele Schmetterlingsarten anzieht. In der Wissenschaft existiert außerdem der griechische Begriff „Lepidoptera“, welcher übersetzt Schuppenflügler bedeutet.

Aussehen

Schmetterlinge besitzen einen schmalen Körper, welcher in Kopf, Brust und Hinterleib unterteilt ist und eine Länge von 1,5 bis 100 Millimetern erreicht. Am Kopf tragen sie neben ihren charakteristischen Facettenaugen und einem Saugrüssel zwei Fühler, welche sowohl gekeult, gekämmt als auch gesägt sein können und für die Reizaufnahme zuständig sind. An der Brust sind Flügel angebracht, welche je nach Schmetterlingsart in Form und Farbe variieren können.

Heimat

Da Schmetterlinge fast alle Ökologischen Nischen besetzen, sind sie mit Ausnahme der Antarktis auf jedem Kontinent vertreten. Vor allem in großen Höhen oder den Tropen sind viele Schmetterlingsarten aufzufinden, da dort ideale Temperaturbedingungen herrschen. Spezielle Landschafts- und Vegetationsstrukturen können ebenfalls ausschlaggebend für die Lebensraumwahl einer Schmetterlingsart sein.

Lebensraum

Die Ausbreitung der Schmetterlinge wird durch ihre jeweiligen Temperatur-, Nahrungs- und Luftfeuchtigkeitsansprüche bestimmt. Durch ihre Fähigkeit, sich einem breiten Bereich von Umweltbedingungen anzupassen, können Schmetterlinge somit in fast allen Lebensräumen vorkommen. Am häufigsten findet man sie auf Wiesen, Feldern, Büschen, sowie in Gärten und Wäldern.

Rassen und Arten

Mit circa 180.000 Arten zählen die Schmetterlinge zu einer der größten Insektengruppen. Je nach Merkmalen unterscheidet man beispielsweise zwischen Faltern, Nachtfaltern, Schwärmern, Motten, Spinnern, Spannern, Eulen oder auch Bären. Jedes Jahr werden circa 700 neue Schmetterlingsarten entdeckt. Während in Mitteleuropa circa 4000 Schmetterlingsarten verzeichnet sind, werden für Gesamteuropa 10 600 verschiedene Arten gezählt. Allein in Deutschland sind um die 3700 Arten vorzufinden.

Verhalten

Ausgewachsene Schmetterlinge zeigen unterschiedliche Verhaltensweisen in Bezug auf Nahrung, Flug und Verbreitung. So nehmen Schmetterlinge Nahrung über ihren Saugrüssel auf, indem sie eine Vielzahl verschiedener Blüten anfliegen. Neben Blütennektar ernähren sich einige Arten jedoch auch von Urin, Schweiß oder Tränenflüssigkeit. Je nach Schmetterlingsart und zugehöriger Flügelform werden außerdem verschiedene Flugformen wie der Schwirrflug, das Flattern oder das Gleiten unterschieden. Schmetterlinge, die in kalten Gebieten leben, zeigen zudem Überwinterungsverhalten, während wiederum andere Schmetterlingsarten lange Wanderungen zurücklegen.

Nachwuchs

Nach dem Ausführen eines speziellen Balzverhaltens und anschließender Paarung, werden die befruchteten Eier an verschiedenen Stellen abgelegt, welche an die jeweilige Form und Farbe der Eier angepasst sind. Dort schlüpft aus dem Ei zunächst eine Raupe, welche im ausgewachsenen Zustand mit der Verpuppung beginnt. Daraufhin erfolgt die Metamorphose, welche mit dem Schlüpfen des Schmetterlings aus dem Kokon beendet wird.

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung der Schmetterlinge kann von Art zu Art unterschiedlich sein. Während einige Schmetterlinge nur wenige Tage überleben können, überwintern andere Falter an geschützten Orten oder fliegen in den Süden. Vor allem Schmetterlinge, die Nahrung aufnehmen und kein verkümmerten Saugrüssel tragen, haben eine höhere Lebenserwartung als andere. Im Durchschnitt leben Tagfalter zwei bis drei Wochen.

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